2325054

Teufel Rockster Air: 15-Kilo-Bluetooth-Lautsprecher im Praxis-Test

26.01.2018 | 10:31 Uhr |

Der Bluetooth-Lautsprecher Teufel Air bringt fast 15 Kilgramm auf die Waage. Wir haben den grenzwertig "portablen" Gettoblaster im ausführlichen Praxis-Test.

Der Teufel Rockster Air ist der Nachfolger des Rockster-Lautsprechers. Neben einem deutlich geringeren Gewicht hat Teufel auch die Bedienelemente auf der Rück- und Oberseite des Bluetooth-Speakers verändert. Die eigentlich recht praktischen Räder für einen komfortablen Transport entfallen, dafür stattet Teufel den Rockster Air mit einem abnehmbaren Tragegurt aus. In Sachen Klang verspricht der Hersteller einen umwerfenden Sound mit beeindruckende Bässen. Und dazu kommen clevere Features wie ein USB-Ladeanschluss, ein stabiles Gehäuse und ein (im Notfall) wechselbarer Akku.

TEST-FAZIT: Teufel Rockster Air

Wir haben mit dem Teufel Rockster Air ein echtes Kraftpaket im Test. Nicht nur auf das Gewicht bezogen, sondern auch auf die Leistung. So dient der 14,5 Kilo leichte Bluetooth-Speaker nicht nur einfach zum Abspielen von Musik, er verfügt auch über Anschlüsse für Instrumente oder Mikros. Damit ist der Speaker also vielseitig einsetzbar, zum Beispiel für Live-Musik oder sogar Karaoke-Abende. Damit ist er ein gutes Allround-Talent. Auch der Klang ist ausgewogen, kraftvoll und laut und kann dank des intuitiven Mischpults auch noch nach den eigenen Wünschen optimieret werden – allerdings gilt das nur für das Abspielen im Freien oder in sehr großen Sälen. Insgesamt ist der Rockster Air auch vergleichsweise mobil dank des breiten Tragegurts. Das Gehäuse ist obendrein noch sehr stabil und der Akku hält sehr lange durch.

Es gibt aber auch Negativpunkte. Wir halten die 10-Meter-Bluetooth-Reichweite für doch etwas zu wenig, denn große Feiern beschränken sich nicht nur auf diesen Umkreis. Dafür funktioniert die Bluetooth-Kopplung immer einwandfrei und schnell. Außerdem hätten wir uns noch einen USB-Anschluss gewünscht, der auch Musik von USB-Sticks abspielen kann – auch ein Speicherkartenleser fehlt unserer Meinung nach. Vor allem im Hinblick auf den doch recht hohen Preis von rund 600 Euro hätten wir eine etwas höhere Reichweite und noch mehr Anschlussmöglichkeiten gewünscht. Auch die Beleuchtung um die Regler dürfte für unseren Geschmack etwas heller sein, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen sehen zu können, welchen Knopf wir betätigen. Die Investition will also gut überlegt sein: Für die Gartenparty, die einmal im Jahr stattfindet, ist der Rockster Air definitiv zu teuer und nicht für Sie geeignet. Wer aber viel unterwegs ist und den Speaker vielleicht sogar beruflich brauchen kann, der dürfte mit dem Gerät durchaus zufrieden sein.

Pro:

+ ausgewogener Klang im Freien

+ vielseitige einsetzbar

+ lange Akkulaufzeit

Contra:

- nur ausreichende Anschlussmöglichkeiten

- Regler-Beleuchtung etwas zu dunkel

► Teufel Rockster Air bei Amazon: amzn.to/2Bp8YO7
Gute Musik muss man natürlich laut hören - und damit das auch unterwegs klappt, hat Teufel einen Bluetooth-Lautsprecher im Angebot, der mal so richtig Bumms hat. Der Rockster Air bringt nicht nur knapp 15 kg auf die Waage, er ist mit maximal 112 dB auch laut genug, um auch größere Partys ordentlich beschallen zu können. Und wem das nicht genügt, der kann per XLR einfach noch weitere Rockster-Air-Speaker dazuschalten. Der nächsten Strandparty steht also nichts im Weg - außer vielleicht der Preis. Der ist nämlich nicht ganz ohne.

Verstärktes Gehäuse für exzessive Partynächte

In erster Linie ist der Rockster Air dafür gemacht, um größere Veranstaltungen ordentlich zu beschallen. Da kann es auch gut und gerne einmal sein, dass die Veranstaltung nicht gerade im heimeligen Wohnzimmer stattfindet und der Lautsprecher auf Reisen gehen muss. Um die Reisestrapazen sicher zu überstehen hat Teufel dem Rockster Air einen Metallkäfig in der Front und verstärkte Kanten an den Seiten verpasst. So hält der 14,5 Kilo schwere Speaker einigen Stößen stand. Apropos Gewicht: Der Vorgänger des Rockster Air bringt fast doppelt so viel auf die Waage. Stolze 31,5 Kilo. Da hat der Nachfolger ordentlich abgespeckt.

Für ausreichend Schutz, während dem Transport, sorgt unter anderem ein stabiler Metallkäfig in der Front.
Vergrößern Für ausreichend Schutz, während dem Transport, sorgt unter anderem ein stabiler Metallkäfig in der Front.
© Teufel

Um den Transport komfortabel zu machen hat Teufel nicht nur auf ein kleineres Gehäuse gesetzt, sondern legt dem Lieferumfang auch zwei Augenschrauben bei. Links und rechts ans Gehäuse geschraubt, dienen sie zur Befestigung des Tragegurtes. Zugegeben, lange Strecken mit dem Lautsprecher möchten wir damit immer noch nicht zurücklegen, aber ein kurzer Gang vom Auto zum Partygelände ist auf jeden Fall drin. Mit 46 Zentimeter in der Höhe und 38 Zentimeter in der Breite können wir ihn außerdem kaum als richtig sperrig bezeichnen. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell Rockster hat lediglich links und rechts einen Tragegriff.

Kaufberatung: Die besten Bluetooth-Lautsprecher

Simple Verbindung und aufgeräumtes Anschlussfeld

Unserer Meinung nach muss sich der Bluetooth-Kopplungsvorgang mit einem Speaker schnell und simpel gestalten. Und genau das ist beim Rockster Air der Fall: Ist der Lautsprecher einmal eingeschaltet, genügt ein längerer Druck auf den Bluetooth-Knopf und der Lautsprecher taucht auf dem Smartphone unter den verfügbaren Bluetooth-Geräten auf. Schon können wir uns verbinden und unsere Playlist abspielen. Teufel verspricht eine saubere und stabile Verbindung von mindestens zehn Metern. In unserem Praxistest auf freiem Feld haben wir dann auch knapp zehn Meter erreicht. Ab diesem Punkt wird die Verbindung jedoch instabil. Bei dem Test hatten wir, wie auf einer Party durchaus üblich, das Handy in der Hosentasche.

Bluetooth: So klappt jede Verbindung

Halten wir allerdings das Handy in der Hand in Richtung der Box, dann sind sogar noch gute 15 Meter ohne deutliche Aussetzer möglich. Stehen dem Speaker und Smartphone jedoch Wände im Weg, wird auch auf kurze Strecken der Empfang schlecht und bricht sogar ab. Idealerweise bleibt das Smartphone also in der Nähe des Speakers. Außerdem können Sie dann so auch Ihr Smartphone über den USB-Anschluss an der Rückseite dank des integrierten Akkus aufladen lassen. Einen USB-Stick mit Musik daran anzuschließen ist aber nicht möglich – schade! Auch fehlt für uns ein Speicherkarten-Einschub, was den Funktionsumfang des Rockster Air optimal abgerundet hätte.

Im Vergleich zum Vorgänger: Aufgeräumte Anschlüsse auf der Rückseite.
Vergrößern Im Vergleich zum Vorgänger: Aufgeräumte Anschlüsse auf der Rückseite.
© Teufel

Eine weitere Art der Verbindung bietet der klassische Aux-In-Anschluss. Auf diese Weise lassen sich nahezu alle Multimediageräte koppeln, die eine Aux-Buchse besitzen. Dieser Anschluss und noch weitere wie Line-In, XLR-In, Link-In und Line-Out befinden sich alle übersichtlich angeordnet auf der Rückseite. So lässt sich also nicht nur ein Mikrofon via XLR an den Speaker anstöpseln, sondern beispielsweise auch eine E-Gitarre. Es gibt aber noch eine weitere Besonderheit: An den männlichen XLR-Anschluss lassen sich mehrere Rockster Air in Reihe schalten.

Mit seinen 46 Zentimeter ist der Rockster Air kleiner als sein Vorgänger.
Vergrößern Mit seinen 46 Zentimeter ist der Rockster Air kleiner als sein Vorgänger.
© Teufel

Auch einen Stromanschluss in Form eines Kaltgerätestecker gibt es. Denn sollte der Akku nach den angegebenen 30 Stunden doch einmal den Geist aufgeben, können Sie das Kabel anschließen und die Party geht weiter. Ein wichtiger Fakt zum Akku: Sollte er einmal nicht mehr funktionstüchtig sein, lässt sich dieser austauschen. Ein simpler, schneller Austausch auf Achse ist aber nicht vorgesehen.

Den Sound selbst mischen

Das beleuchtete Mischpult ist nicht nur ein wahrer Hingucker, sondern bietet auch viele Einstellungsmöglichkeiten. Neben der gesamten Lautstärke kann die Klangintensität außerdem noch einmal für jeden Eingang separat verstellt werden. Ein Regler für den Bass sowie für die Höhen ist ebenfalls vorhanden. Wir dürfen uns also voll austoben beim Mischen des Klangs und ihn nach den eigenen Wünschen anpassen. Sehr vorteilhaft ist die durchsichtige Abdeckung über dem Mischpult. Sie schützt die Knöpfe vor Wasser, Schmutz und sonstigen Einwirkungen. Außerdem kommt die Beleuchtung dadurch sehr gut zur Geltung. An dieser haben wir leider etwas zu bemängeln: Denn trotz der LED-Streifen fällt es uns schwer die Beschriftungen zu lesen, gerade bei schlechteren Lichtverhältnissen kann die Beleuchtung also nicht wirklich beim Entziffern der einzelnen Reglerbeschriftungen helfen. Nicht gerade ideal, da viele Feiern ja eher zu später Stunde stattfinden. Hier hätte Teufel also ruhig noch etwas nachbessern können.

Für individuellen Klang sorgt ein Mischpult auf der Oberseite.
Vergrößern Für individuellen Klang sorgt ein Mischpult auf der Oberseite.
© Teufel

Laut Hersteller schafft der Rockster Air einen Schalldruck von rund 112 Dezibel. Und in Betrieb hat der Lautsprecher einiges zu bieten und kann uns überzeugen. Teufel verwendet für die hohen Töne ein Hochton-Horn, welches auch bei der Beschallung von größeren Sälen oder gar Stadien zum Einsatz kommt. Für den durchaus druckvollen und tiefen Bass verwendet der Hersteller einen 25 Zentimeter großen Tieftöner mit vier Bassreflexrohren für eine unterstützende Wirkung.

Durch einen durchsichtigen Deckel ist der Rockster Air vor Spritzwasser und Schmutz geschützt.
Vergrößern Durch einen durchsichtigen Deckel ist der Rockster Air vor Spritzwasser und Schmutz geschützt.
© Teufel

Wo der Bass nur richtig druckvoll wummert, fehlt es uns aber an den filigranen und klaren Höhen. Über das Mischpult können wir dem Ton aber noch einiges an Feinheit verleihen. Alles in allem gefällt uns der Klang sehr gut, wobei in größeren Räumen und vor allem im Freien der Sound aber erst richtig zur Geltung kommt. Hier kann sich die ausgewogene und kräftige Musik vollkommen ausbreiten. In kleineren Zimmern hingegen wirkt der Ton sehr gedrückt und dumpf. Wir bemerken hier also, dass das Gerät für Großes bestimmt ist. Unabhängig von der Wahl der Lokation ist die Ausrichtung des Speakers vergleichsweise wichtig. Es handelt sich um keinen Lautsprecher mit Surround-Sound, daher sollte er zur Menge hinzeigen.

Technische Daten

Teufel Rockster Air

Maße (HxBxT)

460 x 380 x 280,5 Millimeter

Gewicht

14,50 Kilogramm

Akku

30 Stunden

Regler

Lautstärke gesamt / Lautstärke für jeden Kanal

Anschluss

XLR-Eingang / Mikrofon-XLR-Eingang / Analog-Eingänge / Klinkenbuchse 3,5 Millimeter / Klinkenbuchse 6,3 Millimeter / Mikrofon 3,5 Millimeter

Bluetooth

Ja

Frequenzgang

50 Hz - 20 kHz

Schalldruck Maximal

112 dB/1m

Lieferumfang

Stromkabel / Rockster Air Batterie 1208

Allgemeine Daten

Testkategorie

Audio

Hersteller

Teufel

Internetadresse

www.teufel.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

599,99 Euro

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2325054