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Volvos autonome Autos haben Probleme mit Kängurus

04.07.2017 | 16:09 Uhr |

Die selbstfahrenden Testautos von Volvo haben Probleme Kängurus zu erkennen.

Die Kängurus auf den Teststrecken in Australien bringen die selbstfahrenden Autos von Volvo durcheinander. Wie David Picket, Technik-Manager von Volvo Australien, im Interview mit ABC Australia erklärt, hat das System Probleme, die Entfernung zu den Säugetieren richtig einzuschätzen. Vollführt das Känguru gerade einen Sprung, erscheint es für die Sensoren in den autonomen Autos weiter entfernt, landet es gerade, wird die Entfernung kürzer eingeschätzt.

Die Sensoren an den Testfahrzeugen von Volvo nutzen den Boden als Referenzpunkt, um die Entfernung zu Hindernissen einzuschätzen. Die Sprungbewegungen von Kängurus bringen dieses System jedoch durcheinander. Laut einem Bericht der Versicherung AAMI aus dem Jahr 2016 sind Kängurus in Australien die häufigste Unfallursache bei Wildunfällen. Neun von zehn Kollisionen werden von Kängurus verursacht. Volvo nimmt die Probleme als Ansporn, seine Sensortechnik zu verbessern. Mit anderen Tieren wie etwa Elchen hatte das System in den bisherigen Tests keine Probleme.

Die korrekte Erkennung von beweglichen Hindernissen ist nur eine von vielen Herausforderungen bei der Entwicklung von autonomen Autos. Ubers Testfahrzeuge haben beispielsweise Probleme mit Radwegen, während Google-Testfahrzeuge ihre Schwierigkeiten mit Bussen an Bushaltestellen haben.

Aktuell laufen zudem viele Testprogramme mit autonomen Autos. New York akzeptiert derzeit beispielsweise Bewerbungen für Testfahrten. In Boston soll in den nächsten Monaten ein Testlauf von Lyft und dem Startup NuTonomy beginnen. Volvo kooperiert für seine selbstfahrenden Autos mit Autoliv und Chiphersteller Nvidia. 2021 sollen es die autonomen Fahrzeuge zur Marktreife schaffen.  

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