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Virtual Reality: Das ist neu im Windows Fall Creators Update

23.10.2017 | 14:46 Uhr | Panagiotis Kolokythas,

Im Windows 10 Fall Creators Update finden sich mehrere Apps, die sich um Mixed Reality (MR), Virtual Reality (VR) und 3D drehen. Wir geben einen Überblick und informieren, was sich in Sachen VR-Zubehör tut.

Microsoft setzt bei den Weiterentwicklungen von Windows 10 seit dem Creators Update offensichtlich auf „Mixed Reality“ – also die Kombination aus Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR). Dabei werden Umgebungen oder Systeme zusammengefasst, die die natürliche Wahrnehmung eines Nutzers mit einer künstlichen (computererzeugten) Wahrnehmung vermischen.

Allerdings nähern sich Mixed Reality und Augmented Reality immer weiter am – die Übergänge sind derart fließend, dass inzwischen selbst Experten außerstande sind, klaren Trennlinien zu ziehen. Oft werden beide Begriffe als Synonyme verwendet.

Die Technik hinter Mixed Reality und Augmented Reality lässt sich recht einfach beschreiben: Der Nutzer betrachtet seine reale Umgebung mithilfe eines VR-Headsets (siehe rechte Seite). Über ein verbundenes Gerät wie PC, Smartphone, Tablet oder Spielekonsole werden per Computergrafik Objekte in Echtzeit in das Bild eingefügt. Für den Nutzer entsteht der räumliche Eindruck, als seien die Bilder in der Realität ebenfalls vorhanden. Anwendungsbeispiele gibt es zuhauf: Unterwegs werden etwa bei der Navigation auf dem Smartphone echte Straßen und Gebäude eingeblendet. Beim Kauf einer neuen Küche wird die virtuell in den Grundriss montiert und man kann sich darin frei bewegen. Oder man kann schon im Voraus sehen, wie sich etwa das neue Sofa im Wohnzimmer machen würde.

Tipp: Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen im Überblick

Im Angebot sind zahlreiche VR-Brillen für Windows Mixed Reality

Kürzlich stellten auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) gleich mehrere Hardware-Hersteller Headsets unter der Bezeichnung „Windows Mixed Reality“ vor. Tatsächlich aber handelt es sich hier um reine VR-Headsets, also um Virtual Reality. Denn sie blenden ähnlich wie Google bei Cardboard und Daydream die reelle Umgebung aus.

Ungeachtet der Bezeichnung haben es die neuen Brillen von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo in sich, weil sie anders als die VR-Modelle von HTC, Oculus und Sony keine externen Tracker oder Kameras benötigen. Für die Orientierung im Raum reichen die eingebauten Tracking-Kameras in Verbindung mit Magnetometer, Gyroskop und Beschleunigungssensor vollkommen aus. Außerdem kann man mit den Headsets nach dem Anschließen des HDMI- und USB-Kabels an ein Notebook oder einen Desktop-PC sofort loslegen.

Darüber hinaus sind die Brillen zu Preisen zwischen 300 und 450 Euro (ohne beziehungsweise mit Controller) günstiger als die bisherige Konkurrenz. Und drittens sind die Hardware-Anforderungen an den Steuer-PC deutlich geringer. Verfügt der Computer über eine separate Grafikkarte, genügt eine Intel Core i5-CPU der vierten Generation. Mit integrierter Grafik muss es die siebte Generation sein, jeweils mit mindestens acht GByte RAM. Die App „ Windows Mixed Reality PC Check “ prüft konkret, ob Ihr Rechner genügt und ob Sie Mixed Reality in Standard oder Ultra erleben können. Denn dafür werden unterschiedliche Komponenten vorausgesetzt. Für das Standard-VR-Erlebnis sollen ein Intel Core i5 (siebte Generation) mit Hyper-Threading-Technologie, 8 GByte DDR3 RAM sowie mindestens eine Grafikkarte mit Intel HD Graphics 620 und DirectX-12-Unterstützung genügen. Für Mixed Reality Ultra sind mindestens ein Intel Core i5 der vierten Generation mit vier oder mehr Kernen oder ein vergleichbarer AMD-Prozessor ab FX-4350 4,2 GHz notwendig. Als Grafikkarte wird von Microsoft mindestens eine Nvidia GTX 965N oder eine AMD RX 460 empfohlen. Außerdem muss der PC eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle für die Ansteuerung der Controller besitzen.

Die Themen in Tech-up Weekly #102: +++ Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt +++ Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen +++ Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? +++ Quick-News der Woche +++ Kommentar der Woche +++ Fail der Woche: Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf

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► Oculus Go: Günstige, autonome VR-Brille vorgestellt: (0:28):
www.pcwelt.de/2305137

► Windows 10 Fall Creators Update - alle Neuerungen (2:11):
www.pcwelt.de/2264171
► Windows 10 Herbst-Update per Trick früher zum Download:
www.pcwelt.de/2305098

► Kommt die GeForce GTX 1070 Ti Ende Oktober? (5:19 ):
www.pcwelt.de/2304964

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Quick-News (6:38):

► Pornhub-Nutzer von Malware-Angriff betroffen:
www.pcwelt.de/2304947

► Oneplus-Smartphones übertragen heimlich Nutzerdaten:
www.pcwelt.de/2304891

► Bundesnetzagentur warnt vor Ping-Anrufen:
www.pcwelt.de/2304284

► Färöer Inseln starten Google-Translate-Konkurrenten:
www.pcwelt.de/2304123

► Studie: 90 Prozent der Deutschen sind online:
www.pcwelt.de/2304949

► RIP AIM: AOL Instant Messenger stirbt am 15.12.2017:
www.pcwelt.de/2304197

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Kommentar der Woche (8:25)

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Fail der Woche (9:27):

► Google Home Mini zeichnet ungewollt alles auf:
www.pcwelt.de/2304795


3D-View für Mixed-Reality-Inhalte

Die VR-Brille Visor von Dell ist praktisch baugleich zu den Modellen von Acer, Asus, HP und Lenovo.
Vergrößern Die VR-Brille Visor von Dell ist praktisch baugleich zu den Modellen von Acer, Asus, HP und Lenovo.

Schon mit dem Windows 10 Creators Update kam die 3D-Unterstützung. Neben Paint 3D gibt es den 3D-Viewer und das in der Rubrik „Windows-Zubehör“ untergebrachte Tool 3D-Builder. Der 3D-Viewer ist ein einfach gehaltener Bildbetrachter, der vier gängige Dateitypen unterstützt: 3MF, FBX, OBJ und STL. Die beiden erstgenannten Formate stehen übrigens auch beim Speichern in Paint 3D zur Auswahl, OBJ und STL werden von vielen 3D-Programmen unterstützt. Interessant ist, dass Sie direkt aus der Anwendung heraus auf das Microsoft-eigene Portal Remix3D.com zugreifen und von anderen Nutzern mit Paint 3D gestaltete 3D-Objekte herunterladen können. Darüber hinaus können Sie im 3D-Viewer geöffnete Elemente über die jeweiligen Menübefehle direkt an Paint 3D sowie 3D-Builder übergeben.

Der 3D-Builder deckt gleich zwei Funktionen ab. Zum einen lassen sich damit dreidimensionale Objekte ausdrucken – sofern das entsprechende Equipment zur Verfügung steht. Alternativ dazu können Sie den Druckauftrag aber extern vergeben. Nach einem Klick auf „Online bestellen“, bestätigen Sie den Hinweis mit „Weiter“ und landen auf der Homepage von i.materialise.de. Hier können sie das gewünschte Material auswählen, Farbe und Veredelung festlegen, die Größe angeben und den 3D-Druck in Auftrag geben. Darüber hinaus ist 3D-Builder in der Lage, mit der im Gerät integrierten Kamera erfasste 2D-Motive in dreidimensionale Objekte umzuwandeln. Das funktioniert in der Praxis aber nur unter optimalen Bedingungen reibungslos. Mehrfarbige Hintergründe, schwierige Lichtverhältnisse und ganz besonders Reflexionen sorgen dafür, dass die 3D-Versionen unter anderem extreme Verwerfungen sowie tiefe Risse aufweisen, und somit unbrauchbar sind.

Neue App: Windows Story Remix

Mit Windows Story Remix erhält Windows 10 mit dem Fall Creators Update eine neue App, die künstliche Intelligenz (KI) und Deep Learning nutzt, um Fotos und Videos aus unterschiedlichen Plattformen zu organisieren und zu einer Geschichte zusammenzufügen. Die Kreationen lassen sich mit diversen Elementen unterlegen und mit 3D-Objekten ergänzen. Zudem wird die Stifteingabe via Windows Ink unterstützt.

Die neue App Windows Story Remix nutzt Deep Learning und eine Künstliche Intelligenz (KI).
Vergrößern Die neue App Windows Story Remix nutzt Deep Learning und eine Künstliche Intelligenz (KI).

Künstliche Intelligenz und Deep Learning nutzt Story Remix, um beispielsweise sämtliche Inhalte eines Anwenders automatisch zu taggen. So kann man nach abgebildeten oder gefilmten Personen, Orten oder Gegenständen suchen, um die Ergebnisse dann in seinem Projekt zu verwenden. Insbesondere soll Windows Story Remix neue Möglichkeiten bieten, um Geschichten auch für Mixed-Reality-Umgebungen zu gestalten.

Team Hölle hat auf der Gamescom 2017 den Stand unseres Kooperationspartners Samsung gerockt! Erst per virtueller, bewegter Achterbahnfahrt, dann im Racing-Seat mit DREI der neuesten Samsung-Monitore CHG70 (Curved! 1ms! HDR! QLED/Quantum Dots!), dann auf dem breitesten Gaming-Monitor der Welt (32:9! 49 Zoll! 3840 x 1080!), dem CHG90. Als krönenden Abschluss lieferten sich die beiden ein Battle im SSD-Einbauen. Und zwischendurch enthüllt Michi noch eine neue Komponente für das Zubehör-Paket der Höllenmaschine 8: Die schnellste, portable SSD der Welt, die Samsung T5 mit USB 3.1 Gen 2!

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