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US-Geheimdienst soll WLAN-Router hacken

16.06.2017 | 11:38 Uhr |

Wikileaks hat Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgehen soll, dass die CIA seit vielen Jahren WLAN-Router vieler bekannter Hersteller hacken kann.

Der US-Geheimdienst CIA kann laut US-Medienberichten seit einigen Jahren WLAN-Router hacken. Das soll aus Dokumenten hervorgehen, die die Enthüllungsplattform Wikileaks jetzt veröffentlicht hat. Die Hackertools des CIA sollen demnach Hunderte von unterschiedlichen Routermodellen von Dutzenden von Router-Herstellern angreifen können.

Wikileaks zufolge habe die CIA sowohl Router in Privathaushalten, als auch in Unternehmen und an öffentlichen Plätzen gehackt. Die CIA besitzt dafür eine spezielle Hackertruppe, die Engineering Development Group.

CherryBlossom

Eines dieser von der CIA verwendeten Hackertools heißt CherryBlossom. Damit sollen die Schlapphüte die gesamte Internetaktivität des ausgespähten Zieles überwachen, Passwörter ausspähen und sogar Browserverbindungen umleiten können. Außerdem können die CIA-Hacker damit nach bestimmten Mailadressen und Telefonnummern suchen und weitere Softwareschwachstellen ausnutzen.

Laut einem der geleakten Dokumente besitzt die CIA seit Mitte 2012 Zugriffsmöglichkeiten auf rund 25 unterschiedliche WLAN-Router von zehn verschiedenen Herstellern wie Asus, Belkin, D-Link, Linksys und Netgear. Demzufolge reiche es aus, wenn es der CIA gelingt, ein bestimmtes Modell einmal zu hacken. Danach bleibe die Zugriffsmöglichkeit auch nach Firmware-Updates für den Router bestehen, so lange der Hersteller nicht die zu Grunde liegende Hardware oder das auf dem Router verwendete Betriebssystem ändert.

Ob die CIA auch auf die aktuellen Routermodelle noch Zugriff besitzt, ist derzeit unbekannt.

Dass US-Geheimdienste IT-Hardware ins Visier nehmen, ist schon seit längerer Zeit bekannt. So soll die NSA schon vor Jahren Spionageprogramme auf nagelneuen PCs installiert haben, bevor diese an die Käufer ausgeliefert wurden. Und im März 2017 hat Wikileaks zahlreiche Dokumente veröffentlicht, aus denen hervorgeht, wie die US-Geheimdienste auch von Deutschland aus Sicherheitslücken in Android-Geräten, Smart-TVs und in Whatsapp für ihre Spionagetätigkeit ausnutzen.





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