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USB-Hubs: So rüsten Sie fehlende Ports nach

02.12.2018 | 09:41 Uhr |

Reicht die Zahl der am Desktop-PC oder Notebook vorhandenen USB-Ports nicht aus, um alle externen Geräte zu verbinden, sorgt ein USB-Hub für zusätzliche Anschlüsse und manche Extras.

Aktuelle PCs besitzen am Frontblech und der Gehäuserückseite meist zwischen vier und acht USB-Anschlüsse, Notebooks sind oftmals nur mit zwei USB-Ports ausgestattet. Sollen gleichzeitig mehr externe USB-Geräte angeschlossen werden, müssen Sie entscheiden, welches bereits verbundene Gerät wieder entfernt wird. Alternativ erweitern Sie mit einem USB-Hub die Zahl der verfügbaren USB-Anschlüsse – ähnlich wie bei einem Mehrfachstecker für Strom.

USB-Hubs unterscheiden sich in der Anzahl der Ausgänge (Ports), an die Sie Ihre Geräte anschließen können. Üblich sind USB-Verteiler mit drei bis sieben Ports, es gibt auch Modelle mit bis zu 12 Anschlüssen. Entscheiden Sie sich am besten für einen Hub mit genügend Ports, sodass sie auch für künftige Geräte ausreichen.

Praktisch: Im Angebot sind auch USB-Hubs, die zusätzlich einen Cardreader für Speicherkarten integrieren.

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Passiver USB-Hub oder aktives Modell mit eigenem Netzteil

Einfache passive USB-Hubs (Bus-Powered) beziehen den Strom direkt vom USB-Anschluss des Host-Rechners, also Desktop-PC oder Notebook. Aktive USB-Hubs (Self-Powered) besitzen ein Netzteil für die Steckdose, über das sie die verbundenen Geräte mit Strom versorgen.

Aktive Hubs liefern den angedockten Geräten bis zu 500 Milliampere (USB 2.0) beziehungsweise 900 mA (USB 3.0). Bei passiven Hubs dürfen der Hub selbst und alle darüber verbundenen Geräte gemeinsam maximal 500, respektive 900 mA Strom beziehen. Für Mäuse, Tastaturen oder eine Kamera mit eigener Stromversorgung ist ein passiver Hub ausreichend, sollen jedoch mehrere stromhungrige externe Geräte wie USB-Festplatten ohne eigenes Netzteil angeschlossen werden, funktioniert ein passiver USB-Hub nicht.

Faustregel: Wenn Sie mehrere Geräte gleichzeitig mit Energie versorgen möchten, sollten Sie sich für einen aktiven Hub entscheiden. Es gibt auch hybride Self- und Bus-Powered-Hubs – der USB-Hub ist dann aktiv, wenn ein Netzteil an ihn angeschlossen ist, ansonsten arbeitet er passiv.

Aktive Hubs gibt’s ab 15 Euro. 3.0-Modelle kosten zwischen 25 und 50 Euro. Sie zeichnen sich meist durch ein robustes Gehäuse, Kontroll-LEDs sowie einzelne Ein-/Aus-Schalter für die Ports aus.

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Schnelle Datenübertragung nur bei Verteilern mit USB 3.0/3.1

USB-Hubs werden auch nach Ihrer Geschwindigkeit klassifiziert. Angeboten werden Verteiler mit USB 2.0 und Modelle mit USB 3.0/3.1. Letztgenannte sind Pflicht, wenn Sie entsprechende Geräte wie Festplatten oder USB-Sticks nutzen möchten. USB-3.0-Hubs sind abwärtskompatibel mit älteren Geräten. Zudem genießen Sie am USB-3.0-Hub den Vorteil des höheren Ladestroms beim Aufladen entsprechender Geräte wie Smartphones und Tablets. Einige USB-Hubs besitzen sogar spezielle Lade-Ports mit höherer Spannung.

Info: Den Monitor als USB-Hub nutzen

Neben den Anschlüssen wie Displayport, DVI, HDMI oder analogem VGA besitzen viele PC-Monitore auch USB-Schnittstellen. Diese sitzen meistens seitlich am Gehäuse und lassen sich für Tastaturen, Mäuse, USB-Sticks oder Webcams verwenden. Sie erweitern die Auswahl an USB-Schnittstellen und vereinfachen deren Bedienkomfort, da sie am Schreibtisch leicht erreichbar sind. Häufig sind die Anschlüsse ab Werk deaktiviert. Um sie nutzen zu können, schalten Sie diese über das Onscreen-Menü des Bildschirms ein. Die Funktion ist meist unter „Setup“ oder „Einrichtung“ zu finden. Unter „USB“ wechseln Sie etwa von „Off“ auf „On“. Nun sind die Anschlüsse aktiv geschaltet und Sie können die USB-Ports am Monitor für beliebige USB-Geräte verwenden. Windows erkennt angeschlossene Sticks oder externe Festplatten, als wären sie direkt in einen freien Port am PC eingesteckt.

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