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Voice over IP: Festnetznummer zum Anrufen auch ohne Festnetz

14.02.2019 | 09:16 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Ein Festnetzanschluss bietet nach wie vor den Vorteil einer persönlichen Festnetznummer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich auch ohne Festnetzanschluss einen sogenannten nomadischen Telefonanschluss einrichten.

Noch verfügt in Deutschland – im Gegensatz zu den USA – der bei Weitem größte Teil der Haushalte über ein Festnetztelefon: Hierzulande sind es rund 90 Prozent, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Doch dieser Anteil geht kontinuierlich zurück und die Entwicklung könnte sich sogar noch beschleunigen, weil seit letztem Jahr auch in Deutschland Mobilfunktarife ohne Datenlimitierung für die Internetbenutzung angeboten werden. Wer ohnehin mit hoher Datenrate unbegrenzt über die Mobilfunkverbindung surfen, streamen und herunterladen kann, der stellt sich deshalb zu Recht die Frage, weshalb man jeden Monat noch zusätzliche 30 oder 40 Euro für einen Festnetzanschluss ausgeben sollte.

Doch jenseits der individuellen Entscheidung punktet der Festnetzanschluss mit einem Plus für Freunde sowie Verwandte: nämlich einer Festnetznummer. Denn besonders manche ältere Menschen haben immer noch Vorbehalte, vermeintlich teure Mobilfunknummern anzurufen. Dieses Problem lässt sich ganz leicht lösen, indem sich Personen ohne Festnetzanschluss einen sogenannten nomadischen Telefonanschluss einrichten. Unter diesem Begriff versteht man eine Festnetznummer, die – wie mittlerweile ohnehin üblich – die VoIP-Technik (Voice over IP, also über das Internet) nutzt. Solche nomadischen Anschlüsse sind nach außen hin nicht von herkömmlichen zu unterscheiden, vor allem verfügen sie über die übliche Ortsvorwahl: also 030 für Berlin, 040 für Hamburg und so weiter. Gleichzeitig sind diese Nummern damit von einem Festnetztelefon in der Regel günstiger zu erreichen als eine Mobilfunknummer. In der üblichen Doppel-Flatrate entstehen für den Anrufer keine zusätzlichen Kosten. Viele Provider solcher nomadischen Rufnummern bieten eine kostenlose Basisvariante ohne Grundgebühr und stellen darüber eine Festnetznummer zur Verfügung. Als Anschlussinhaber bezahlt man also nur, wenn man über die Leitung selbst anruft (was man nicht muss). Für Freunde und Verwandte bleibt man hingegen „wie früher“ im Festnetz erreichbar.

Ein nomadischer Anschluss bietet eine Festnetznummer auch ohne Festnetz, telefonieren kann man per Mobil-App.
Vergrößern Ein nomadischer Anschluss bietet eine Festnetznummer auch ohne Festnetz, telefonieren kann man per Mobil-App.

Solche Telefonnummern bieten unter anderem Bellsip , Easybell , Sipgate , Sipload sowie Vortel . Als Smartphone-App zum Telefonieren eignen sich die Provider-Apps oder Zoiper (Android und iOS) und CSip Simple (nur Android).

Tipp: Voice-over-IP auf allen Endgeräten nutzen

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