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Verbraucherzentrale bietet Musterbriefe gegen Inkassoforderungen

28.11.2018 | 11:00 Uhr |

Unseriöse Anbieter lassen nach Angabe der Verbraucherzentrale NRW nichts unversucht, um Internetbenutzer zu Zahlungen zu bewegen. Häufig schalten sie dabei auch Inkassobüros oder sogar Anwaltskanzleien ein. Sie sollten unberechtigte Forderungen allerdings zurückweisen, raten die Verbraucherschützer, und zwar zunächst einmal mit einem schriftlichen Widerspruch.

Dazu stellt die Verbraucherzentrale zwei Musterbriefe zur Verfügung, in die Sie dann nur noch Ihre individuellen persönlichen Daten und den Adressaten einzutragen brauchen. Die erste Vorlage richtet sich an Erwachsene, die zweite an Eltern für den Fall, dass ihre minderjährigen Kinder online einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben sollten. Ist der Widerspruch sicher zugestellt – beispielsweise durch den Zustellbeleg des Einschreibens – könne man im Anschluss daran alle E-Mails und Briefe inklusive der darin enthaltenen Drohungen erst einmal ignorieren, stellen Verbraucherschützer klar. Auch wer bei einer solchen Forderung mit Mahnungen sowie mit Schreiben von Inkassobüros oder Rechtsanwälten überhäuft wird, sollte sich auf keinen Fall einschüchtern lassen. Reagieren müsse man erst, sobald ein Mahnbescheid vom Gericht zugestellt werde. Dann muss innerhalb von 14 Tagen der Geldforderung auf dem Widerspruchsformular, das dem Mahnbescheid beiliegt, offiziell widersprochen werden.

Wie soll man sich bei unberechtigten Forderungen durch Inkassobüros verhalten? Widerspruch einlegen, am einfachsten per Musterbrief der Verbraucherzentrale.
Vergrößern Wie soll man sich bei unberechtigten Forderungen durch Inkassobüros verhalten? Widerspruch einlegen, am einfachsten per Musterbrief der Verbraucherzentrale.

Anders sollte man reagieren, wenn man von einem seriösen Anbieter nach eigener Einschätzung falsche und überhöhte Rechnungen erhält. In diesem Fall sollten Sie den unstrittigen Teil fristgerecht bezahlen, während Sie den vermeintlich zu viel berechneten Betrag zurückhalten. Auch hier kommt man nicht umhin, dies dem Rechnungssteller am besten wieder schriftlich genau zu begründen und gegebenenfalls so gut wie möglich zu belegen.

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