2315928

Vor 25 Jahren wurde die erste SMS verschickt

04.12.2017 | 11:30 Uhr |

Die SMS feiert ihren 25. Geburtstag. Doch der Short Message Service hat seine besten Zeiten hinter sich.

Am 3. Dezember vor 25 Jahren (also 1992) verschickte in Großbritannien der Ingenieur Neil Papworth die erste Kurzmitteilung des Short Message Service. Diese erste SMS ging von einem Computer an ein Handy von Vodafone. Mit seinem Text war Papworth etwas früh dran: „Merry Christmas“ stand in der SMS.

Der ursprüngliche Zweck des Short Message Service bestand darin, dass Mobilfunkbetreiber ihre Kunden über Störungen bei der Telefonie informierten konnten. Doch ab 1994 wurden die nur 160 Zeichen langen SMS rasch beliebter. Von da an war der Siegeszug der Kurznachrichten nicht mehr zu stoppen, immer mehr Menschen simsten anstatt zu telefonieren. Die Mobilfunkprovider verdienten sich mit dem vielen Milliarden Kurznachrichten eine goldene Nase.

Aufstieg und Niedergang der SMS.
Vergrößern Aufstieg und Niedergang der SMS.
© Bitkom

2012 erreichte die SMS ihren Höhepunkt: Laut dem Branchenverband Bitkom wurden im Rekordjahr 2012 59,8 Milliarden Kurzmitteilungen verschickt. Der Boom der Kurzmitteilungen hält bis heute an, immer mehr Nachrichten verschicken die Menschen, die mittlerweile eher Smartphones anstelle von Handys benutzen. Nur sind die meisten heute verschickten Kurznachrichten eben keine SMS mehr, sondern Whatsapp, iMessage oder Facebook-Messenger-Nachrichten – diese gehen über die Datenverbindungen der Smartphones. Die klassische SMS dagegen wird über das GSM-Netz verschickt.

Für die Mobilfunkprovider bedeutet das: Die einstigen Milliardeneinnahmen aus dem SMS-Geschäft sind massiv geschrumpft: 2016 gingen noch 12,7 Milliarden SMS durch die Leitungen. Trotzdem verschicken 58 Prozent der Mobiltelefonbesitzer immer noch SMS, WhatsApp und Konsorten werden von 62 Prozent genutzt. Laut Bitkom spielt das Alter eines Nutzers eine entscheidende Rolle bei der Frage ob SMS oder Messenger: Ältere Nutzer verschicken eher SMS, jüngere eher Messenger-Nachrichten.

Die SMS-Funktion wird zudem auch bei Authentifizierungsverfahren, etwa beim Online-Banking, genutzt. SMS findet im professionellen Umfeld immer noch häufig Verwendung, wie die Bitkom schreibt: Der Versand von Bordkarten für den Check-in am Flughafen-Gate, die Benachrichtigung über Zugverspätungen oder der Parkscheinkauf können über SMS laufen.

Der SMS-Standard hat den Vorteil, dass er auf jedem Handy funktioniert, keinen speziellen Messenger voraussetzt und keine Internetverbindung oder gesonderte Anmeldung erfordert.

Auch bei Mails und SMS gelten Regeln



0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2315928