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Update des Elektroschrott-Gesetzes: Das ändert sich

10.12.2018 | 09:06 Uhr | Ines Walke-Chomjakov

Am 24. Oktober 2015 wurde das Elektroschrott-Gesetz novelliert und setzt seither die europarechtlichen Vorgaben der sogenannten WEEE-Richtlinie in deutsches Recht um. Seit Mitte August 2018 sind einige Neuregelungen in Kraft getreten, die für jeden Verbraucher von Bedeutung sind.

Danach fallen nicht nur klassische Geräte wie PCs, Smartphones, Kaffeemaschinen oder Föns unter die Kategorie Elektrogeräte, sondern grundsätzlich alle elektrischen sowie elektronischen Gegenstände, solange sie nicht explizit ausgeschlossen sind. Die Änderungen finden sich unter dem Stichwort „Open Scope“ oder „offener Anwendungsbereich“. Sie legt fest, dass Sie auch Möbel oder Kleidung nicht einfach über den Hausmüll entsorgen dürfen, wenn sich darin elektrische oder elektronische Teile befinden. Hat Ihr Badezimmerschrank beispielsweise eine fest eingebaute Beleuchtung, müssen Sie ihn nunmehr zur Sammelstelle bringen. Das gilt auch für Gegenstände, an die Sie eventuell nicht denken. Denn sind etwa in den Turnschuhen Ihres Kindes Blinklichter eingebaut oder in Ihrem Möbelstück elektronische Bauteile integriert, gehören auch sie nunmehr zur Kategorie Elektroschrott.

Gegenstände mit diesem Zeichen dürfen Sie nicht einfach wegwerfen. Sie müssen extra entsorgt werden.
Vergrößern Gegenstände mit diesem Zeichen dürfen Sie nicht einfach wegwerfen. Sie müssen extra entsorgt werden.
© www.ElektroG.de

Für die Umsetzung des Gesetzes ist die Stiftung Elektro-Altgeräte Register zuständig. Sie hatte bisher in zehn Kategorien eingeteilt, welche Geräte vom Gesetz erfasst sind. Neuerdings finden sich dort nur noch sechs Kategorien. Sie umfassen konkrete Dinge wie Bildschirme, Lampen, Groß- und Kleingeräte, aber auch ziemlich abstrakte Gegenstände, die unter „Wärmeüberträger“ gelistet sind. Gemeint sind beispielsweise Klimageräte, Wärmepumpen oder Kühlschränke.

Wann ein Gegenstand unter das ElektroG fällt, zeigt eine durchgestrichene Mülltonne an. Weiterhin eindeutig ausgeschlossen sind dagegen Glühlampen. Die Entsorgung übernehmen weiterhin die Wertstoffhöfe oder Schadstoffmobile. Abhängig von Ihrer Kommune können Sie die Gegenstände auch bei Ihnen abholen lassen. Alternativ dürfen Sie sie auch beim Händler abgeben.

Als Orientierungshilfe dient die Recycling-App „eSchrott” für iOS, Android und Windows Phone. Sie führt zur nächstgelegenen Sammelstelle und liefert weitere Infos wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten und einen Kartenausschnitt.

Tipp: Was Sie aus Elektroschrott so alles basteln können

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