2335849

Test: Microsoft Surface Studio - All-in-One-PC der Luxusklasse für Profi-Creatives

10.03.2018 | 11:11 Uhr |

Das Microsoft Surface Studio richtet sich an Profi-Creatives, die häufig mit Fotos und Videos hantieren und das Gerät auch als digitales Zeichenbrett nutzen. Was der All-in-One-PC von Microsoft auf dem Kasten hat, verrät unser Test.

Das Microsoft Surface Studio ist der erste All-in-One-PC des Herstellers. Zu einem ganz besonderen "Desktop"-Rechner macht ihn der riesige 28-Zoll-Bildschirm. Das hochauflösende Display mit 192 Pixel per Inch lässt sich nämlich über ein Gelenkscharnier in den namensgebenden "Studio-Modus" neigen: So können Sie den Rechner beispielsweise in einem 20-Grad-Winkel positionieren, um bequem mit dem mitgelieferten Eingabestift auf dem Touchscreen zu schreiben oder zu zeichnen. Das Scharnier hält das Display bombenfest in Position - und es ist dabei so leichtgängig, dass eine Hand zum Verstellen genügt.

TEST-FAZIT: Microsoft Surface Studio

Das Microsoft Surface Studio ist ein absoluter Luxus-Rechner. Für Profi-Creatives, die unter Windows arbeiten, rechtfertigt er seinen hohen Preis durch die gute Rechenleistung im kompakten Format sowie den flexiblen und hervorragenden Bildschirm. Insbesondere der Studio-Modus dürfte Grafidesignern gefallen. Zudem glänzt der erste All-in-One-PC von Microsoft durch sein schickes und funktionales Design. Zugegeben, das Surface Studio hat einen gesalzenen Preis, aber wenn man bedenkt, was Apple für seine All-in-One-Rechner kassiert, relativieren sich die Anschaffungskosten.

Pro:

+ herausragender, hochauflösender Bildschirm...

+ ... mit 10 Bit Farbtiefe & 192 PPI

+ leises Betriebsgeräusch

+ Display ergonomisch verstellbar

Contra:

- sehr teuer

Top Design: Microsoft Surface Studio
Vergrößern Top Design: Microsoft Surface Studio
© Microsoft

Genug Rechenleistung und Multimedia-Performance für Adobe & Co. bringt der All-in-One-PC ebenfalls mit: Microsoft bietet das Surface Studio in drei Konfigurationen an (siehe auch Tabelle am Ende des Beitrags): In der Top-Koniguration steckt der Quadcore Intel Core i7-6820HQ mit 2,7 GHz, 32 GB DDR4-Arbeitsspeicher und das Grafikkartenmodul Nvidia Geforce GTX 980M mit 4 GB GDDR5-Videospeicher. Das Microsoft Surface Studio setzt also überwiegend auf Notebook-Hardware. Das hat einen guten Grund, denn alle Komponenten müssen in der nur 250 x 220 x 32 Millimeter messenden Sockelbasis unterkommen, an der das Gelenkscharnier des PixelSense-Displays sitzt.

Die Rechenleistung liegt auf dem Niveau schneller Spiele-Notebooks. Trotzdem wird der Rechner nie laut, der Lüfter ist nur in leiser Umgebung hörbar. Die Leistungsaufnahme des Microsoft Surface Studio liegt zwischen knapp 60 und 200 Watt - je nachdem, ob Sie dem All-In-On-PC "leichte" Büroarbeiten oder rechenintensive Renderingaufgaben abverlangen.

Digitales Zeichenbrett: "Studio-Modus" des Microsoft Surface Studio
Vergrößern Digitales Zeichenbrett: "Studio-Modus" des Microsoft Surface Studio
© Microsoft

Zur weiteren Ausstattung gehören eine 128-GB-SSD und die 2,5-Zoll-Festplatte Seagate/Samsung Spinpoint M9T mit 2 TB, die Microsoft intern via Intel Rapid Storage Technology zu einem Hybrid-Drive umfunktioniert. Die drahtlose Kommunikation erfolgt über ein Modul für WLAN 802.11a/b/g/n/ac und Bluetooth 4.0 LE. Die Anschlüsse liegen alle auf der Rückseite der Sockelbasis. Hier finden sich 1x Mini-Displayport, 1x GBit-LAN, 1x Audio-Out (Klinke), 4x USB 3.0 A sowie ein SDXC-Kartenleser. Allerdings fehlen aktuelle und schnelle Schnittstellen wie USB-C oder Thunderbolt.

Die Kamera erlaubt mit Windows Hello die Anmeldung per Gesichtserkennung. Der Bildschirm des Studio-PCs beeindruckt in allen Belangen: Er hat mit 4500 x 3000 Bildpunkten eine hohe Auflösung, die zusammen mit der 10-Bit-Farbtiefe Fotos und Videos außergewöhnlich detailliert und kontrastreich darstellt. Außerdem strahlt er über 400 cd/qm hell und unterstützt drei unterschiedliche Farbräume (Vivid, DCI-P3, sRGB), zwischen denen Sie über eine Schaltfläche im Info-Center einfach wechseln können.

Bereits vorinstalliert ist Windows 10 Pro in der 64-Bit-Version. Im Lieferumfang sind ein kabelloses Maus-Tastatur-Set sowie ein Stylus-Pen enthalten. Die unverbindliche Preisempfehlung beginnt bei 3549 Euro, das Spitzenmodell kostet 4999 Euro. Deutlich günstiger sind die Straßenpreise, die sich zwischen 3150 Euro und 4450 Euro eingependelt haben.

Technische Daten  

Prozessor

Intel Core i5-6440HQ

Intel Core i7-6820HQ

Intel Core i7-6820HQ

Takt

2,60 GHz

2,70 GHz

2,70 GHz

Grafikkartenmodul

Nvidia GeForce GTX 965M

Nvidia GeForce GTX 965M

Nvidia Geforce GTX 980M

Videospeicher

2 GB GDDR5

2 GB GDDR5

4 GB GDDR5

Arbeitsspeicher

8 GB DDR4-2133

16 GB DDR4-2133

32 GB DDR4-2133

SSD

64 GB

64 GB

128 GB

Festplatte

1 TB

1 TB

2 TB

WLAN

802.11a/b/g/n/ac

802.11a/b/g/n/ac

802.11a/b/g/n/ac

Bluetooth

4.0 LE

4.0 LE

4.0 LE

Betriebssystem

Windows 10 Pro 64 Bit

Windows 10 Pro 64 Bit

Windows 10 Pro 64 Bit

Preis (UVP)

3549 Euro

4149 Euro

4999 Euro

Straßenpreis

ab 3150 Euro

ab 3710 Euro

ab 4450 Euro

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2335849