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Touchpad für Windows 10 einrichten

05.07.2017 | 09:35 Uhr |

Mit Windows 10 hat Microsoft zahlreiche neue Gesten für die Bedienung per Touchpad eingeführt. Dafür muss Ihre Hardware aber eine Voraussetzung erfüllen.

Mit Windows 10 hat Microsoft zahlreiche neue Gesten für die Bedienung per Touchpad eingeführt. Allerdings lassen sich diese nicht automatisch auf jedem Notebook mit dem neuen Windows nutzen: Zum Beispiel kann es sein, dass Ihnen die Gesten nicht zur Verfügung stehen, wenn Sie von Windows 7 oder 8 auf Windows 10 aktualisiert haben. Aber auch wenn Sie Ihren Laptop mit Windows 10 gekauft haben, können Sie sich nicht sicher sein, dass die Gesten funktionieren. Denn es gibt eine bestimmte Voraussetzung für die neuen Touchgesten: Ihr Notebook muss ein sogenanntes Präzisions-Touchpad (PTP) besitzen.

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So finden Sie heraus, ob Sie ein Präzisions-Touchpad haben: Öffnen Sie die Windows-Einstellungen und gehen Sie zu „Geräte -> Maus und Touchpad“. Dort sollten der Satz stehen „Ihr PC hat ein Präzisionstouchpad“. Darunter sehen Sie zahlreiche Gesten, die Sie mit dem Touchpad durchführen können: Zwei-Finger-Gesten lassen sich im Menü über einen Schieberegler ein- oder ausschalten. Was passiert, wenn Sie eine Geste mit drei oder vier Fingern ausführen, können Sie aus einem Drop-Down-Menü auswählen. Wenn Sie mit vier Fingern gleichzeitig über das Touchpad streichen, können Sie beispielsweise zwischen Apps oder virtuellen Desktops wechseln.

Präzisions-Touchpad steht aber nicht unbedingt für ein besonders gutes Touchpad. Der Begriff bezeichnet einfach nur ein Touchpad, das mit dem Treiber arbeitet, den Microsoft für die Maussteuerung in Windows 10 integriert hat. Damit das funktioniert, müssen die Notebookanbieter beziehungsweise die Hersteller des Touchpad wie Synaptics oder Elan sich an Vorgaben von Microsoft halten und ihr Produkt zertifizieren lassen. Zum Beispiel sind dabei gesonderten Tasten für das Touchpad nicht mehr vorgesehen: Die Tasten müssen in die Touch-Oberfläche integriert sein.

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Der Hintergrund: Microsoft will mit dem Universal-Treiber für das Touchpad erreichen, dass Gesten zur Windows-Steuerung auf allen Windows-Geräten in gleicher Form ausgeführt werden können. Bisher hängt es vom Hersteller-Treiber ab, ob und wie das Touchpad Steuergesten mit mehreren Fingern interpretiert.

Da Microsoft die Touchpad-Zertifizierung 2013 mit Windows 8.1 startete, stehen die Chancen schlecht, dass Sie für ein älteres Notebook passende Treiber bekommen – selbst wenn das Upgrade auf Windows 10 funktioniert. Zwar werden Sie möglicherweise aktuelle Treiber beim Notebook- oder Touchpad-Hersteller finden und installieren können: Denen fehlen aber die PTP-Funktionen.

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Anders herum haben Sie mehr Chancen: Wenn Sie statt des PTP-Treibers lieber den Treiber des Touchpad-Hersteller nutzen wollen, zum Beispiel, weil dieser spezielle Einstellungsoptionen für eine bestimmte Software bietet, die Sie häufig nutzen, sollten Sie auf seiner Support-Webseite danach suchen.

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