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Tipps zum Einbau eines Gehäuselüfters

15.01.2018 | 13:45 Uhr |

Um Ihr Gehäuse optimal zu belüften und somit einen möglichen Hitzestau zu vermeiden, ist es wichtig, eine ausreichende Anzahl an Lüftern im PC zu verbauen. Folgendes gibt es beim Einbau zu beachten.

Ihr Netzteil, Ihre CPU oder die Grafikkarte schalten sich bei einer Überhitzung zwar von selbst ab, doch ohne eine ausreichende Abfuhr der warmen Luft können erhebliche Schäden an den Komponenten entstehen. Außerdem verkürzt die ständige Hitze die Lebensdauer der Hardware. Weiterhin kann sich bei zu hoher Wärmeentwicklung im Rechner die Taktrate von CPU und GPU reduzieren beziehungsweise diese Komponenten können einen möglichen Turbo-Modus nicht nutzen. Zum Teil sind die einzelnen Geräte bereits mit Lüftern ausgestattet, jedoch verbessert sich die Kühlleistung durch weitere Gehäuselüfter erheblich. Sie sollten jedoch bedenken, dass dabei nicht nur die Anzahl wichtig ist, sondern auch die Wahl des richtigen Modells eine große Rolle spielt. Beim Kauf Ihrer Gehäuselüfter sollten Sie daher verschiedene Dinge beachten.

Eine wichtige Kennzahl sind die Umdrehungen pro Minute, die der Lüfter liefert – kurz UPM. An dieser Angabe erkennen Sie, wie schnell sich der Lüfter maximal dreht. Grundsätzlich macht es Sinn, wenn Sie sich für ein Modell mit einer hohen Drehzahl entscheiden. Ein damit verbundener, kräftigerer Luftstrom unterstützt Ihr System effektiv bei der Kühlung. Ein starker Luftstrom bringt aber auch Nachteile mit sich: So müssen Sie mit einer erhöhten Lautstärke rechnen. Vor allem teurere Lüfter besitzen ein ausgefeiltes Design für Drehlager und Lüfterblätter, so dass sie trotz hoher Umdrehungen kaum zu hören sind.

Ein weiteres Detail, das Sie beim Kauf Ihrer Lüfter nicht außer Acht lassen dürfen, ist die sogenannte PWM-Technik. Diese Abkürzung steht für Pulsweitenmodulation und ermöglicht, die Drehgeschwindigkeit der Ventilatoren einzustellen. Wenn Sie den Lüfter an der Hauptplatine oder an einer Lüftersteuerung anschließen, können Sie die gewünschten Einstellungen vornehmen. Durch diese Technik vermeiden Sie auch unnötigen Energieverbrauch. Denn wenn das System nicht voll ausgelastet ist, drehen die Lüfter langsamer. Wenn das System wieder unter Volllast steht, drehen die Lüfter flotter und kühlen somit effektiver.

Gehäuselüfter sorgen für eine optimale Wärmeabfuhr aus dem Inneren des PCs. Dazu müssen Sie sie aber an den richtigen Stellen einbauen.
Vergrößern Gehäuselüfter sorgen für eine optimale Wärmeabfuhr aus dem Inneren des PCs. Dazu müssen Sie sie aber an den richtigen Stellen einbauen.

Können Sie anhand der Produktbeschreibung des Lüfters nicht herausfinden, ob er PWM beherrscht, prüfen Sie über Produktbilder das Aussehen des Anschlusssteckers: Bei einem vierpoligen Ende können Sie sich sicher sein, dass der Lüfter die Technik beherrscht. Damit der Lüfter gut ins Gehäuse passt und durch seine Ausmaße den optimalen Luftstrom nicht blockiert, sollten Sie natürlich auch die Größe berücksichtigen: Hier achten Sie am besten auf die Angabe zum Durchmesser. Eine Standardangabe ist zum Beispiel 120 Millimeter: Das bedeutet, dass der Lüfter die Maße von 120 x 120 Millimetern hat. Idealerweise werfen Sie einen Blick in Ihr Gehäuse-Handbuch, dort finden Sie Informationen darüber, wie groß die Lüfter an bestimmten Positionen sein sollten.

Nach dem Kauf müssen Sie die Lüfter in der richtigen Anordnung einbauen. Gehen Sie folgendermaßen vor, um die Hitze so gut wie möglich nach außen abzuleiten: Sie erzeugen mit einem Lüfter vorne unten im Gehäuse einen Unterdruck, indem er kühle Außenluft von außen ansaugt und somit die warme Luft im Inneren wegpresst. Damit diese verdrängte Hitze ohne größere Probleme nach außen gelangt, installieren Sie oben hinten im Gehäuse einen weiteren Ventilator, der die Luft von innen nach außen führt. Wie ein Lüfter die Luft leitet, erkennen Sie an kleinen Pfeilsymbolen auf den Lüftern.

Damit die Lüfter nicht über das Drehgeräusch hinaus Lärm erzeugen, können Sie sie entkoppeln. Dadurch verhindern Sie, dass der Lüfter durch seine Bewegung Schwingungen im Gehäuse erzeugt. Um den resultierenden Vibrationsgeräuschen entgegenzuwirken, setzen Sie Beilagscheiben aus Gummi auf die Schrauben zwischen Lüfter und Gehäuse. Einige Lüfter sind schon ab Werk mit Gummipuffern ausgestattet.

Tipp: Größe, Form, Steckplätze, Laufwerksschächte, Schnittstellen: Das PC-Gehäuse ist gleichzeitig äußere Hülle und Wohnzimmer für die Hardware-Komponenten. Wir erklären Bild für Bild, auf was Sie bei Gehäusen achten sollten.

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