2335589

Treiberprobleme: So beseitigen Sie typische Fehler

12.03.2018 | 14:19 Uhr |

Einige Windows-Abstürze haben fehlerhafte Treiber als Ursache. Lesen Sie, wie sich diese Probleme aus der Welt schaffen lassen und wie ein optimales Treibermanagement aussehen sollte.

Keine Hardware kommt ohne Treiber aus. Für viele Geräte bekommen Sie von den Treibern aber gar nichts mit. Werfen Sie einen Blick in der Geräte-Manager von Windows, werden Sie dort unzählige Hardware-Komponenten sehen. Dazu zählen externe Geräte wie Maus, Tastatur, Monitor, Scanner und Maus, aber auch interne Komponenten wie Grafikkarte, Laufwerke, Netzwerkadapter, Laufwerke, USB-Ports und Prozessoren. In diesem Artikel gehen wir auf einige der wichtigsten und zugleich ärgerlichsten Treiberprobleme ein.

Grafikkarten

Für die gängigen Grafikkarten gibt es unter Windows von Haus aus Standardtreiber. Sie werden etwa bei der Neuinstallation von Windows 10 automatisch für die erkannte Grafikkarte eingebunden. Im Zweifelsfall ist es jedoch besser, die speziellen Treiber des Herstellers zu verwenden.

Display Driver Uninstaller löscht im abgesicherten Modus auch Registry-Einträge und überflüssige Dateien.
Vergrößern Display Driver Uninstaller löscht im abgesicherten Modus auch Registry-Einträge und überflüssige Dateien.

PROBLEM: Windows-Update kann Treiber für Grafikkarte nicht aktualisieren. Sie haben einen Rechner mit Intel-CPU und nutzen deren integrierte Grafikeinheit für die Bildausgabe. Windows Update bietet seit einiger Zeit eine aktuellere Version des passenden Grafiktreibers an, das Update wird als „Wichtig“ eingestuft. Doch die Installation funktioniert nicht: Windows Update bricht jedes Mal mit einer Fehlermeldung ab. Und beim nächsten regelmäßigen Updatevorgang versucht Windows erneut erfolglos, den Treiber zu aktualisieren.

LÖSUNG: Zunächst sollten Sie den Treiber manuell installieren. Sie können versuchen, das über den Geräte-Manager von Windows zu erledigen. Starten Sie den Geräte-Manager, und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag für die Grafikkarte. Im Kontextmenü wählen Sie „Treibersoftware aktualisieren“ und anschließend „Automatisch nach aktueller Treibersoftware suchen“. Haben Sie damit keinen Erfolg, gehen Sie auf die Support-Webseite von Intel und suchen Sie nach dem Treiber für die integrierte Grafik in Ihrer CPU. Am einfachsten erledigen Sie das mit dem Intel Driver Update Utility . Das kostenlose Tool scannt den Rechner nach installierten Intel-Komponenten und bietet die aktuellsten Treiber zum Download an.

Treiber immer aktuell: Tipps zur Suche und Installation

PROBLEM: Alte Grafiktreiber lassen sich nicht restlos löschen. Die großen Hersteller von Grafikkarten, also AMD und Nvidia, aktualisieren immer wieder die Treiber für ihre Hardware. Um die früheren installierten Versionen wirklich vollständig zu löschen, eignen sich die mitgelieferten Deinstallationsroutinen nur bedingt.

LÖSUNG: Der Display Driver Uninstaller dagegen löscht zusätzlich auch Registryeinträge, Ordner und Dateien sowie die Kopie im Driver Store. Das Tool legt zudem einen Ordner namens „DDU Logs“ an, in den bei jedem Start ein Logeintrag mit sämtlichen installierten Treibern sowie Infos zum Display Driver Uninstaller gespeichert werden. Beim Aufrufen des Programms haben Sie die Wahl zwischen drei verschiedenen Programmmodi: normal, abgesicherter Modus (empfohlen) und abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern. Wählen Sie die empfohlene Option und drücken Sie die Schaltfläche „Neustart im abgesicherten Modus“. Nun erstellt das Tool einen Systemwiederherstellungspunkt und startet den PC neu, sodass Sie sich gegebenenfalls mit Ihrem Kennwort neu einloggen müssen. Im Regelfall wählen Sie daraufhin die Option „Säubern und Neustart (Empfohlene Aktion)“. Display Driver Uninstaller deinstalliert und löscht nun die nicht mehr benötigten Dateien und fährt anschließend den PC nochmals herunter und wieder hoch. Wundern Sie sich nun nicht, dass danach die Auflösung gegebenenfalls nicht mehr stimmt – Sie haben den Grafiktreiber ja soeben deinstalliert. Jetzt können Sie ihn wieder mit der neuesten Treibersoftware aufspielen.

Die meisten Hersteller von Grafikkarten bieten eigene Treiberpakete zum kostenlosen Download an.
Vergrößern Die meisten Hersteller von Grafikkarten bieten eigene Treiberpakete zum kostenlosen Download an.

PROBLEM: Grafikkarte läuft nicht mit voller Leistung. Vor allem Spieler benötigen stets aktuelle Grafikkartentreiber, die aktuelle Games umfassend unterstützen. Das ist bei älteren Treibern nicht immer der Fall. Dann können Bildaussetzer und Abstürze das Spielevergnügen trüben.

LÖSUNG: Die neueste Version der Grafikkartentreiber bringt schon mal bis zu 30 Prozent bessere Bildraten – ein merklicher Unterschied. Auch die Kompatibilität zu neu erschienenen Games verbessert sich. Bisweilen führt eine neue Version auch neue Funktionen oder Features ein, wie beispielsweise die räumliche Darstellung von Inhalten oder ein verbessertes Energie-Management. Mittlerweile lassen sich Grafikkarten auch über die Treiber übertakten und in Bezug auf Temperatur sowie Betriebsspannung überwachen. Die Treiber sollten Sie generell direkt von Ihrem Grafikchiphersteller beziehen. Die meisten Grafikkarten bringen eigene Programme zum Überwachen der Treiber gleich mit. Hier legen Sie fest, wie oft nach Updates gesucht werden soll.

Drucker und Scanner

Gerade bei Druckern ist es unerlässlich, das Treiberpaket des Herstellers installiert zu haben. Ansonsten können Sie mit Sicherheit einige Funktionen nicht nutzen und schöpfen die Leistung des Druckers nicht in vollem Umfang aus.

Vor allem für Multifunktionsgeräte ist ein Treiber vom Hersteller unbedingt zu empfehlen.
Vergrößern Vor allem für Multifunktionsgeräte ist ein Treiber vom Hersteller unbedingt zu empfehlen.

PROBLEM: Kombigerät wird im Netz nicht als Drucker erkannt. Eigentlich ist es sehr einfach, einen Drucker per LAN oder WLAN mit einem PC im Netzwerk bekannt zu machen: Sie wählen auf einem Windows-Rechner die Option „Drucker hinzufügen“ aus. Windows sucht nun im Heimnetz nach einem Drucker und lädt die Treiber herunter. Doch es kann bisweilen vorkommen, dass bei einem Multifunktionsgerät im Netzwerk nur ein Teil der Funktionen verfügbar ist: Dann sehen Sie anstelle des Druckers unter „Geräte und Drucker“ nur einen Scanner oder ein Fax mit gleichem Namen.

LÖSUNG: In diesem Fall sollten Sie das aktuelle Treiberpaket von der Webseite des Herstellers herunterladen und auf dem PC installieren. Nach der Installation wird Sie der Treiber als Erstes fragen, wie der Kombidrucker angeschlossen ist: Wählen Sie in diesem Fall die Option „LAN“ oder „WLAN“. Anschließend sucht der Treiber im Netzwerk nach einem passenden Gerät: Hat er es gefunden, sollten die passenden Drucker-, Scanner- und Faxtreiber automatisch nacheinander installiert werden. Auch für den Fall, dass Sie ausschließlich Scan- oder Faxfunktionen angeboten bekommen, können tatsächlich alle Treiber von Windows installiert worden sein. Dann hat das Betriebssystem aber möglicherweise die Faxkomponente des Kombigeräts als Standarddrucker aktiviert. Gehen Sie in die Systemsteuerung zu „Geräte und Drucker“, um dies zu überprüfen. Führen Sie danach einen Rechtsklick auf das Symbol des Multifunktionsgeräts aus. Wählen Sie aus dem Kontextmenü die Option „Als Standarddrucker festlegen“ und wählen Sie dort einen angezeigten Modellnamen aus, der „Drucker“ oder „Printer“ enthält statt eines Namens mit „Fax“.

PROBLEM: Das Treiberpaket lässt sich nicht vollständig entfernen. Haben Sie sich einen neuen Drucker oder ein neues Multifunktionsgerät gekauft, benötigen Sie das Treiberpaket des alten Geräts nicht mehr. Sie können es deinstallieren. Gerade die Tools, die den Zustand des Druckers im Blick haben, lassen sich häufig nicht so einfach vom Computer entfernen.

LÖSUNG: In einem ersten Schritt löschen Sie die Gerätesoftware mit Windows-Bordmitteln in der „Systemsteuerung“ unter „Programme und Features“. Löschen Sie alle Programme zum Drucker – auch etwaige Hilfsprogramme. Suchen Sie dabei nach dem Herstellernamen des alten Druckers, also Brother, Canon, Epson, HP, Lexmark, Samsung, Ricoh oder Xerox. Markieren Sie das jeweilige Tool, führen Sie einen Rechtsklick durch und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Punkt „Deinstallieren“. Sie starten damit die jeweiligen Deinstallationsroutinen, denen Sie bis zum Ende folgen. Gerade dasjenige Programm, welches Ihnen dabei hilft, den Drucker oder das Multifunktionsgerät zu überwachen, sehen Sie oft in der Windows-Programmliste nicht aufgeführt. Nach dem Deinstallieren finden Sie das Icon Ihres alten Gerätes weiterhin in der Windows-Taskleiste, etwa Brother Control Center oder Samsung Printer Diagnostics. Wenn Sie es anklicken, können Sie das Tool auch immer noch öffnen. Es kann allerdings keine Verbindung zum alten Drucker herstellen. Es ist also weiterhin auf dem Rechner installiert. Problem: Auch spezialisierte Löschprogramme listen es nicht unter „Anwendungen“. Um es aufzuspüren, öffnen Sie den Windows-Explorer und wählen die Festplatte aus, auf der Ihre Programme abgelegt sind – meist unter „C:“. Dort suchen Sie unter „Programme“ das Verzeichnis des Herstellers – etwa „Brother“ oder „Samsung“. Klicken Sie doppelt darauf, sehen Sie, welche weiteren Verzeichnisse zum alten Gerät noch vorhanden sind. Finden Sie Bezeichnungen wie „Easy Printer Manager“ oder auch „Printer Control“, öffnen Sie das Tool per Doppelklick. Suchen Sie darin unter „Typ“ nach Anwendungen und Kürzeln wie „UNINST“ oder „CNMNUU“. Dahinter steckt meist die Uninstaller-Anwendung für das Programm. Per Doppelklick führen Sie es aus.

Pro und Contra: Wie sinnvoll sind Treiber-Updates?

PROBLEM: Windows 10 erkennt Scanner nicht. Für hochaufgelöste Scans nutzen Sie statt Ihres Multifunktionsgerätes einen zusätzlichen Scanner – beispielsweise den Epson Perfection V330 Photo . Unter Windows 7 funktioniert das Gerät einwandfrei. Seit Sie Ihr Betriebssystem auf Windows 10 aktualisiert haben, wird es jedoch nicht mehr erkannt. Sie erhalten vielmehr von der Scansoftware die Fehlermeldung „Fehler bei Kommunikation mit Scanner“.

LÖSUNG: Nun sollten Sie das Gerät ausschalten und die USB-Verbindung trennen. Als Nächstes löschen Sie den Scannertreiber. Dazu gehen Sie zur „Systemsteuerung“ und wählen „Programme und Features“. Löschen Sie alle Anwendungen, welche Sie zusammen mit dem Scanner installiert haben, indem Sie das jeweilige Tool anklicken und es mit einem Rechtsklick deinstallieren – auch etwaige Hilfsprogramme. Zur Installation des aktuellen Treibers gehen Sie anschließend auf die Support-Webseite des Herstellers und suchen Sie dort nach Ihrem Produkt. Für viele beliebte Peripheriegeräte gibt es aktualisierte Treiberpakete für Windows 10. So auch für den erwähnten Epson-Scanner Perfection V330 Photo. Laden Sie das gesamte Paket auf den PC. Starten Sie das Setup. Folgen Sie der Routine und schließen Sie den Scanner erst an, wenn Sie dazu aufgefordert werden. Verbinden Sie das Gerät direkt per USB mit dem Rechner. Umwege über Hubs können die Kommunikation beeinträchtigen. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, schalten Sie das Gerät ein. Ist die Installation beendet, erscheint es unter „Geräte und Drucker“. Danach führen Sie einen Testscan durch, um die Funktion zu testen.

PROBLEM: Für den Scanner ist kein Treiber verfügbar. Einige Hersteller stellen die Treiber-Unterstützung für ältere Geräte ein, obwohl sie auch nach Jahren noch ihren Dienst ohne Probleme verrichten.

LÖSUNG: Falls Sie für Ihren Scanner keinen Treiber für Windows 10 beim Hersteller finden, können Sie ein Alternativtool ausprobieren. Bewährt hat sich hier etwa Vuescan von Hamrick Software . Zum Ausprobieren ist das Tool kostenlos. Allerdings versieht es alle eingelesenen Vorlagen mit einem Wasserzeichen. In der Standardversion kostet es 40 US-Dollar. Vor dem ersten Einsatz müssen Sie zunächst einmal den Scanner einschalten und mit dem Rechner entweder per USB oder WLAN verbinden. Daraufhin öffnen Sie das Programm. Es erkennt den Scanner automatisch. Sie finden ihn am unteren Bildrand aufgeführt. Nun können Sie wie gewohnt eine Vorschau erstellen und Details zum Scan festlegen – etwa die Art des Scans, das Dateiformat (PDF, JPEG, TIFF) oder den Dateinamen. Das Programm lohnt sich insbesondere für hochwertige Scanner, welche vom aktuellen Betriebssystem nicht mehr unterstützt werden. Gleichzeitig lässt es sich einsetzen, wenn ein Scanner unter Linux oder Mac-OS X verwendet werden soll und dafür keinen Treiber mitbringt. Herstellerangaben zufolge soll Vuescan mit über 3.000 Scannern von 35 Herstellern kompatibel sein und die Original-Treiber ersetzen.

Netzwerk & WLAN

Ein fehlerhafter Treiber kann viele WLAN-Probleme verursachen.
Vergrößern Ein fehlerhafter Treiber kann viele WLAN-Probleme verursachen.

Idealerweise funktioniert das Netzwerk – gleich, ob festverkabelt oder drahtlos – bei richtiger Konfiguration des Netzwerk-Routers wie einer Fritzbox unter Windows ohne Probleme. Doch gerade einige Spezialfunktionen benötigen etwas Nacharbeit.

PROBLEM: Wake on LAN funktioniert nicht. Einen Rechner im eigenen Heimnetz über einen Netzwerkbefehl per Wake on LAN anzuschalten, ist extrem praktisch – vor allem beim Fernzugriff. Aber unter Windows 10 funktioniert das oft nicht mehr. Verantwortlich dafür ist häufig ein Netzwerkadapter von Intel, der in vielen Notebooks und Desktop-PCs verbaut ist.

LÖSUNG: Mit einigen Anpassungen können Sie den Weckmodus jedoch wieder reaktivieren. Zunächst einmal benötigen Sie die originale Treiber-Software von Intel für den Adapter. Denn der von Windows 10 eingerichtete Treiber bietet nicht alle benötigten Funktionen. Sie finden die Software unter www.pcwelt.de/ihuX61. Laden Sie den passenden Treiber für Ihre Windows-Version herunter und installieren Sie ihn. Rufen Sie über die Systemsteuerung den „Geräte-Manager“ auf, und klicken Sie unter „Netzwerkadapter“ doppelt auf den Eintrag für den Ethernet-Adapter. Wechseln Sie zum Register „Energieverwaltung“, und setzen Sie in der Liste „Wake on LAN“ vor „Akt. über Magic Packet“ ein Häkchen. Schließen Sie das Fenster dann mit „OK“. Doch damit ist es meist noch nicht getan. Seit Windows 8 versetzt das Betriebssystem den PC beim Herunterfahren per Voreinstellung in einen speziellen Hibernation-Modus, bei dem zwar die Anwendungen geschlossen, die geladenen Treiber und Windows-Module jedoch auf der Festplatte abgelegt werden – anstatt sie zu beenden. Auf diese Weise müssen sie beim Start nicht neu initialisiert werden, und der Start von Windows wird beschleunigt. Die Intel-Chips haben mit diesem Modus jedoch oft Schwierigkeiten. Falls die oben beschriebene Installation des Treibers nicht geholfen hat und Sie Wake on LAN dringend brauchen, bleibt Ihnen daher nichts anderes übrig, als den Schnellstart von Windows zu deaktivieren. Das erledigen Sie in Systemsteuerung bei den „Energieoptionen“: Klicken Sie in der linken Spalte auf „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“. Im folgenden Fenster finden Sie den Bereich „Einstellungen für das Herunterfahren“, darunter ist die Option „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“ aktiv und ausgegraut. Klicken Sie auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“, um die Funktion erreichbar zu machen, und deaktivieren Sie sie. Bestätigen Sie zum Schluss mit „Änderungen speichern“.

Der originale Intel-Treiber enthält eine Option, um das Aufwecken des Computers übers Netzwerk zu erlauben.
Vergrößern Der originale Intel-Treiber enthält eine Option, um das Aufwecken des Computers übers Netzwerk zu erlauben.

PROBLEM: Kein WLAN im Akkubetrieb des Notebooks. Das mobile Gerät sollte natürlich auch ohne angeschlossenes Stromkabel problemlos funktionieren. Das ist aber besonders bei der WLAN-Verbindung nicht immer der Fall. Manchmal bricht die WLAN-Verbindung unvermittelt ab, wenn Sie vom Netz- in den Akkubetrieb wechseln. Oder das WLAN funktioniert nicht mehr, wenn Sie das Notebook aus dem Schlafmodus wieder aufwecken.

LÖSUNG: Der Grund für diese Fehler liegt meist in einem problematischen Treiber für das WLAN-Modul im Notebook. Er kann die Hardware dann nicht oder nicht schnell genug dem veränderten Energieschema anpassen, das Windows im Akkubetrieb nutzt. Deshalb sollten Sie als Erstes prüfen, ob Sie einen aktuelleren Treiber für die WLAN-Karte im Laptop bekommen. Das erledigen Sie auf der Webseite des Notebook-Herstellers: Dort sollte auf der Support-Seite für Ihr Notebook-Modell ein Treiber für die verbaute WLAN-Komponente verfügbar sein. Gibt es dort keinen oder keinen aktuelleren Treiber als den installierten, geht die Suche weiter. Doch welches WLAN ist verbaut? Meist sind weder im Handbuch noch in den technischen Daten genaue Angaben zum Hersteller der WLAN-Hardware vermerkt. Mehr Auskunft gibt Ihnen unter Windows der Geräte-Manager. Dort finden Sie die WLAN-Hardware unter „Netzwerkadapter“. Ein Produktname mit WLAN, Wifi oder Wireless gibt Ihnen einen eindeutigen Hinweis. Meist ist auch der Hersteller im Eintrag des Geräte-Managers vermerkt. Falls nicht, klicken Sie doppelt auf den Eintrag, öffnen den Reiter „Details“ und wählen „Hardware-IDs“ aus. Die Ziffernkombination hinter „VEN_“ geben Sie anschließend auf der Webseite http://pcidatabase.com/ im Kasten „Vendor Search“ ein, um den Hersteller ausfindig zu machen. Anschließend forschen Sie auf dessen Webseite nach einem aktuellen Treiber.

Behebt ein neuer Treiber das Problem nicht, kehren Sie in den Geräte-Manager zurück und wählen beim Eintrag des WLAN-Moduls den Reiter „Energieverwaltung“. Dort entfernen Sie den Haken beim Eintrag „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“. Das kostet Sie eventuell ein paar Minuten Akkulaufzeit, behebt aber die Probleme des WLAN-Moduls im Akkubetrieb. Bietet der Treiber des WLAN-Herstellers ebenfalls einen Eintrag für Energiesparmaßnahmen, sollten Sie auch hier Optionen ausschalten, die die Hardware in einen Schaltzustand versetzen können.

Treibermanagement

Der Unknown Device Identifier listet ausführlich alle in Ihrem PC vorhandenen Komponenten auf.
Vergrößern Der Unknown Device Identifier listet ausführlich alle in Ihrem PC vorhandenen Komponenten auf.

Sie können sich selbst darum kümmern, die Treiber für Ihre Hardware aktuell zu halten, oder das einem Tool überlassen.

PROBLEM: Im Geräte-Manager werden unbekannte Geräte angezeigt. Wenn Sie ein neues Gerät an Ihren Rechner anschließen, erkennt Windows das und sucht automatisch entweder in seiner lokalen Datenbank oder im Internet nach dem passenden Treiber. Dabei hilft eine individuelle Kennung, die PCI-ID („Peripheral Component Interconnect ID“), bei der Zuordnung. Bisweilen liegen Windows keine Daten zur Geräte-PCI-ID vor. Dann finden Sie im Windows- Geräte-Manager unbekannte Geräte.

LÖSUNG: Hilfreich ist das gelbe Fragezeichen nicht gerade, wenn es darum geht, die benötigten Treiber zu finden. In diese Bresche springt das kostenlose Tool Unknown Device Identifier . Es listet alle in Ihrem PC vorhandenen Komponenten detailliert auf – und zwar auch solche, für die kein Treiber installiert ist und bei denen der Windows-Geräte-Manager nur „Unbekanntes Gerät“ anzeigt. Sie bekommen mit dem Programm detaillierte Auskunft über sämtliche installierte Geräte mit Angabe von Hersteller, Typ und Modell. Vom Programm nicht erkannte Hardware wird rot gekennzeichnet. Mithilfe dieser Angaben kann der entsprechende Treiber leichter gefunden werden. Nach einem Rechtsklick auf „Find Driver“ starten Sie eine Suche im Browser.

Driver Max spürt veraltete Treiber blitzschnell auf.
Vergrößern Driver Max spürt veraltete Treiber blitzschnell auf.

PROBLEM: Wie kann man neue Treiber einfacher suchen und installieren? Es ist mühsam, immer wieder selbst nach aktuellen Treibern zu suchen, vor allem wenn viele Geräte an den PC angeschlossen sind.

LÖSUNG: Das kostenpflichtige Programm Driver Max (Jahreslizenz rund 40 Euro) übernimmt die Suche nach aktuellen Treibern. Dazu klicken Sie auf der Startseite auf „Jetzt nach Treiberupdates suchen“. Das Programm listet dann alle auf dem System gefundenen Treiber an. Eine rote Markierung zeigt an, dass von den installierten Treibern Updates verfügbar sind. Mit einem Klick auf „LADEN UND INSTALLIEREN“ lädt Driver Max alle neuen Treiberversionen herunter. Falls Sie bestimmte Treiberupdates nicht installieren wollen, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen vor dem Eintrag.

Was erwartet uns im Jahr 2018 für neue Spiele-Hardware? Wir haben einen Blick auf Roadmaps, Leaks, Gerüchte und Neuvorstellungen geworfen und zeigen Euch, auf welche Hardware sich Gamer 2018 freuen können. Und los geht's auch schon im Februar mit den neuen Raven-Ridge-APUs von AMD, Nvidia hat seine neue Ampere-Grafikkarten-Generation im Köcher und Intel könnte Ende 2018 mit neuen Cascade-Lake-X-CPUs den Prozessor-Markt aufrollen. Außerdem werden 2018 neue Standards wie GDDR6-Speicher und PCI-Express-4.0 salonfähig. Und auch Gaming-Gear-Fans kommen nicht zu kurz: Wireless-Eingabegeräte kommen dank immer ausgefeilteren Übertragungs-Techniken wieder in Mode. Mechanische Tastaturen werden immer flacher und 4K-Displays gibt's immer öfters auch mit mehr als 60 Hz. 2018 wird also auf jeden Fall ein spannendes Jahr. Alle Neuheiten stellt Euch Fritz in diesem Video vor.

► Zum Gaming-Hardware 2018 Artikel auf pcwelt.de:
www.pcwelt.de/2325139


2335589