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Umfrage: 80 Prozent befürchten Cyberangriffe vor Bundestagswahl 2017

29.08.2017 | 11:26 Uhr | Thomas Hartmann

Laut dem Entwickler von Sicherheitssoftware Avast herrscht Angst vor Cyberangriffen und Fake News vor der Bundestagswahl im September.

Avast , auch Entwickler von Sicherheitssoftware für den Mac, hat im Vorfeld der Bundestagswahl nach eigener Auskunft in drei Umfragen mehr als 2000 Deutsche zu Themen wie Fake News, möglichen Cyberangriffen und Beeinflussung durch Social Media befragt. Die Ergebnisse zeigen angesichts der nahenden Bundestagswahl am 24. September 2017 die Furcht der Befragten vor Cyberangriffen und das Misstrauen gegenüber Nachrichten in sozialen Netzwerken, so das Fazit für die Befragung.

So sind 86 Prozent der Befragten der Meinung, dass Parteien und einzelne Politiker im Rahmen der Bundestagswahl zum Ziel von Hackern werden könnten. Vier von fünf Befragten (78 Prozent) glauben, dass durch Cyberattacken verursachte Datenlecks die öffentliche Meinung verändern und somit die Ergebnisse der Bundestagswahl beeinflussen können. Die Angst vor Cyberangriffen zeigt sich auch in folgendem Ergebnis: Drei von vier Befragten (75 Prozent) sind gegen die Einführung eines elektronischen Wahlsystems.

Fast alle Befragte misstrauen Nachrichten in sozialen Netzwerken

Die Umfrage zum Thema ”Social Media und Fake News“ hat demnach ergeben, dass 94 Prozent der Befragten Social-Media-Nachrichten keinen Glauben schenken oder sich nicht immer sicher sind, ob sie diesen trauen können. Neun von zehn Befragten (89 Prozent) sind der Meinung, dass gezielte Falschnachrichten die Bundestagswahl beeinflussen könnten. In diesem Sinne geben mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten an, dass sie Nachrichten, die sie in den sozialen Netzwerken gelesen haben, durch weitere Quellen und Websites überprüfen. 87 Prozent geben an, schon einmal Fake News in den sozialen Netzwerken bemerkt zu haben. Außerdem befürworten 82 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass soziale Netzwerke dafür verantwortlich sein sollten, Fake News zu löschen. Dass und wie Facebook auch in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dem schon gerecht zu werden versucht, darüber haben wir kürzlich berichtet .

Neun von zehn Befragten halten Beeinflussung durch soziale Netzwerke für möglich

Viele Deutsche haben der Umfrage zufolge persönlich das Gefühl, durch Diskussionen in sozialen Netzwerken nicht beeinflussbar zu sein. Im Rahmen der Umfrage ”Social Media und politische Überzeugungen“ beantworten nur 27 Prozent der Befragten die Frage, ob sie glauben, dass ihre eigene politische Überzeugung durch Kommentare anderer Nutzer in sozialen Netzwerken beeinflusst werden könnte, mit ”Ja“, weitere 27 Prozent meinten, dies wäre ”vielleicht“ möglich. Dagegen trauen die Teilnehmer anderen Menschen in der Hinsicht weniger – 65 Prozent glauben, dass die politische Meinung anderer Menschen durch Diskussionen in sozialen Netzwerken durchaus beeinflusst werden könnte, weitere 23 Prozent denken, dies könne ”vielleicht“ passieren. Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) weiß jedoch nicht oder ist sich nicht sicher, was Social Bots sind und welche Funktion sie in den sozialen Netzwerken ausüben.

”Die Ergebnisse spiegeln die Vorsicht der Deutschen bezüglich des Einflusses von Cyberangriffen im Rahmen der Bundestagswahl wider und zeigen, wie misstrauisch die Befragten Nachrichten in sozialen Netzwerken gegenüberstehen“, sagt Thomas Wespel, Geschäftsführer der Avast Software Deutschland GmbH. Es sei dabei ermutigend zu sehen, dass viele Menschen den Einfluss der sozialen Medien richtig einschätzten und den Wahrheitsgehalt von Social-Media-Nachrichten überprüften sowie die Gefahr potenzieller Cyberangriffe nicht unterschätzten, glaubt Wespel.

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