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Unitymedia erhöht gratis Grundgeschwindigkeit auf bis zu 30 Mbit/s

09.08.2018 | 13:06 Uhr |

Unitymedia beschleunigt die Basis-Anschlüsse von mehr als einer halben Million Bestandskunden auf bis zu 30 Mbit/s. Gratis.

Unitymedia beschleunigt die Basis-Anschlüsse von laut eigener Angabe mehr als einer halben Million Bestandskunden auf bis zu 30 Mbit/s im Download. Ohne Mehrkosten: Die Unitymedia-Bestandskunden müssen für die höhere Grundgeschwindigkeit nicht extra bezahlen. Die schrittweise Einführung dieser neuen Internet-Grundgeschwindigkeit soll Ende November 2018 abgeschlossen sein. In Frankfurt am Main, Köln und Düsseldorf will Unitymedia außerdem bis Ende 2019 Gigabit-Anschlüsse anbieten. Unitymedia hatte laut eigenen Angaben zum 30. Juni 2018 7,2 Millionen Kunden.

Solche Jubelarien und eifriges sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen sind allerdings mittlerweile bei fast allen großen deutschen Internetzugangsprovidern üblich. So meldete die Deutsche Telekom am 1. August 2018, dass sie ab sofort bei rund sechs Millionen Haushalten die ersten 250-MBit/s-Anschlüsse freischalten würde. Nur wenige Tage später schickte die Telekom die Nachricht hinterher, dass sie in bisherigen Fördergebieten das Internet-Tempo von bis maximal 50 Megabit pro Sekunde auf nun 100 Megabit pro Sekunde verdoppeln würde. Ebenfalls Anfang August 2018 teilte Vodafone mit, dass es für über 60.000 Haushalte jetzt 500-Mbit/s-Anschlüsse anbieten würde und bis Ende 2020 alle Kabel-Haushalte 1-Gbit/s-Internet erhalten sollen. Ein Versehen von Vodafone war dagegen, dass Kabelkunden von Vodafone die Upload Option 50 kostenlos dauerhaft dazu buchen konnten. Wer damals aber schnell genug war, kann die Option trotzdem dauerhaft gratis behalten.

Bei so viel Jubel von Telekom, Vodafone und Unitymedia geht fast unter, dass Deutschland nach wie vor beim Breitbandausbau europaweit nur Mittelmaß ist und das EU-weite Ziel für das Jahr 2025 wohl verfehlen dürfte. Auch der EU-Rechnungshof warnt vor schweren Mängeln beim Breitbandausbau in Deutschland. Bewohner ländlicher Regionen können von ihren viel zu langsamen Internetzugängen ein trauriges Lied singen und von Netflix und anderen Breitband-hungrigen Internetangeboten nur träumen. Der Jahresbericht der Bundesnetzagentur zeigt zudem, dass viele Kunden nicht annähernd das maximale Tempo ihres Breitbandanschlusses nutzen können.

Tipp: Mit der Gratis-App der Bundesnetzagentur können Sie messen, wie schnell Sie wirklich surfen.

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