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US-Präsident Trump verhindert Qualcomm-Übernahme

13.03.2018 | 16:45 Uhr |

US-Präsident Donald Trump hat ein Veto gegen die Übernahme von Chip-Hersteller Qualcomm durch Broadcom eingelegt.

Das Weiße Haus hat in dieser Woche eine Verfügung gegen die geplante Übernahme des Chip-Herstellers Qualcomm durch den in Singapur ansässigen Chip-Giganten Broadcom angeordnet. Der US-Präsident Donald Trump legt ein Veto gegen die gelante Zusammenführung der beiden Unternehmen ein. Mit einem Wert von 146 Milliarden US-Dollar wäre die Übernahme von Qualcomm durch Broadcom die bislang teuerste Akquisition in der IT-Branche gewesen.

Mit seiner Blockade folgt Präsident Trump einer Empfehlung des Komitees für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS). Das Komitee war mit der Überprüfung der Übernahme des US-Konzerns Qualcomm durch das ausländische Unternehmen in Hinblick auf die Gefährdung der nationalen Sicherheit betraut worden. Eine solche Gefährdung meint das Komitee nun in der geplanten Übernahme erkannt zu haben. Qualcomm erzielt seine Gewinne nicht nur durch die Produktion von Chips, sondern arbeitet auch im Auftrag von US-Behörden.

Broadcom bereitet die Übernahme von Qualcomm bereits seit mehreren Monaten vor. In dieser Zeit musste der Konzern immer wieder Rückschläge einstecken. In Vorbereitung hatte Broadcom unter anderem Mitglieder für den Qualcomm-Vorstand vorgeschlagen. Broadcom ist außerdem gerade dabei, sein Hauptquartier von Singapur in die USA zu verlegen. Diese Vorbereitungen scheinen dem Konzern jedoch nichts genützt zu haben. Mit Trumps Blockade darf die Übernahme von Qualcomm nicht vollzogen werden. Trump hatte in der Vergangenheit bereits ähnliche Übernahmen verhindert – etwa die Akquisition eines US-amerikanischen Halbleiter-Herstellers durch einen chinesischen Staatskonzern. Es bleibt abzuwarten, ob Qualcomm und Broadcom ihre Fusionspläne nun tatsächlich verwerfen werden.

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