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Verbraucherschützer gehen gegen Paypal-AGB vor

14.02.2018 | 17:10 Uhr |

Wer sich für den Online-Bezahldienst Paypal registriert, muss sich durch etwa 80 Seiten AGB wühlen.

Im Kleingedruckten der Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Paypal bleibt also genügend Raum, um Nutzern auch Bestimmungen unterzujubeln. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) will daher für mehr Transparenz bei den Paypal-AGB sorgen. Mit einem normalen Lesetempo würden Neukunden mindestens 80 Minuten für die komplette Lektüre benötigen. Am Smartphone wird dies durch den kleinen Bildschirm zusätzlich erschwert. Die Verbraucherschützer sehen darin eine spürbare Benachteiligung der Verbraucherinteressen. Als Reaktion soll Paypal bis Ende Februar eine Unterlassungserklärung unterschreiben, denn laut VZBV besteht hier ein klarer Wettbewerbsverstoß.

Mit einer wissenschaftlichen Software wurden die AGB von Paypal von den Verbraucherschützern zudem auf Verständlichkeit überprüft. Der längste Satz des 20.000 Wörter umfassenden Textes kommt demnach auf 111 Wörter. Dies könne als „formal unverständlich“ angesehen werden. Paypal wollte sich zur den Vorwürfen bislang nicht äußern. Man werde die Angelegenheit prüfen. Entlastend muss man Paypal aber zugute halten, dass es sich um eine eingetragene Bank handelt, hier sind deutlich mehr Bedingungen nötig als bei anderen Diensten. Das Bundesjustizministerium ist jedoch auch grundsätzlich der Ansicht, dass AGB verständlich ausfallen müssen. Bei Internetauftritten empfiehlt das Ministerium einseitige Dokumente.

Diese Gebühren werden bei der Paypal-Nutzung fällig

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