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Top 500: USA hat die zwei schnellsten Supercomputer

13.11.2018 | 09:50 Uhr | Panagiotis Kolokythas

In der neuen Top 500 der schnellsten Supercomputer baut die USA den Vorsprung aus. Deutschland schafft den Sprung in die Top 10.

In den USA stehen nun die beiden schnellsten Supercomputer der Welt. Damit baut die USA ihren Vorsprung vor China etwas aus. Das geht aus der frisch veröffentlichten neuen Top 500 Liste hervor, die in diesem Jahr ihren 25sten Geburtstag feiert. Die Liste wird zwei Mal im Jahr aktualisiert.

Bei der 51sten Aktualisierung der Liste im Juni gab es ein kleines Erdbeben: Zum ersten Mal seit November 2012 stand wieder ein Supercomputer aus den USA an der Spitze. Der Superrechner Summit von IBM verdrängte den chinesischen Supercomputer Sunway TaihuLight. Bei der nun 52sten Aktualisierung im November 2018 landet nun der IBM Sierra auf dem zweiten Platz und TaihuLight muss sich mit dem dritten Platz begnügen.

Der in den USA stehende und von IBM gebaute Supercomputer Summit wird im Department of Energy im Oak Ridge National Laboratory eingesetzt. Die 2.397.824 Kerne (im Juni noch 2.282.544 Kerne) sorgen für eine maximale Rechenleistung von 143,5 Petaflops (Juni 2018: 122,3 Petaflops) im Benchmark High Performance Linpack (HPL), mit dem die Rechenleistung aller Top-500-Supercomputer gemessen wird.

143,5 Petaflops entsprechen 143,5 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Der Sierra landet mit 94,640 Petaflops mit deutlichem Abstand auf dem zweiten Platz. Der Sunway TaihuLight kommt mit 93 Petaflops nur noch auf den dritten Platz. Schuld daran ist auch, dass seit Juni 2016 die Leistung des Rechners nicht verbessert wurde.

Anders dagegen beim US-Supercomputer Sierra, dessen Leistung im Juni noch bei 71,6 Petaflops lag und nun auf 94,64 Petaflops gesteigert wurde. Der Rechner ist in einem US-Energieministerium im Einsatz.

Die beiden schnellsten Supercomputer der Welt, Summit und Sierra, wurden beide von IBM gebaut, nutzen Power9-CPUs und Nvidias V100 GPUs.

Deutschland schafft Sprung in die Top 10

Die USA ist nun mit gleich fünf Rechnern in der Top 10 der Supercomputer vertreten. China mit zwei Rechnern und Japan, die Schweiz und Deutschland jeweils mit einem Rechner.

Deutschland ist damit wieder in der Top 10 vertreten: Der Supercomputer SuperMUC-NG auf Platz 8 wurde von Lenovo gebaut und steht im Leibniz-Rechenzentrum in Garching (in der Nähe von München). In dem Rechner stecken 311.040 Intel Xeon Kerne mit einer Gesamtleistung von 19,5 Petaflops.

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