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Tuxedo: Umstrittene Intel Management Engine abschalten

16.03.2018 | 14:29 Uhr |

Ab sofort liefert der deutsche Notebook- und PC-Hersteller Tuxedo Computers Notebooks aus, bei denen sicherheitsbewusste Anwender die umstrittene Intel Management Engine abschalten können.

Der deutsche Notebook- und PC-Hersteller Tuxedo Computers aus Königsbrunn bei Augsburg bietet ab sofort für sein Notebook-Modell InfinityBook Pro 13 die Möglichkeit, im BIOS die Intel Management Engine abzuschalten.

Die Intel Management Engine (ME) ist ein autonomes Subsystem, das Intel seit 2008 zusammen mit seinen Chipsätzen ausliefert. Wie genau die ME funktioniert und was sie alles im Detail macht, behält Intel für sich. Sicherheitsexperten kritisieren die Intel Management Engine und halten es für möglich, dass diese als Backdoor zum Beispiel durch staatliche Stellen genutzt werden kann. Auch Sicherheitslücken, die von Hackern ausgenutzt werden können, wurden schon in der Intel ME entdeckt. Deshalb wird die Intel ME sogar als Sicherheitsrisiko bezeichnet und gefordert, dass Benutzer sie abschalten können.

Die Tuxedo Computers GmbH hat jetzt in das BIOS des InfinityBook Pro 13 eine Option implementiert, mit der jeder Nutzer selbst bestimmen kann, ob er Intels Zusatz-Chip nutzen möchte oder nicht. Um dies zu ermöglichen waren einige Monate Entwicklungsarbeit nötig, gefolgt von intensivem Test- und Validierungsaufwand, wie Tuxedo betont.

Ab sofort wird das Tuxedo InfinityBook Pro 13 mit dem neuen BIOS ausgeliefert. Kunden, die bereits ein InfinityBook Pro 13 besitzen, können das Firmware-Update direkt bei Tuxedo in ihrem Kundenkonto als Download beziehen. Tuxedo verspricht, dass diese Kunden bei Bedarf Hilfestellung durch die Supportmitarbeiter erhalten, wenn sie das Update aufspielen.

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