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Virtuelle Navigation: Google Maps mit Cardboard erkunden

05.05.2017 | 10:12 Uhr |

Google Cardboard ist die optimale VR-Plattform für Einsteiger, da sie günstig und einfach einzusetzen ist. Sie können damit aber nicht nur Spiele dreidimensional darstellen. Auch zur virtuellen Navigation eignet sich Google Cardboard.

Für nur 20 Euro in virtuelle Welten eintauchen? Mit „ Google Cardboard “ oder den verschiedenen Drittanbieter-Bausätzen, die es bereits ab 6 Euro gibt, ist dies kein Problem. Doch können Sie damit nicht nur virtuelle Museumsbesuche absolvieren oder in VR-Spiele abtauchen. Auch zur Navigation lässt sich die Brille einsetzen. So haben Sie damit beispielsweise die Möglichkeit, ein potenzielles Urlaubsziel vorab zu inspizieren.

Tipp: Die besten VR-Apps für Cardboard

Cardboard-App als Start

Der erste Schritt in die virtuelle Realität führt über die Cardboard-App. Haben Sie diese aus dem Play Store installiert, müssen Sie die VR-Brille per QR-Code damit koppeln. Sie finden den Code bei der Brille, auf der Hersteller-Website oder im Internet . Beachten Sie jedoch, dass Sie vermutlich mehrere Codes ausprobieren müssen, bis einer passt. Zum Wechseln tippen Sie in der Cardboard-App auf die drei Punkte rechts oben und wählen „Gerät wechseln: <Name des aktuellen Modells>“.

Haben Sie die VR-Brille aufgesetzt, positionieren Sie den im Sichtfeld eingeblendeten Punkt in die gewünschte Startfläche und drücken die Taste an der Brille. Bei manchen Apps reicht es, den Punkt längere Zeit auf der Schaltfläche zu lassen.

„Google Earth“ ermöglicht eine virtuelle Reise rund um den Erdball. Die Bildqualität lässt jedoch vor allem im Detail etwas zu „Google Earth“ ermöglicht eine virtuelle Reise rund um den Erdball. Die Bildqualität lässt jedoch vor allem im Detail etwas zu wünschen übrig.wünschen übrig.
Vergrößern „Google Earth“ ermöglicht eine virtuelle Reise rund um den Erdball. Die Bildqualität lässt jedoch vor allem im Detail etwas zu „Google Earth“ ermöglicht eine virtuelle Reise rund um den Erdball. Die Bildqualität lässt jedoch vor allem im Detail etwas zu wünschen übrig.wünschen übrig.

Virtuelle Spaziergänge

In den Cardboard-Demos finden Sie einen Zugang zu „Google Earth“. Führen Sie den eingeblendeten Navigationspunkt auf das „Earth“-Symbol, und drücken Sie den Eingabeknopf auf der Brille zum Starten der App. Mit einem erneuten Drücken zoomen Sie in eine Ansicht; zum Herauszoomen schauen Sie mit der Brille nach oben, bis der Schriftzug „Fly to Space“ erscheint, und drücken dann die Taste. Sie gelangen daraufhin zu einer Ansicht der Weltkugel mit den Zielen Bryce Canyon, Marseille, Zermatt und Chicago. Blicken Sie in die Richtung, in die Sie gehen möchten, und bestätigen Sie mit der Taste. Auf diese Weise können Sie zu jedem gewünschten Ort navigieren.

Mit der App „Mammut Mammut #project360“ besteigen Sie virtuelle Berge und können dabei die Aussicht genießen.
Vergrößern Mit der App „Mammut Mammut #project360“ besteigen Sie virtuelle Berge und können dabei die Aussicht genießen.

Auch die Google-Maps-Erweiterung „Streetview“ bietet einen Cardboard-Modus. Allerdings können Sie darin nicht – wie in der Webversion – direkt per Klick navigieren, sondern „nur“ 360-Grad-Bilder eines Orts ansehen. Die Vorauswahl treffen Sie am Smartphone: Starten Sie Streetview, und suchen Sie nach dem gewünschten Ziel. Sie erkennen verfügbare Streetview-Daten daran, dass ein orangefarbenes Männchen angezeigt wird. Alternativ können Sie sich die 360-Grad-Fotos anderer Nutzer ansehen. Im unteren Teil des Displays erscheinen alle Inhalte zu Ihrem gesuchten Ort. Für die VR-Ansicht tippen Sie in Ihrer Auswahl auf das Cardboard-Symbol oben rechts und befestigen das Smartphone anschließend in der Brille.

Sehenswürdigkeiten in aller Welt

Auch wer gerne Städtetouren macht, kann sich mit Hilfe einer VR-Brille vorab einen Eindruck von seinem Reiseziel verschaffen. In der Cardboard-App finden Sie beispielsweise einen Menüpunkt „Reiseführer“, der Sie zu einem kurzen Ausflug ins Schloss Versailles entführt. Mit der App „Paris VR“ können Sie Ihren virtuellen Hauptstadturlaub jedoch noch etwas erweitern: Die App mit eingeschränkter Navigationsmöglichkeit führt Sie an die Spitze des Eiffelturms, zum Louvre und natürlich auch zu Notre Dame. Zum „Weitergehen“ setzen Sie den Navigationspunkt auf den eingeblendeten Pfeil.

Reisen zum Mars sind derzeit zwar noch nicht möglich. Mit der App „VR Mars“ bekommen Sie aber schon einen ersten Vorgeschmack.
Vergrößern Reisen zum Mars sind derzeit zwar noch nicht möglich. Mit der App „VR Mars“ bekommen Sie aber schon einen ersten Vorgeschmack.

Wer lieber Großbritanniens Hauptstadt besuchen möchte, der findet mit „London VR 360“ und „London VR“ gleich zwei Reisemöglichkeiten, um unter anderem die Tower Bridge, das London Eye und den Buckingham Palace zu sehen.

Asien-Fans können sich mit „Tokyo VR“ die japanische Hauptstadt ansehen und dabei 26 Orte besuchen. Virtuellen USA-Urlaubern steht mit „Vegas VR“ ein Ausflug ins Spielerparadies zur Verfügung, wobei die Reiseziele nach Kategorien wie „Entertainment“ und „Food & Drinks“ unterteilt sind. „New York VR“ verführt Sie in den Big Apple, auch hier können Sie zu besonderen Sehenswürdigkeiten wie dem Times Square oder der Brooklyn Bridge reisen.

360°-Kameras: So filmen sie eigenen Aufnahmen

Gegen Fernweh hilft die App „Caribbean VR Google Cardboard“, die Sie zu den Sandstränden von St. Barts und anderen exotischen Inseln bringt. Eine Tour der Moschee Al-haram unternehmen Sie mit der gleichnamigen App, die Sie zudem mit Hintergrundinfos versorgt. Weitere Sehenswürdigkeiten aus aller Welt wie das Schloss Neuschwanstein, den Topkapi-Palast in Istanbul, das Atomium in Brüssel, die Pyramiden in Kairo oder Disneyland Paris bringt Ihnen „Sites VR näher“. Auch eine VR-Ansicht der Milchstraße und des Monds hat die App für Sie parat.

In „Google Streetview“ können Sie mit einer VR-Brille direkt in einen Ort eintauchen. Dabei stellt die App Streetview- Daten, aber auch Nutzerfotos dar.
Vergrößern In „Google Streetview“ können Sie mit einer VR-Brille direkt in einen Ort eintauchen. Dabei stellt die App Streetview- Daten, aber auch Nutzerfotos dar.

Bergtouren und Marserkundungen

Ihnen sind Städtetouren zu langweilig? Dann planen Sie Ihre nächste Bergexpedition mit der App „Mammut #project360“. Darin stehen Ihnen zehn Berge zur Auswahl, beispielsweise das Matterhorn, der Eiger oder der Mont Blanc. In der VR-Tour klettern Sie mit Begleitern zum Gipfel und können pro Phase so lange verweilen, wie Sie möchten. Um weiterzuklettern setzen Sie den Navigationspunkt auf den Richtungspfeil.

„VR Sites“ bietet Ihnen unter anderem verschiedene Ansichten aus der syrischen Stadt Aleppo.
Vergrößern „VR Sites“ bietet Ihnen unter anderem verschiedene Ansichten aus der syrischen Stadt Aleppo.

Wem ein Fünftausender nicht hoch genug ist, der kann mit „VR Mars“ einen Trip zum Mars unternehmen. Im Storymodus sind Sie mit Ihrem Raumschiff auf dem roten Planeten gestrandet und müssen nun diverse Geräte finden, reparieren und – ganz ohne Kartoffelplantage! – wieder nach Hause kommen.

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