2326470

US-Medien: Tesla soll fehlerhafte Akkus verbaut haben

26.01.2018 | 10:31 Uhr |

Tesla soll US-Medienberichten zufolge teilweise fehlerhafte Akkus in ausgelieferten Fahrzeugen verbaut haben. Das könnte zu Kurzschlüssen und Bränden führen. Tesla dementiert.

Tesla hat nach wie vor ein Problem damit, die Produktion des Model 3 auf die ursprünglich geplanten Kapazitäten hochzufahren. Nachdem bisher Probleme bei der Produktion des Model 3 als Grund für das verzögerte Hochfahren der Produktion genannt wurden, berichtet The Verge nun, dass Tesla zusätzlich auch noch gravierende Probleme mit der Batterien-Herstellung habe.

So habe die im US-Bundesstaat Nevada errichtete Gigafactory-Fabrik noch nicht die ursprünglich geplante Fertigungsgeschwindigkeit erreicht. Noch schlimmer aber sei, dass es bei den in der Gigafactory-Fabrik hergestellten und in bereits ausgelieferten Fahrzeugen verbauten Akkus Qualitätsprobleme geben soll. Das berichtet  CNBC.

Mindestens bis Dezember 2017 sollen Tesla-Mitarbeiter in der Gigafactory die dringend benötigten Akkus zumindest teilweise noch von Hand zusammengebaut haben. Das wollen die US-Medien von mit der Materie vertrauten internen Informanten erfahren haben. Tesla habe zudem Arbeiter von Kooperationspartner Panasonic mit zeitlichen befristeten Arbeitsverträgen zu Hilfe geholt.

Doch die Fertigung von Hand führt nicht nur zu Verzögerungen, sondern laut CNBC auch zu Qualitätsmängeln. So soll es 2017 Defekte mit den in den Teslas verbauten Akkus Probleme gegeben haben, für die jetzt Mängel verantwortlich gemacht werden, die durch die komplizierte Produktion von Hand verursacht worden sein sollen. Durch die unter großem Zeitdruck durchgeführte Handfertigung gäbe es zudem bei der Produktion eine hohe Ausschussquote und viele Qualitätsmanager, die die Batterien abnehmen müssen, seien unerfahren und würden von Tesla nur zeitlich befristet eingestellt.

Zwei namentlich nicht genannte Tesla-Ingenieure sollen CNBC gegenüber die Befürchtung geäußert haben, dass fehlerhafte Akkus in den ausgelieferten Fahrzeugen verbaut würden, die sogar gefährlich werden könnten. Die Batterien könnten Kurzschlüsse verursachen oder im schlimmsten Fall sogar Feuer fangen. Tesla selbst dementierte gegenüber The Verge, dass es Fahrzeuge mit fehlerhaften oder gar gefährlichen Akkus ausliefern würde.

Tesla zufolge lieferte das Unternehmen von Elon Musk im Jahr 2017 1550 Model 3 an Kunden aus. Weitere 2400 Model 3 seien zusätzlich noch gefertigt worden. Dazu kämen 101.000 Model S und X. Tesla hat seine ursprüngliche Prognose, dass es bis zum Ende des zweiten Quartals 2018 5000 Model 3 pro Woche fertigen wolle, auf nun 2500 Mode 3 pro Woche bis zum Ende des ersten Quartals 2018 gesenkt.


0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2326470