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Urteil: Keine Update-Pflicht für ältere Samsung-Smartphones

04.06.2018 | 15:45 Uhr |

Samsung muss ältere Smartphone-Modelle laut einem aktuellen Gerichtsurteil nicht vier Jahre lang mit Updates versorgen.

Samsung hat in dieser Woche einen Rechtsstreit gegen die Verbraucherschutzorganisation Consumentenbond gewonnen . Die Organisation hatte gegen Samsung geklagt, weil der Elektronik-Konzern Sicherheitsupdates für aktuelle Lücken erst sehr spät für seine Smartphone-Modelle veröffentliche, ältere Handys würden teilweise gar nicht mehr mit entsprechenden Updates versorgt.

Consumentenbond wollte Samsung dazu verpflichten, Smartphones mit Googles mobilem Betriebssystem Android mindestens vier Jahre nach Verkaufsstart mit Updates zu versorgen. Außerdem sollte der Support für ältere Geräte noch mindestens zwei Jahre nach dem Verkaufsende weiterbestehen.

Diese Forderungen lehnte das niederländische Gericht in dieser Woche ab. Die Klage sei unzulässig, weil sie sich auf Sicherheitslücken beziehe, die erst in Zukunft auftreten werden. Samsung könne nicht dazu verpflichtet werden, diese auf allen Geräten zu schließen, da etwa veraltete Hardware ein Update verhindern könnten.

Consumentenbond zeigte sich von dem Urteil enttäuscht. Im Rahmen des Verfahrens sicherte Samsung jedoch zu, seine Smartphone-Modelle mindestens zwei Jahre ab Verkaufsstart mit Sicherheitsupdates unterstützten zu wollen. Eine Ausweitung dieser Frist sei laut dem Gericht für Samsung jedoch „nicht zumutbar“.

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