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US-Regierung verbannt Kasperskys Antivirus-Software

13.07.2017 | 15:07 Uhr |

Kaspersky Labs gehört nicht mehr zu den zertifizierten Antivirus-Software-Entwicklern der US-Regierung.

Die General Services Administration der USA hat Kaspersky Labs von ihrer Liste der zertifizierten Software-Entwickler gestrichen . Die Behörde kümmert sich um Regierungsverträge und Kooperationen. Mit der Streichung von Kaspersky können US-Behörden und Regierungseinrichtungen nun keine Anti-Virensoftware vom russischen Hersteller mehr beziehen und einsetzen.

Mutmaßungen, denen zufolge Kaspersky Verbindungen zum Kreml und zum russischen Geheimdienst pflegt, wurden bereits vor Monaten laut. Besonders der US-Geheimdienst und die Strafverfolgungsbehörden hatten Zweifel daran geäußert, dass der Einsatz von Kaspersky-Software in der US-Verwaltung noch sicher sei.

Kaspersky Labs selbst weist diese Vorwürfe entschieden von sich. In einem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur AFP betonte das Unternehmen, dass Kaspersky Labs keine Kontakte zu Staatsregierungen pflege. Kaspersky habe zudem nie eine Regierung bei ihren Cyberspionage-Vorhaben unterstützt. Das werde man auch in Zukunft nicht tun. Kaspersky werde zu unrecht beschuldigt. Es gebe nicht einmal handfeste Beweise, die diese Mutmaßungen untermauern könnten. 

Dass an den Mutmaßungen doch etwas dran sein könnte, zeigt die Nachrichtenagentur Bloomberg, die am Dienstag mutmaßliche E-Mail-Kommunikation zwischen Kaspersky und dem russischen Geheimdienst FSB veröffentlichte . Darin heißt es, Kaspersky habe Software für den FSB entwickelt und Razzien begleitet. Auch dazu gab die Kaspersky-Führung eine Stellungnahme ab. Darin hieß es, die E-Mails seien missinterpretiert oder manipuliert worden. 

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