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Videospiele als Schutz vor Demenz?

12.12.2017 | 16:21 Uhr |

Das Erkunden von 3D-Welten kann nach Ansicht einer kanadischen Forschergruppe Demenzerkrankungen verlangsamen.

Kanadische Forscher sind in einer Studie mit 33 Teilnehmern zu dem Ergebnis gekommen, dass bestimmte Videospiele einen Beitrag zum Schutz vor Demenzerkrankungen leisten können. Als Forschungsgegenstand diente das betagte 3D-Hüpfspiel Super Mario 64. Menschen zwischen 55 und 75 Jahren reagierten auf das Spiel mit einer Zunahme der Grauen Substanz im Gehirn. Ein Rückgang dieser Gehirnbereiche kann zu Krankheiten wie Demenz führen.

Als Kontrollgruppe dienten ältere Menschen, die regelmäßig Klavier üben mussten. Eine dritte Gruppe erhielt keine Aufgabe von den Forschern. Neben einer Zunahme der Grauen Substanz bemerkten die Wissenschaftler bei den Super-Mario-Spielern auch eine Verbesserung des Kurzzeitgedächtnisses. Spiele hätten ein großes Potenzial, um den Hippocampus zu aktivieren. Die Forscher empfehlen die Entwicklung von Spielen speziell für ältere Menschen, denn bei einigen Probanden sei schnell Frustration aufgetreten. Hierfür könnte aber auch eine negative Grundeinstellung zu Videospielen bei älteren Menschen verantwortlich sein. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob die Effekte anhalten und eine Demenz tatsächlich verlangsamen oder aufhalten können.

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