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Vodafone sperrt Zugriffe auf Kinox.to

12.02.2018 | 14:55 Uhr |

Vodafone-Nutzer dürfen nicht mehr auf die Seite Kinox.to zugreifen. Grund ist eine Sperre durch den Provider.

Die Kunden von Vodafone werden seit Kurzem daran gehindert, auf die Streaming-Website Kinox.to zuzugreifen. Statt auf die Website werden alle Anfragen auf die Vodafone-Seite vodafone.de/webblock.html umgeleitet. "Dieses Portal ist aufgrund eines urheberrechtlichen Anspruchs vorläufig nicht verfügbar", heißt es auf der Vodafone-Seite. Die Sperre erfolgt laut Berichten diverser Twitter-Nutzer seit dem 9. Februar. Dabei kommt offenbar ein einfaches DNS-Blocking zum Einsatz, welches sich durch den Einsatz alternativer DNS-Server laut den Twitter-Nutzern umgehen lässt.

Einem weiteren Tweet mit einem Vodafone-Statement zufolge, erfolgt die Sperre nicht freiwillig durch Vodafone, sondern aufgrund einer einstweilligen Verfügung, die von Constantin Film am 1. Februar 2018 vor dem Landgericht München erwirkt wurde. In dieser einstweiligen Verfügung wird Vodafone dazu aufgefordert, "die Angebote des Portals kinox für seine Internetkunden der Vodafone Kabelsparte zu sperren." Und weiter heißt es: "Es geht um urheberrechtliche Ansprüche der Constantin Film, die durch Dritte verletzt worden sind. Da es sich um ein noch laufendes Verfahren handelt, gibt Vodafone dazu keine Stellungnahme ab."

Ermittlern meldeten im September 2017, dass es ihnen gelungen sei, zwei mutmaßliche Hauptbetreiber von Kinox.to nach jahrelanger Flucht zu fassen. Den beiden Brüdern wird die Gründung und Führung einer "kriminellen Vereinigung" vorgeworfen. Dabei geht es um das Betreiben des Portals Kinox.to und unter anderem der Filehoster freakshare.com und bitshare.com. Außerdem sollen die Brüder seit 2009 auch mehrere Straftaten begangen haben. Ihnen werden neben gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzung auch räuberische Erpressung, Nötigung, Brandstiftung und Steuerhinterziehung zur Last gelegt.

Seitdem war es eigentlich ruhig um das illegale Streaming-Portal Kinox.to geworden. Die aktuelle Berichterstattung dürfte wieder für Aufmerksamkeit sorgen, womit Constantin Film eigentlich hätte rechnen müssen.

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