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TWRP: Custom-Recovery-Lösung für Android voll im Griff

17.07.2017 | 08:11 Uhr |

TWRP (Team Win Revovery Project) ist eine der beliebtesten Custom-Recovery-Lösungen. AndroidWelt zeigt Ihnen in diesem Workshop, dass Sie damit nicht nur Custom-ROMs flashen können.

Das Flashen eines Smartphones mit einer alternativen Firmware ist dank der Custom-Recovery-Lösungen inzwischen sehr komfortabel geworden. Eine grafische Oberfläche unterstützt Sie bei allen Schritten, die zum Aufspielen eines Custom-ROMs und weiterer Ergänzungen notwendig sind. „TWRP“ hat sich neben „Clockworkmod“ die Spitzenposition unter den Lösungen erarbeitet und lässt sich auf über 450 Endgeräten nutzen. Auf den folgenden Seiten haben wir die besten Tipps und Tricks zu TWRP zusammengefasst. Eine ausführliche Installationsanleitung für jedes unterstützte Endgerät finden Sie direkt auf der Website von TWRP .

Grundeinstellungen für Sprache und Zeit

Nach der Installation erscheint die Oberfläche von TWRP in englischer Sprache, die Uhrzeit ist nach einer US-amerikanischen Zeitzone ausgerichtet.

Auf der TWRP-Website finden Sie über 450 unterstützte Modelle. Zu jedem gibt es eine individuelle Installationsanleitung.
Vergrößern Auf der TWRP-Website finden Sie über 450 unterstützte Modelle. Zu jedem gibt es eine individuelle Installationsanleitung.

Glücklicherweise gibt es inzwischen jedoch eine weltweite Fangemeinde, welche eine sehr gut übersetzte deutschsprachige Oberfläche zur Verfügung stellt. Die entsprechende Anpassung führen Sie über die Einstellungen im Menü „Settings –> Language“ durch. Wählen Sie die deutsche Sprache aus, und bestätigen Sie mit „Set Language“.

Nehmen Sie sich anschließend die Zeitzone vor. Diese ist vor allem für die zeitliche Kennzeichnung von Backups hilfreich. Sie finden die Auswahl unter „Einstellungen –> Zeitzonen“. Wählen Sie für Deutschland den Eintrag „UTC +1“ aus, und bestätigen Sie die Auswahl mit „Zeitzone einstellen“. Den aktuellen Wert sehen Sie anschließend am oberen Bildschirmrand zwischen der Temperatur Ihres Prozessors und dem Ladestand des Akkus. Falls Sie mit der Darstellungsweise AM und PM nicht klarkommen, stellen Sie die Anzeige auf das deutsche 24-Stunden-Format um. Den Parameter „24-Stunden-Format“ finden Sie unter „Einstellungen –> Allgemein“.

Siehe auch: Datensicherung für Smartphones

Weitere Basiseinstellungen festlegen

Beim ersten Aufrufen der App erscheint die Startseite von TWRP in englischer Sprache.
Vergrößern Beim ersten Aufrufen der App erscheint die Startseite von TWRP in englischer Sprache.

Es gibt noch eine Reihe von weiteren Parametern, die einen entscheidenden Beitrag zum Komfort beim regelmäßigen Umgang mit TWRP liefern.

Bildschirm: Die App besitzt beispielsweise eine Automatik, die nach 60 Sekunden den Bildschirm abschaltet und damit auch zeitlich sperrt. Sie können die Zeit unter „Einstellungen –> Bildschirm“ bis auf 300 Sekunden erhöhen. Ebenso ist es möglich, den Helligkeitsgrad des Bildschirms zu beeinflussen. Dieser ist bei aktiviertem Bildschirm im Standard auf 100 Prozent gesetzt.

Haptisches Feedback: Bei der Interaktion mit den Tasten der Tastatur und bei der Betätigung von Aktionen arbeitet TWRP mit Vibrationen. Sollte Sie dies stören oder sollten die Vibrationen zu gering ausfallen, passen Sie diese im Menü „Vibration“ an.

Sonstiges: Im Menü „Allgemein“ finden Sie eine Reihe von weiteren Parametern, von denen allerdings keiner zwingend aktiviert werden sollte.

In den Spracheinstellungen ändern Sie die vorgegebene Sprache in „Deutsch“.
Vergrößern In den Spracheinstellungen ändern Sie die vorgegebene Sprache in „Deutsch“.

Sicheres Backup vor der Installation

Nachdem Sie die grundlegenden Einstellungen optimiert haben, können Sie sich den eigentlichen Funktionen von TWRP zuwenden: dem Flashen von Custom-ROMs. Bevor Sie die aktuelle Installation Ihres Smartphones mit einem neuen Betriebssystem versehen, sollten Sie Ihre Anwendungen und Daten sichern. Hierzu hat TWRP eine leistungsfähige Backup-Lösung integriert, die Sie über den Menüpunkt „Sichern“ aufrufen.

Den Speicherort wählen Sie in TWRP über die Schaltfläche „Speicher auswählen“ im Menü „Sicherung“ aus. In der Regel werden Ihnen drei Optionen angeboten: der interne Speicher, die Micro-SD-Karte sowie USB-OTG. Wählen Sie als Speicherziel sicherheitshalber die Micro-SD-Karte (falls vorhanden) oder USB-OTG. Können Sie das Backup nur im internen Speicher ablegen, sollten Sie die Datei auf ein externes Medium kopieren.

Für die Sicherung und spätere Wiederherstellung benötigen Sie übrigens nicht alle bestehenden Partitionen Ihres Endgeräts. Es sind lediglich die Boot-Partition, die Daten-und die Systempartition zur sinnvollen Wiederherstellung notwendig.

TWRP bietet Ihnen in den allgemeinen Einstellungen die Option, die Anzeige der Zeit auf ein 24-Stunden-Format umzustellen.
Vergrößern TWRP bietet Ihnen in den allgemeinen Einstellungen die Option, die Anzeige der Zeit auf ein 24-Stunden-Format umzustellen.

Ist im Zielspeicher nur noch weng Platz frei, können Sie im Untermenü „Optionen“ die Komprimierung aktivieren. Wird das Endgerät oder der Datenspeicher von mehreren Personen verwendet, bietet Ihnen TWRP die Vergabe eines Passworts an. Dieses legen Sie im Untermenü „Verschlüsselung“ fest.

Sind alle Einstellungen getätigt, starten Sie die Sicherung Ihres Endgeräts über den Schieber „Sicherung erstellen“ am unteren Bildschirmrand. Den Verlauf der Sicherung sowie deren Fortschritt verfolgen Sie in der anschließenden Übersicht. Sobald die Sicherung abgeschlossen ist, meldet sich TWRP mit einer Vibration des Geräts zurück.

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Gerät aus Backup wiederherstellen

Nach 60 Sekunden Inaktivität wird der Bildschirm im Standard gesperrt. Die Zeit lässt sich bis auf 300 Sekunden erweitern.
Vergrößern Nach 60 Sekunden Inaktivität wird der Bildschirm im Standard gesperrt. Die Zeit lässt sich bis auf 300 Sekunden erweitern.

Nicht immer gelingt das Einspielen eines neuen Custom-ROMs. Manchmal entspricht es auch nicht den Erwartungen. Statt das Smartphone oder Tablet dann komplett zurückzusezen, können Sie mittels TWRP die vorherige Installation wieder einspielen. Dazu steht Ihnen das Menü „Wiederherstellen“ zur Verfügung. In der anschließenden Übersicht sehen Sie alle Sicherungen, die auf dem Gerät durchgeführt worden sind.

An dieser Stelle wird auch klar, warum eine korrekte Uhrzeit wichtig ist: Haben Sie den Namen der Sicherung nicht manuell angepasst, finden das Datum und die Uhrzeit den Weg in den Dateinamen. Achten Sie auch darauf, über die Schaltfläche „Speicher auswählen“ den richtigen Speicherort für die Sicherungen anzugeben, da sie sonst nicht in der Übersicht aufgelistet werden.

In die Sicherung beziehen Sie die Partitionen „Boot“, „Data“ und „System“ mit ein.
Vergrößern In die Sicherung beziehen Sie die Partitionen „Boot“, „Data“ und „System“ mit ein.

Um eine Sicherungsdatei einzuspielen, wählen Sie die Partitionen aus und aktivieren noch die MD5-Prüfung der Sicherungsdateien. Mit der Prüfsumme haben Sie die Sicherheit, dass die Daten bei der Sicherung nicht beschädigt wurden.

Einspielen von Images und Zipdateien

Nach einer erfolgreichen Sicherung können Sie sich an die Neuinstallation machen. Ein sehr wichtiger Schritt dazu ist die Vorbereitung Ihres Smartphones oder Tablets. Dazu entfernen Sie Teile der bestehenden Installation über das „Löschen –> Erweitertes Löschen“-Menü. Wählen Sie daraus die Partitionen „Dalvik / ART Cache“, „Cache“, „Data“ und „System“ aus. Starten Sie mit dem Schieberegler „Löschen bestätigen“ den Löschvorgang.

Haben Sie eine Micro-SD Karte, wählen Sie am besten diese als Speicher zur Sicherung Ihres Backups aus.
Vergrößern Haben Sie eine Micro-SD Karte, wählen Sie am besten diese als Speicher zur Sicherung Ihres Backups aus.

Gehen Sie anschließend zurück ins Hauptmenü, und wählen Sie „Installieren“ aus. Navigieren Sie zum Ordner mit den Installationsdateien. Sie haben die Auswahl zwischen einer Image-und einer Zipdatei, die Sie als Grundlage wählen können. Den Wechsel führen Sie über die Schaltfläche „Image installieren“ und „ZIP installieren“ durch. Wählen Sie anschließend den Ordner aus, in welchem sich die Custom-ROM-Dateien befinden.

Sie können in einem Durchgang auch mehrere Dateien installieren. Nachdem Sie die erste Datei ausgewählt haben, ergänzen Sie über die Schaltfläche „Mehr ZIPs hinzufügen“ weitere Dateien. Damit das Update nicht an defekten Dateien scheitert, lohnt es sich, die ZIP-Signaturprüfung zu aktivieren. Speichern Sie dazu den MD5-Hash im Verzeichnis ab, in dem sich auch die Image-oder Zipdateien befinden. TWRP wird diese automatisch zur Überprüfung mit hinzuziehen. Werden keine Dateien gefunden, übergeht TWRP diesen Schritt automatisch.

Nachdem TWRP alle Objekte installiert hat, löschen Sie zur Sicherheit nochmals die Partitionen „Cache“ und „Dalvik“ über die gleichnamige Schaltfläche und starten Ihr System neu.

Bereinigen des Systems bei Problemen

Während des laufenden Backups zeigt Ihnen TWRP den Fortschritt der Datensicherung sehr detailreich an.
Vergrößern Während des laufenden Backups zeigt Ihnen TWRP den Fortschritt der Datensicherung sehr detailreich an.

Nach dem Neustart eines Systems verläuft nicht immer alles reibungslos, und das Smartphone oder Tablet endet vielleicht in einem Boot-Loop. Dabei bleibt es meist bei der Boot-Animation stehen, und Sie bekommen Ihr neues Custom-ROM nie zu Gesicht. Oftmals reicht es in einem solchen Fall, das Endgerät auf die Werkseinstellungen zurückzusetzen. Dazu booten Sie dieses in den Recoverymodus, indem Sie das Gerät mit gedrückter „Leiser“-Taste hochfahren lassen. Halten Sie den Leiser-und den Anschaltknopf so lange gedrückt, bis der „Fastboot Mode“ startet. Lassen Sie dann die Tasten los, und navigieren Sie zur Option „Recovery“. Im „Löschen“-Menü betätigen Sie den Schieberegler „Werkseinstellungen herstellen“, um das Gerät wieder in den Ursprungszustand zu versetzen.

Im Wiederherstellen-Menü sehen Sie alle Sicherungen, die im Standardverzeichnis angelegt wurden.
Vergrößern Im Wiederherstellen-Menü sehen Sie alle Sicherungen, die im Standardverzeichnis angelegt wurden.

Versuchen Sie es anschließend mit einem Neustart. Falls Ihr Endgerät immer noch nicht vollständig bootet und sich korrekt starten lässt, kehren Sie noch einmal in den Recoverymodus und das „Löschen“-Menü zurück. Im Untermenü „Erweitertes Löschen“ wählen Sie die Partitionen „Dalvik / ART Cache“, „System“, „Cache“ und „Data“ aus. Starten Sie nach dem Löschen das Mobilgerät neu. Gelingt dies immer noch nicht, laden Sie das Custom-ROM erneut aus dem Internet und wiederholen die Installation.

Apps und Berechtigungen

Sie können die Partitionen angeben, welche Sie rücksichern möchten. Vergessen Sie dabei nicht die MD5-Prüfung!
Vergrößern Sie können die Partitionen angeben, welche Sie rücksichern möchten. Vergessen Sie dabei nicht die MD5-Prüfung!

Beim Rooten und Flashen des Smartphones werden in seltenen Fällen auch die Berechtigungen bestehender Apps in Mitleidenschaft gezogen. Gerade System-Apps benötigen ihre grundlegenden Berechtigungen, damit ein Start gelingt und Ihr neues Android-System erfolgreich arbeiten kann. Startet nach dem Rooten Ihres Endgeräts Android also mit Fehlermeldungen, kann es an Problemen mit den Berechtigungen liegen. In diesem Fall rufen Sie TWRP auf, wechseln in das Menü „Erweitert –> SELinux Kontexte“ und lassen die Korrektur durchführen. Doch Achtung: Verwenden Sie diese Funktion nur, wenn Sie durch das Löschen der Partitionen und das Zurücksetzen auf Werkseinstellungen keinen Erfolg hatten und sich Ihr Endgerät nicht starten lässt!

Endgerät mittels Konsole steuern

Bevor Sie ein ROM einspielen, sollten Sie die Partitionen „Dalvik“, „Cache“, „Data“ und „System“ löschen.
Vergrößern Bevor Sie ein ROM einspielen, sollten Sie die Partitionen „Dalvik“, „Cache“, „Data“ und „System“ löschen.

Über die TWRP-Funktion „ADB Sideload-Funktion“ können Sie Dateien vom PC auf Ihr Mobilgerät übertragen. Die empfangenen Daten lassen sich auch direkt vom PC aus installieren. Dazu muss der PC lediglich die ADB (Android Debugging Bridge) aufgespielt haben, mit der Sie die Kommunikation zwischen den Geräten steuern. Diese erhalten Sie in kompakter Form als „Minimal ADB and Fastboot“ im Forum XDA Developer .

Nachdem Sie die Dateien heruntergeladen und entpackt haben, verbinden Sie Ihr Endgerät mittels USB-Kabel mit Ihrem Computer. Kopieren Sie die Daten, welche Sie übertragen wollen, am besten direkt in das Verzeichnis, in dem sich auch Ihre ADB-Anwendung befindet. Aktivieren Sie anschließend in TWRP über das Menü „Erweitert“ die Funktion „ADB Sideload“. Damit ist Ihr Endgerät empfangsbereit, und Sie können Ihre Daten mithilfe des Befehls adb sideload <Dateiname> an das Gerät übertragen und auch gleich automatisch die Installation durchführen.

Um eine Datei ohne Installation zu kopieren, nutzen Sie den Befehl adb push <Dateiname>.

Wählen Sie das Verzeichnis sowie das Image aus, das Sie auf Ihrem Endgerät installieren möchten.
Vergrößern Wählen Sie das Verzeichnis sowie das Image aus, das Sie auf Ihrem Endgerät installieren möchten.

Zugriffsrechte auf Verzeichnisse

Benötigen Sie in TWRP schnell einmal einen Dateimanager, mit dem Sie grundlegenden Aktionen durchführen können, finden Sie diesen im Menü „Erweitert“. Sie haben an dieser Stelle sowohl auf Ihre lokal gespeicherten Daten als auch auf die Informationen der eingelegten Micro-SD-Karte Zugriff.

Sie können bis zu zehn Zipdateien im Stapel installieren lassen. Wenn es Abhängigkeiten gibt, achten Sie auf die Einspielreihenfolge.
Vergrößern Sie können bis zu zehn Zipdateien im Stapel installieren lassen. Wenn es Abhängigkeiten gibt, achten Sie auf die Einspielreihenfolge.

Um eine Aktion auszuführen, die sich auf einen Ordner bezieht, navigieren Sie zu diesem und rufen die zur Verfügung stehenden Funktionen über das blaue Symbol am rechten unteren Bildschirmrand auf. Sie können einen Ordner kopieren, verschieben, löschen und umbenennen. Zusätzlich erlaubt Ihnen der Dateimanager noch, die Zugriffsrechte mit dem Befehl chmod zu ändern.

Nachdem Sie alle Arbeiten erledigt haben, starten Sie Ihr Endgerät über das Menü „Neustart“.
Vergrößern Nachdem Sie alle Arbeiten erledigt haben, starten Sie Ihr Endgerät über das Menü „Neustart“.

Die gleichen Funktionen stehen Ihnen auch auf Dateiebene zur Verfügung. Klicken Sie dazu das entsprechende Objekt an, und wählen Sie die benötigte Funktion aus.

Die Optionen des Neustarts

Haben Sie all Ihre Arbeiten in TWRP erledigt, können Sie das System verlassen. Hierfür stehen Ihnen über das Menü „Neustart“ verschiedene Optionen zur Verfügung: der Start Ihres Android-Systems, das Booten in den Recovery-oder in den Bootmodus sowie das Ausschalten. Sie müssen die Funktion nicht noch einmal bestätigen; der entsprechende Neustart wird anschließend direkt durchgeführt.

Zum Aktualisieren Ihrer TWRP-Installation verwenden Sie bei einem gerooteten Gerät am besten die TWRP-App aus dem Google Play Store.
Vergrößern Zum Aktualisieren Ihrer TWRP-Installation verwenden Sie bei einem gerooteten Gerät am besten die TWRP-App aus dem Google Play Store.

Recovery Image aktualisieren

Die Entwickler von TWRP bieten mit der TWRP-App eine einfache Möglichkeit, ein Recovery-Image auf dem aktuellen Stand zu halten. Hierfür setzen die Entwickler allerdings einen Root-Zugang voraus. Zur Aktualisierung der Recovery-Lösung wählen Sie zuerst den Menüpunkt „TWRP Flash“ und anschließend Ihr Endgerät auf der Liste aus. Sie werden auf die TWRP-Website weitergeleitet und können dort das Image herunterladen.

Bleibt Ihr Mobilgerät nach dem Einspielen eines Custom-ROMs in einem Boot-Loop hängen, hilft oft das Zurücksetzen.
Vergrößern Bleibt Ihr Mobilgerät nach dem Einspielen eines Custom-ROMs in einem Boot-Loop hängen, hilft oft das Zurücksetzen.

Zum Einspielen des neuen Images müssen Sie in den Einstellungen von TWRP die Option „Run with root permissions“ aktivieren. Anschließend steht Ihnen die Updatefunktion zur Verfügung. Flashen Sie TWRP-Images immer in den Recovery-und nicht in den Boot-Bereich. Dieser ist für vollständige Boot-Images vorgesehen. Lassen Sie deswegen die Funktion „Allow flashing to boot partition“ deaktiviert.

Machen Berechtigungen von System-Apps Probleme, können Sie diese über die „SELinux Kontexte“ korrigieren.
Vergrößern Machen Berechtigungen von System-Apps Probleme, können Sie diese über die „SELinux Kontexte“ korrigieren.

Ist Ihr Gerätetyp eingestellt, sucht die App täglich eigenständig nach einer neuen TWRP-Version. Aufgrund des langen Entwicklungszyklus reicht an dieser Stelle auch eine manuelle Suche. Deaktivieren Sie dazu den Update-Check, indem Sie den Wert auf „None (Disabled)“ setzen.

Mit der Funktion „ADB Sideload“ übertragen Sie eine Datei auf Ihr Endgerät und installieren sie auch gleich automatisch.
Vergrößern Mit der Funktion „ADB Sideload“ übertragen Sie eine Datei auf Ihr Endgerät und installieren sie auch gleich automatisch.

Fazit: Viele nützliche Funktionen

TWRP ist ein leistungsfähiges Werkzeug, mit dem Sie viel mehr machen können, als nur ein neues Custom-ROM aufzuspielen. Gerade die Datensicherung, aber auch die Sideloadfunktion können bei Problemen mit dem letzten Update das Endgerät schnell wieder in einen einsatzfähigen Zustand bringen.

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