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Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl jetzt online

30.08.2017 | 13:02 Uhr | Thomas Hartmann

Der ”Wahl-O-Mat” der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ist als digitale Entscheidungshilfe zur Bundestagswahl im September für verschiedene Plattformen ab sofort verfügbar.

Den Wahl-O-Mat gibt es seit 2002. Er ermöglicht durch die einfache Beantwortung mehrerer an das Wahlprogramm der politischen Parteien orientierten Fragen die Abbildung der eigenen Vorlieben und Tendenzen für die Wahl. 32 von 33 Parteien haben nach Auskunft der Entwickler diesmal ihre Fragen beantwortet. In 38 Thesen kann man nun prüfen, wo man selbst dazu steht, etwa ob die Bundeswehr auch im Inneren eingesetzt werden soll, ob es ein elternunabhängiges BAföG geben sollte oder was man über Tempolimit, Impfpflicht, Verkauf von Cannabis oder die Abschaffung des Solidaritätszuschlags 2019 denkt. Am Ende der Fragen hat man die Möglichkeit, die Wichtigkeit der Thesen für sich selbst noch einmal zu markieren, diese werden dann bei der Auswertung doppelt berücksichtigt, was eine höhere Aussagekraft ermöglichen soll. Dies vor allem unterscheidet den Wahl-O-Mat vom ähnlichen und erstmals verfügbaren ”Wahlswiper”, den wir hier vorgestellt und getestet haben . Persönlich erhalten wir dadurch eine etwas deutlichere Empfehlung für unsere eigenen Vorlieben. Dafür fehlen dem Wahl-O-Mat die gut gemachten und praktischen kurzen Videoeinführungen zu den diversen Themen, die der auf ein jüngeres Publikum zielende "Wahlswiper" zu bieten hat. Die eigenen Antworten lassen sich schließlich noch mit den Aussagen der einzelnen Parteien vergleichen.

Wir haben den Wahl-O-Mat als iOS-App auf unserem iPad Pro laufen gehabt und dabei leichte Performance-Probleme registriert – immer wieder mal stockte es, bevor es zur nächsten Frage weiterging. Aber insgesamt lief es dann doch. Am Ende wählt man noch die Parteien aus, mit denen man seine Ergebnisse vergleichen will. Insgesamt kann das die eigenen Kreuzchen auf dem Wahlzettel natürlich nicht ersetzen oder nachhaltig beeinflussen – eine gewisse Hilfe bieten solche Selbstbefragungsaktionen aber schon, sie zwingen vor allem dazu, sich innerhalb kurzer Zeit für eine bestimmte Position zu entscheiden. Freilich, wer das gar nicht will, kann auch ”neutral” wählen oder die Frage einfach überspringen.

Außer online über den obigen Link gibt es die Wahlhilfe kostenlos auch als App für iOS (ab iOS 8), Android und Windows Phone 8.

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