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Trotz Spionage-Vorwurf: Huawei darf wohl beim 5G-Aufbau mitmachen

08.02.2019 | 13:56 Uhr |

Huawei wird wohl trotz der Spionage-Vorwürfe am Aufbau des deutschen 5G-Mobilfunknetzes als Hardware-Lieferant teilnehmen dürfen.

Die USA machen mächtig Druck auf Huawei und vermutlich auch auf die deutsche Bundesregierung: Huawei soll keine Geräte für den Aufbau des kommenden deutschen 5G-Netzes liefern dürfen, weil das chinesische Unternehmen unter Spionageverdacht steht. Der Vorwurf lautet, dass über Huawei-Netzwerkgeräte Daten aus den 5G-Netzwerken an die chinesischen Geheimdienste gelangen könnten. Huawei weist die Vorwürfe zurück.

Doch Huawei wird wohl trotz der US-Intervention am Aufbau des deutschen 5G-Mobilfunknetzes als Hardware-Lieferant teilnehmen dürfen, wie das Handelsblatt berichtet. Schärfere Sicherheitsstandards sollen das Abhören des 5G-Netzes beziehungsweise das Mitlesen der darüber übertragenen Daten unmöglich machen.

Die Bundesnetzagentur stelle derzeit den dafür erforderlichen Sicherheitskatalog zusammen. Diese Vorgaben sollen vor dem Start der 5G-Auktion, die sich wegen eines Eilantrags von Telefónica vielleicht ohnehin noch verschieben wird, fertig sein. Damit sollen die an der Auktion teilnehmenden Unternehmen Planungssicherheit bekommen. Zusätzlich soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Zertifizierungs- und Lizenzsystem für Produkte für das 5G-Netz erarbeiten, wie die Zeit schreibt. Künftig sollen alle Lieferanten ihre Geräte einer "Gefährdungsanalyse" unterziehen. Außerdem sollen die Mobilfunk-Provider von sich aus auf „Huawei-Komponenten in ihrem Kernnetz verzichten“, so die Zeit.

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