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Update auf Chrome 71 beseitigt 43 Lücken

05.12.2018 | 09:17 Uhr |

Google hat seinen Browser Chrome in der aktualisierten Version 71 veröffentlicht. Darin haben die Entwickler 43 Sicherheitslücken beseitigt. Mit Chrome 71 will Google Chrome-Nutzer besser vor Online-Abzockern schützen.

Die neue Chrome-Version 71.0.3578.80 soll Nutzer vor Web-Seiten warnen, die nicht deutlich genug darauf hinweisen, dass der Anbieter Geld verlangt. Auch schädliche oder irreführende Werbeanzeigen soll Chrome 71 besser erkennen und blockieren. Und schließlich haben die Entwickler wieder etliche Sicherheitslücken gestopft.

Im Chrome Release Blog führt Krishna Govind die 34 der insgesamt 43 beseitigten Schwachstellen auf, die durch externe Sicherheitsforscher entdeckt und an Google gemeldet wurden. Insgesamt zahlt Google diesmal mindestens 59.000 US-Dollar an Bug-Prämien aus. Die Summe wird noch steigen, da für einige Lücken noch keine Prämie festgesetzt worden ist. Als hohes Risiko stuft Google 13 der Sicherheitslücken ein. Sie betreffen etwa die Web-Engine Blink, das Javascript-Modul V8, die quelloffene 2D-Grafikbibliothek Skia und den PDF-Viewer PDFium.

Insbesondere Smartphone-Nutzer können noch immer in Abo-Fallen tappen oder auf andere Abzockermaschen hereinfallen. Beim Aufruf einer Seite prüft Chrome nun, ob eine Seite, die eine Zustimmung zu einer Zahlung abfragt, auch die wesentlichen Informationen dazu hinreichend klar und deutlich erkennbar anzeigt. So gibt es Seiten, die auf den ersten Blick nur die Handynummer abfragen, damit jedoch die Zustimmung zu einer Zahlung verbinden und nur im Kleingedruckten (wenn überhaupt) darüber informieren. Das Geld wird dann über die Mobilfunkrechnung eingezogen. Chrome ab Version 71 warnt vor dem Aufruf solcher Seiten, sofern es sie erkennt.

Der seit einiger Zeit in Chrome integrierte Pop-up-Blocker schützt offenbar bislang nur unzureichend vor potenziell schädlichen oder irreführenden Werbefenstern. Das können etwa die sattsam bekannten falschen Warnungen vor einer vorgeblichen Malware-Infektion sein. Auf Seiten, die ständig solche bestenfalls fragwürdigen Werbeangebote anzeigen, soll Chrome nun jegliche Werbung blockieren . Website-Betreiber erhalten eine Frist von 30 Tagen, um ihre Seiten zu bereinigen, bevor der Werbeblocker aktiv wird.


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