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Ubuntu: Aus für Unity und keine Smartphone-Version

06.04.2017 | 09:33 Uhr |

Dramatische Ankündigung von Mark Shuttleworth: Canonical stellt die Entwicklung seines Desktops Unity für Ubuntu ein. Außerdem gibt es kein Ubuntu für Smartphones.

Canonical stellt die Weichen für seine Linux-Distribution Ubuntu komplett neu: So wird ab Ubuntu 18.04 LTS, das im April 2018 erscheint, wieder Gnome der Standard-Desktop für Ubuntu Linux sein. Die Entwicklung von Unity stellt Canonical dagegen ein. Außerdem gibt Canonical seine Pläne auf, Ubuntu auch auf Smartphones zu portieren.

Stattdessen will sich Canonical auf die Weiterentwicklung von Ubuntu in Richtung Cloud und Internet of Things konzentrieren. Das teilte Canonical-Boss Mark Shuttleworth in einem Blogbeitrag mit.

Beides sind dramatische Ankündigungen. Denn Canonical hat viel Zeit, Geld und Energie verwendet sowohl für die Entwicklung seines eigenen Desktops Unity als auch für den Versuch, Ubuntu plattformübergreifend auszuspielen und damit zu einem Betriebssystem für Desktop und Server (beides erfolgreich) sowie Tablets und Smartphones (beides erfolglos) zu machen. Speziell der Eigenweg mit Unity rief unter eingefleischten Linux-Fans Unmut hervor. Diese Diskussion dürfte somit bald der Vergangenheit angehören. Wobei Unity immer besser, schneller und stabiler geworden ist und seine Aufgabe als Linux-Desktop gut erfüllt. Shuttleworth zollte den Unity-8-Entwicklern auch ausdrücklich seinen Respekt für deren Arbeit.

Eigentlich sollte bereits Ubuntu 17.04 mit Unity 8 erscheinen, doch dessen Entwicklung verzögerte sich immer weiter, so dass Canonical Ubuntu 17.04 nun wieder mit Unity 7 veröffentlichen wird.

In Cloud-Diensten und im IoT mit Snaps und Ubuntu Core sieht Shuttleworth dagegen die Zukunft, mit der Canonical auch Geld verdienen kann.

Überblick: Diese Ubuntu-Varianten gibt es
 

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