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Undercover-Reporter deckt Missstände bei Facebook auf

19.07.2018 | 08:56 Uhr |

Ein Reporter nahm am Moderatoren-Training in einem Facebook-Center in Dublin teil und förderte Erschreckendes zu Tage.

Für eine Dokumentation hat sich ein Reporter des TV-Senders Channel 4 als Moderator bei Facebook einschleusen lassen. Sieben Wochen lang nahm er unerkannt an einem Training in einem Facebook-Center in Dublin teil. Dabei machte er einige erschreckende Entdeckungen. So werden für die Schulung der Moderatoren unterschiedliche Facebook-Videos genutzt, die auf der Plattform noch immer online sind. Einige Clips zeigen beispielsweise Gewalt gegen Kinder oder Memes sollen Hasskommentare oder rassistische Äußerungen verdeutlichen.

Der Haken: Die Beispielclips und Memes sind online, obwohl sie offensichtlich als Gewalt oder Hasskommentar einzustufen sind. In den Facebook-Moderatoren-Schulungen werden sie jedoch nicht als solche bewertet, sondern lediglich als „verstörender Inhalt“, der weiterhin online bleiben darf. Ein Moderator erklärt dem Reporter, dass die Moderatoren nicht zu viel zensieren dürften, da die Nutzer sonst das Interesse an der Plattform verlieren würden. „Am Ende des Tages geht es nur darum, Geld zu verdienen,“ so die Rechtfertigung.

Durch die Ausstrahlung der Dokumentation Inside Facebook: Secrets of the Social Network geriet Facebook heftig unter Druck, seine eigenen Richtlinien nicht korrekt einzuhalten. Facebook entschuldigte sich heute und erklärte , dass die strittigen Mitarbeiter eine erneute Schulung bekommen hätten.

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