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Vorwerk Kobold VR 200 im Test: Saugroboter mit Steighilfe

28.09.2017 | 14:54 Uhr |

Der Kobold VR200 von Vorwerk saugt Ihre Wohnung auf Knopfdruck, per App oder Fernbedienung, oder nach einem festlegten Zeitplan. Dabei überwindet der Saugroboter zuverlässig kleine Hindernisse und Kanten. Ein ausführlicher Test.

Vorwerk mischt mit dem Kobold VR200 auf dem Markt der Staubsaugroboter für Hart- und Teppichböden mit. Anders als das Vorgängermodell Kobold VR100 soll der VR200 laut Vorwerk nicht mehr weitgehend baugleich mit dem Botvac D85 des US-Unternehmens Neato Robotics sein: Bei den Teilen, die für die Reinigungsleistung verantwortlich sind, wie Staubbehälter, Filter, Bürste etc. soll das Expertenwissen von Vorwerk eingeflossen sein. Hinsichtlich der Navigation, der Hinderniserkennung und des Antriebs soll dagegen Neato weiterhin die Technik liefern. Die Abstammung erkennt man jedenfalls sofort an der Optik des Gehäuses. Einige Unterschiede zwischen den beiden Robotern sind hier zusammengestellt.

Kobold VR200 von Vorwerk.
Vergrößern Kobold VR200 von Vorwerk.

Sensorik: Laser, Ultraschall, Bumper

Im Kobold VR200 sind an der Vorderseite drei Ultraschallsensoren verbaut, mit denen der Roboter Hindernisse vor sich erkennt und so in den meisten Fällen verhindert, dass er dagegen fährt. Dadurch verursacht der VR200 schon mal weniger Lärm als ein ständig anstoßender Roboter.

Gut zu erkennen der Aufsatz mit dem Laser.
Vergrößern Gut zu erkennen der Aufsatz mit dem Laser.

Mit dem an der Oberfläche angebrachten Laserscanner orientiert sich der Kobold im Raum. Damit erstellt der Roboter eine Karte des zu reinigenden Bereichs inklusive der vorhandenen Hindernisse. Ein Wandfolgesensor lässt den intelligenten Kobold exakt an der Wand entlangfahren. Drei weitere Sensoren an der Unterseite vorne verhindern, dass der Kobold eine Treppe hinunterstürzt. Falls der Roboter trotz Ultraschallsensoren gegen ein Hindernis stößt, registrieren das die Kontaktsensoren. Für die Erkennung des ausgelegten Magnetbandes sind zudem Magnetbandsensoren vorhanden.

Ultraschallsensoren an der Vorderseite und der Sensor an der Unterseite, der verhindert, dass der Kobold eine Treppe hinabstürzt.
Vergrößern Ultraschallsensoren an der Vorderseite und der Sensor an der Unterseite, der verhindert, dass der Kobold eine Treppe hinabstürzt.

Inbetriebnahme

Nach dem Auspacken stellen Sie die Ladestation auf. Befestigen Sie dann die kleine Seitenbürste und setzen Sie den Filter ein, aktivieren danach die Batterien der Fernbedienung und installieren die App. Vor allem verbinden Sie den Kobold mit Ihrem WLAN. Das alles ging im Test rasch über die Bühne.

Bedienung: Vier Wege führen zum Ziel

Sie starten und bedienen den VR200 auf vier unterschiedliche Arten: 1) Über den Startknopf auf dem Roboter und das Menü auf dem Roboter-Display – zum Beispiel für die Spot-Reinigung. 2) Über die Smartphone-App. 3) Und über die Fernbedienung.

Das Display auf dem Roboter zeigt Fehlermeldungen an.
Vergrößern Das Display auf dem Roboter zeigt Fehlermeldungen an.

Timer

4) Außerdem können Sie den Vorwerk-Staubsaugroboter nach den Einstellungen im Timer reinigen lassen. Das entspricht der Vorgehensweise von Roomba 980 von Marktführer iRobot. Mit diesem Timer in der App tragen Sie die Tage und die Uhrzeit ein, zu der VR200 mit dem Reinigen anfangen soll. Im Test klappte das zuverlässig.

Der Reinigungsvorgang kann von der App aus jederzeit beendet werden.
Vergrößern Der Reinigungsvorgang kann von der App aus jederzeit beendet werden.

Sieht der Timer einen Start vor, ist aber der Akku noch nicht vollaufgeladen, so gibt der Kobold dazu einen Hinweis aus: Er startet den Reinigungsvorgang, sobald der Akku voll aufgeladen ist. Wünschen Sie dagegen, dass er tatsächlich sofort mit dem Reinigen beginnt, dann müssen Sie zusätzlich noch einmal auf Start drücken.

Reinigungsvorgang

Der smarte Kobold fährt langsam von der Ladestation herunter und nimmt dann seine Arbeit auf. Anders als frühere/preiswertere Roomba-Modelle und genauso wie der teure Roomba 980 fährt VR200 nicht scheinbar planlos durch den Raum, sondern lässt ein deutliches Reinigungsmuster erkennen. Er erfasst zunächst mit seinem Laser den Raum und erstellt eine Karte des zu reinigenden Bereichs. Anders als bei iRobot Roomba 980 können Sie diese Karte aber nicht in der App einsehen.

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Dann fährt VR200 den zu reinigenden Bereich planvoll und Linie für Linie ab. Vor Hindernissen bremst er fast immer zuverlässig ab und umfährt diese dann. Dadurch vermeidet der Kobold lautes Stoßen gegen Möbel und ähnliches, wie es zum Beispiel bei Roomba 620 noch der Fall ist. Besonders im Eco-Modus führt das dazu, dass VR200 relativ leise die Wohnung reinigt. Insbesondere wechselt bei VR200 nicht die Lautstärke, wie es zum Beispiel bei Roomba 980 der Fall ist, wenn dieser in den Teppichmodus schaltet und laut los röhrt. Gerade das gleichmäßige moderate Arbeitsgeräusch und das Fehlen von lautem Poltern und Anstoßen macht VR200 angenehm für die Ohren. Nichtsdestotrotz ist VR200 trotzdem vermutlich für die meisten Menschen zu laut, als dass man sich in seiner Nähe bequem unterhalten oder TV schauen könnte.

Saugroboter: Die besten smarten Staubsaugroboter

Durch seine viereckige Form passt der smarte Kobold super im Ecken und kann aufgrund seiner geringen Höhe auch unter Betten und Sofas saugen. Für letzteren Zweck, der eine besondere Stärke der Staubsaugroboter ist, wurde der VR200 gegenüber dem Vorgänger VR100 um einen Zentimeter niedriger gemacht.

Der VR200 erklimmt durchaus hohe Kanten.
Vergrößern Der VR200 erklimmt durchaus hohe Kanten.

Steigfähig

Der VR200 saugt nicht nur planmäßig die Böden ab, er nimmt auch kleinere Steigungen. Bis zu zwei Zentimeter hohe Kanten oder Teppiche sind für den Vorwerk-Roboter kein Problem. Allerdings darf man sich das nicht so vorstellen, dass der Kobold im Sturmlauf den Teppich hochstürmt. Sondern er stoppt erst mal, wenn er die Steigung erkennt und nimmt dann mitunter mehrere Anläufe, bis er hochkommt. Dazu kann er eine Steighilfe ausfahren. Das unterscheidet VR200 von den Roomba-Modellen, die eine derart hohe Kante nicht überfahren können. Im Test in unserer Wohnung nahm der flotte Kobold damit tatsächlich einige bemerkenswerte Hindernisse, die unsere Roombas nicht überwinden konnten.

Eine Laufrolle mit der Steighilfe.
Vergrößern Eine Laufrolle mit der Steighilfe.

Die bemerkenswerte Steigfähigkeit des Kobold mit Neato-Technik erweist sich im Alltag als überaus nützlich: So saugt der VR 200 ohne Probleme Küche und Flur in einem Durchgang, obwohl beide Räume durch eine Bodenkante getrennt sind. Diese überwand der VR 200 jedoch schon viele Male ohne Probleme.

Reinigungseffekt

Der Vorwerk Kobold VR200 reinigt die Wohnung grundsätzlich schnell und gut. Ist die Wohnung zu groß für eine einzige Akku-Ladung, dann fährt VR200 zwischendurch selbstständig zur Ladestation, lädt seinen Akku auf und setzt dann seine Reinigungsfahrt fort. In diesem Zusammenhang ist wichtig, dass sich keine Hindernisse zwischen der Ladestation und dem nach Strom hechelnden Kobold befinden. In einem Fall war zwischenzeitlich ein dickes Stromkabel vor die Ladestation gefallen. Der Kobold konnte es nicht überwinden und „verhungerte“ zehn Zentimeter vor der Ladestation. In der Regel klappten die Rückkehr zur Ladestation und das Aufladen aber problemlos.

Flusen bleiben zurück.
Vergrößern Flusen bleiben zurück.

Auf dicken Teppichen zeigt der VR200 aber ähnliche leichte Schwächen wie der Roomba 980: Es bleiben gelegentlich durchaus Flusen zurück; besonders im Eco-Modus. Das kann der preiswertere Roomba 620 etwas besser. Nachdem VR200 seine Arbeit beendet hatte und auf unserem dicken roten Teppich noch Flusen zu sehen waren, ließen wir unseren weniger smarten, aber hocheffizienten Roomba 620 auf die verbliebenen Flusen los. Und Roomba 620 entfernte die Überreste einwandfrei… Glatter Punktsieg für den eher einfach gestrickten Saugroboter ohne App und WLAN.

Flusen bleiben zurück.
Vergrößern Flusen bleiben zurück.

Sie können die Reinigungsleistung auf dicken Teppichen aber sichtbar verbessern, wenn Sie dafür den Eco-Modus abschalten und den Kobold mit voller Kraft saugen lassen. Das ist dann zwar etwas lauter, aber der VR200 holt dafür auch mehr Flusen aus dem Teppich.

Idealerweise räumen Sie den zu reinigenden Raum von Hindernissen frei. Allerdings zeigt sich VR200 durchaus geschickt im Umgang mit störenden Gegenständen: Kleinere Gegenstände wie beispielsweise Spielzeug schiebt er einfach vor sich her. Und vor dicken Kabeln dreht er ab. Stuhlbeine und ähnliches umkurvt er fast immer souverän und geräuschlos, nur selten berührt er Hindernisse. Über eine am Boden liegende Zeitschrift fuhr VR200 langsam hinweg ohne sie zu zerknittern.

Lese-Tipp: Test des Vorgängermodells Kobold VR100

Gut: Der Vorwerk-Roboter passt mit seinen neun Zentimetern Höhe problemlos unter gängige Sofas und Bettgestelle. Hier zeigt sich der Kobold also auf Augenhöhe mit Roomba 620 und Roomba 980.

Festgefahren. Das kommt aber selten vor.
Vergrößern Festgefahren. Das kommt aber selten vor.

Ein Spiegelschrank brachte den Kobold aber einmal aus der Fassung: Er verlor offensichtlich die Orientierung und gab eine Fehlermeldung aus: Mit einem Warnton ruft Kobold um Hilfe, wenn er nicht mehr weiterweiß. Wir mussten ihn erst wieder aufheben und woanders hinstellen, damit er weiterarbeiten konnte.

Diese Spiegelwand brachte den Kobold durcheinander.
Vergrößern Diese Spiegelwand brachte den Kobold durcheinander.

Grundsätzlich können Sie den VR200 aber bedenkenlos in der Wohnung herumfahren lassen, sofern keine ganz kleinen Teile wie zum Beispiel Playmobil-Zubehör herumliegen.

Tipp: Bei den ersten Fahrten sollten Sie jeden neuen Staubsaugroboter beobachten um mögliche Fehlerquellen zu erkennen. Wenn Ihre Wohnung dann einmal robotertauglich ist, können Sie die Roombas und Kobolde auch unbeaufsichtigt und während Ihrer Abwesenheit reinigen lassen. Genau für diesen Zweck ist der Fernzugriff via App und WLAN gedacht.

Ausgetrickst: Ein Kabel versperrt den Weg zur Ladestation.
Vergrößern Ausgetrickst: Ein Kabel versperrt den Weg zur Ladestation.

Etwas hakelig kann es aber werden, wenn man den Vorwerk von Hand zur Ladestation zurückbringt: Sofern der Kobold nicht ganz perfekt mittig die Kontakte der Ladestation berührt, wird er nicht aufgeladen. Dann muss man mehrmals hin und her ruckeln, bis der Ladevorgang startet. Das geht beim Roomba 620 deutlich unkomplizierter.

Hierin findet der Staubbehälter Platz.
Vergrößern Hierin findet der Staubbehälter Platz.

Keine Sprachsteuerung

Wie man es schon von Pumuckl und anderen Kobolden kennt, gehorcht auch der VR200 nicht aufs Wort. Er unterstützt nämlich keine Sprachsteuerung. Sie können VR200 also nicht über Amazon Echo bedienen. Ebenso verweigert sich VR200 der Integration in Apple Homekit und kann auch nicht über Siri bedient werden. Wie Vorwerk auf unsere Nachfrage erklärte, arbeite man an einer solchen Lösung. Wann diese konkret zur Verfügung stehen werde, sei derzeit noch offen.

Übersichtliche App

Die Kobold-App für iOS und Android ist übersichtlich aufgebaut und lässt sich intuitiv bedienen. Sie bietet allerdings keine Übersichtskarten zu den gereinigten Räumen, wie wir sie von Roomba 980 kennen.

Die App sendet uns Mitteilungen.
Vergrößern Die App sendet uns Mitteilungen.

Mit der Kobold-App checken Sie den Akkustand und starten und beenden Reinigungsvorgänge aus der Ferne. Sie sitzen also beispielsweise im Büro, als Ihnen einfällt, dass zu Hause noch gesaugt werden müsste. Und schicken den Kobold per App sofort an die Arbeit.

Sie aktivieren mit der App auch den Ecomodus. Außerdem legen Sie damit einen Terminplan für die automatisch startende Reinigung fest (Timer).

Die App informiert uns, wenn der Reinigungsvorgang unterbrochen oder abgeschlossen wurde. Dazu muss man ihr das Senden von Nachrichten erlauben.

Das mitgelieferte Magnetband.
Vergrößern Das mitgelieferte Magnetband.

Magnetstreifen zur Begrenzung

Falls Sie bestimmte Bereiche der Wohnung von der Reinigung ausnehmen wollen, können Sie diese durch den mitgelieferten Magnetstreifen abgrenzen. Den magnetischen Sperrstreifen kann man zuschneiden. Die Magnetstreifen zur Begrenzung haben gegenüber den Lighthouses von Roomba den Vorteil, dass sie keine Batterien benötigen.

Der Roboter verschiebt den Magnetstreifen, der ihn eigentlich aufhalten sollte.
Vergrößern Der Roboter verschiebt den Magnetstreifen, der ihn eigentlich aufhalten sollte.

Im Test drehte der Kobold grundsätzlich vor dem Magnetstreifen ab. Allerdings kam es auch mal vor, dass er diesen verschob und dann doch in den Bereich eindrang, in dem er eigentlich nicht reinigen sollte. Es empfiehlt sich also den Magnetstreifen am Boden zu befestigen, damit ihn der Roboter nicht verschieben kann.

Tipp: Das Magnetband solle etwas beschwert oder festgeklemmt werden, damit es der Roboter nicht verschieben kann. Dann gibt es damit keine Probleme.

Fernbedienung

Mit der mitgelieferten Infrarot-Fernbedienung starten Sie eine Komplettreinigung oder eine Spotreinigung und aktivieren den Eco-Modus. Außerdem können Sie den Kobold nur mit der Fernbedienung (und nicht mit der App) und den darauf befindlichen Pfeiltasten direkt navigieren. In der Praxis ist das aber langsam und umständlich. Und mal ehrlich: Man kauft einen 750-Euro-Roboter nicht dafür, dass man ihn dann von Hand steuern soll. Er soll einem ja die Arbeit abnehmen und keine zusätzliche verursachen. Wenn man eine bestimmte Fläche gezielt reinigen will, dann geht es schneller, wenn man den Roboter gezielt dorthin trägt und dann die Spot-Reinigung startet.

Die Fernbedienung.
Vergrößern Die Fernbedienung.

Spotreinigung

Der VR200 bietet genauso wie die Roomba-Modelle eine Spot-Reinigung an: Also die gezielte Reinigung eines kleineren Bereichs von zirka 2 x 2 Meter. Hierzu sollte man den VR200 in der Mitte vor dem zu reinigenden Bereich abstellen. Im Test saugte der Kobold kontrolliert und Bahn für Bahn diesen Bereich ab.

Leeren des Staubbehälters und Wartung

Den Staubbehälter können Sie entweder klassisch über dem Mülleimer ausleeren oder mit einem Staubsauger aussaugen. Das Absaugen des gesammelten Schmutzes mit einem normalen Staubsauger garantiert, dass kein Schmutz daneben geht beim Ausleeren.

Die Unterseite.
Vergrößern Die Unterseite.

Das gelegentliche Reinigen der Bürsten, das beim Kobold genauso wie bei den Roomba-Modellen zur normalen Wartung gehört, geht rasch und unkompliziert von der Hand.

Vorwerk verbaut laut eigenen Angaben im VR200 einen (H)EPA-Filter: "Dieser plissierte Filter hält 85 Prozent aller in der Luft vorhandenen Partikel zurück. Das zertifiziert den Filter für die Feinfilterklasse F7 (DIN EN 779)", so Vorwerk.

Der entnommene Staubbehälter.
Vergrößern Der entnommene Staubbehälter.

Umständliche Firmware-Updates

Im Lieferumfang des Roboters ist ein USB-Adapterkabel enthalten, mit dem Sie die aus dem Internet heruntergeladenen und auf einen USB-Stick übertragenen Firmware-Updates auf dem Kobold installieren. Der Ablauf ist also folgendermaßen: Sie laden sich das Firmware-Update auf Ihren PC herunter, kopieren den Ordner auf einen USB-Stick, verbinden diesen über das Adapterkabel mit dem Kobold und starten dann auf dessen Display das Update.

Diese Vorgehensweise ist umständlich und nicht mehr zeitgemäß; beim Roomba 980 beispielsweise rutschen die Firmware-Updates via WLAN und Over-the-Air automatisch während der Nacht auf den Roboter.

Hindernisse schiebt VR200 vor sich her.
Vergrößern Hindernisse schiebt VR200 vor sich her.

Stromverbrauch beim Aufladen

Beim Aufladen mit leerem Akku zieht der VR200 rund 45 bis 47 Watt. Der Haltestrom bei vollem Akku beträgt rund 0,4 Watt. Hängt die Ladestation ohne Roboter an der Steckdose, dann beträgt deren Leistungsaufnahme 0,3 Watt.

Der VR 200 findet absolut zuverlässig nach getaner Arbeit selbstständig zu seiner Ladestation zurück. Selbst in unserem etwas verwinkelten Wohnzimmer.

Stand VR200 vollaufgeladen da, ohne dass er an die Ladestation angeschlossen war, dann war sein Akku zu Beginn des Tests bereits nach zwei Tagen Müßiggang leer und der Roboter konnte nicht mehr starten. Vorwerk empfiehlt deshalb die Ladestation dauerhaft am Stromnetz zu lassen, damit der VR200 beim Start über eine nahezu vollständige Akkuleistung verfügt. Ist das Gerät unbenutzt und dauerhaft vom Strom getrennt, soll die Akkulaufzeit laut Vorwerk rund zwei bis drei Tage betragen.

Der Akku hat sich mittlerweile aber konsolidiert, er hält nun länger seine Ladung. Selbst nach einer Woche Standzeit, während der er nicht am Stromnetz hing, kann der Kobold noch kurz lossaugen.

Der eingesetzte Staubbehälter.
Vergrößern Der eingesetzte Staubbehälter.

Preis und Bezugsquellen

Vorwerk verkauft den Kobold VR200 für 749 Euro. Im Lieferumfang sind eine gedruckte Kurzanleitung und eine ausführliche Anleitung enthalten. Sie können den Staubsaugroboter online, bei einem Vorwerk-Kundenberater oder in einem Vorwerkshop kaufen.

Zubehör können Sie ebenfalls im Online-Shop von Vorwerk kaufen. Zum Beispiel einen weiteren Begrenzungsstreifen für 15 Euro oder die rotierende Seitenbürste für 5 Euro. Die beiden Rundbürsten kosten zusammen 15 Euro. Laut Vorwerk kann grundsätzlich der Besitzer den Akku des Kobolds selbst tauschen, Vorwerk empfiehlt jedoch den Austausch durch den Vorwerk Service vornehmen zu lassen. Die Kosten dafür liegen im Rahmen der Gewährleistung bei 99 Euro, wie Vorwerk erläutert.  

Das Display auf dem Kobold zeigt unter anderem den Ladestand des Akkus.
Vergrößern Das Display auf dem Kobold zeigt unter anderem den Ladestand des Akkus.

Fazit

Der Kobold VR200 bietet annähernd die gleichen Funktionen wie der iRobot Roomba 980 für knapp 1000 Euro und reinigt genauso gut wie dieser, kostet aber rund 250 Euro (UVP) weniger. Selbst wenn man den etwas günstigeren Roomba 960 für knapp unter 900 Euro heranzieht ist der VR200 immer noch deutlich preiswerter bei annähernd gleicher Leistung.

Außerdem kann der Kobold etwas höhere Hindernisse als das Topmodell von iRobot überwinden. Gut gefällt uns zudem, dass der Kobold immer mit gleichbleibender Lautstärke reinigt, wohingegen der Roomba 980 vom leiseren Normalmodus immer in den deutlich lauteren Staubsaugermodus wechselt, wenn er einen Teppich reinigen soll. Dieser Lärmwechsel stört schon etwas.

Insofern erscheint uns der Kobold VR200 im direkten Vergleich mit dem Roomba 980 als der bessere Staubsaugroboter. Er bietet einfach das bessere Preisleistungsverhältnis.

Links Roomba 620 von iRobot, rechts Kobold VR200 von Vorwerk.
Vergrößern Links Roomba 620 von iRobot, rechts Kobold VR200 von Vorwerk.

Apropos „smart“: Wer auf die App-Bedienung verzichten kann, kann den VR 200 problemlos auch ohne WLAN-Anbindung verwenden. Im Alltag funktioniert der Kobold VR200 von Vorwerk auch ohne WLAN bestens und überzeugt durch seine Steigfähigkeit und Robustheit.

Legt der Kunde dagegen generell nur Wert auf die reine Saug- und Reinigungsleistung, dann bleibt nach wie vor der deutlich preiswertere Roomba 620 unser Tipp. Der Roomba 620 lässt sich zwar nicht per App bedienen und bietet auch keinen Fernzugriff. Und er ist zugegebenermaßen recht laut, vor allem, weil er meist schwungvoll gegen Hindernisse poltert. Aber er reinigt vorbildlich gründlich.
Sie bekommen diesen robusten Roboter gebraucht für rund 240 Euro. Beziehungsweise seinen Nachfolger Roomba 615 für rund 300 Euro.

Vorteile von Kobold VR200:
* Kletterfähigkeit bis zwei Zentimeter
* relativ leise
* schnelle Reinigung
* solides Reinigungsergebnis
* Gute App, zuverlässiger Fernzugriff
* Zuverlässiger Timer

Nachteile
* Magnetband stoppt Kobold nicht immer bzw. lässt sich leicht verschieben
* Steuerung per Fernbedienung geht langsam
* Akku entleert sich rasch auch bei Nichtbenutzung
* Leichte Schwächen auf dickem Teppich, besonders im Eco-Modus
* Umständliche Firmware-Updates








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