2358789

Top 500: USA hat wieder den schnellsten Supercomputer

26.06.2018 | 11:08 Uhr |

In der neuen Top 500 der schnellsten Supercomputer verdrängt der in den USA von IBM gebaute Summit den chinesischen Konkurrenten Sunway TaihuLight vom Thron.

Der chinesische Sunway TaihuLight mit seinen 10.649.600 Rechenkernen ist nicht mehr der schnellste Supercomputer der Welt. Das geht aus der frisch veröffentlichten neuen Top 500 Liste hervor, die in diesem Jahr den 25sten Geburtstag feiert. Die Liste wird zwei Mal im Jahr aktualisiert. Bei der 51sten Aktualisierung der Liste gibt es ein kleines Erdbeben: Zum ersten Mal seit November 2012 steht wieder ein Supercomputer aus den USA an der Spitze. Es gibt aber auch eine negative Entwicklung, aber dazu später mehr.

Den ersten Platz darf vorerst der in den USA von IBM gebaute und in Betrieb befindliche Supercomputer Summit einnehmen. Er wird vom Department of Enrgy im Oak Ridge National Laboratory eingesetzt. Die 2.282.544 Kerne sorgen für eine maximale Rechenleistung von 122,3 Petaflops im Benchmark High Performance Linpack (HPL), mit dem die Rechenleistung aller Top-500-Supercomputer gemessen wird. Summit besitzt insgesamt 4.356 Nodes mit jeweils zwei 22-Kern Power9 CPUs und sechs Nvidia Tesla V100 GPUs.

122,3 Petaflops entsprechen 122,3 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Der Sunway TaihuLight landet mit seinen 93 Petaflops mit deutlichem Abstand auf dem zweiten Platz. Seit Juni 2016 wurde die Leistung des Rechners nicht verbessert.

Der US-Supercomputer Sierra verdrängt den chinesischen Supercomputer Tianhe-2A auf den vierten Platz. Auch Sierra wurde von IBM gebaut und wird in einem US-Energieministerium eingesetzt und liefert eine Leistung von 71,6 Petaflops. Sierra besitzt 4.320 Nodes mit jeweils zwei Power9-CPUs und vier Nvidia Tesla V100 GPUs.

Mit gleich zwei Supercomputern ist die USA also in der Top 5 vertreten. Im November 2017 musste sich die USA noch mit einer Platzierung auf Platz 5 in dieser Top 5 zufrieden geben.

Anzahl der US-Supercomputer schrumpft auf Allzeit-Tief

Es gibt aber auch die besagte negative Entwicklung: Die USA ist nur noch mit 124 Systemen in der Top 500 vertreten. Das ist ein neues Allzeit-Tief. Noch vor sechs Monaten waren es insgesamt 145 Systeme. In der Zeit hat China von 202 auf 206 Systeme aufgerüstet. Die Supercomputer aus und in den USA sind aber deutlich leistungsfähiger als die Konkurrenten in China. 38,2 Prozent der Gesamtleistung kommt aus den USA, während sich China mit 29,1 Prozent mit dem zweiten Platz begnügen muss.

Auf den weiteren Plätzen folgen übrigens Japan mit 36 Supercomputern, Großbritannien mit 22, Deutschland mit 21 und Frankreich mit 18 Systemen.

Die Gesamtleistung der in der Top 500 vertretenen Supercomputer stieg von 845 Petaflops im November 2017 auf 1,22 Exaflops im Juni 2018. Zum ersten Mal wurde damit die Exaflops-Grenze überschritten.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2358789