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Test: HP Omen X - Gaming-PC der Luxus-Klasse mit außergewöhnlichem Design

24.04.2017 | 13:37 Uhr |

Ein auffälliges Design gepaart mit starker Hardware - fertig ist der eher ungewöhnliche Komplett-PC für Spieler von HP. Wir haben den stylischen Gaming-Würfel im Test.

Mit der Omen-X-Reihe möchte HP auch seinen Anteil vom ertragreichen Gaming-Markt haben und kombiniert hierfür ein außergewöhnliches Design mit leistungsfähigen Komponenten. Wer also zum Beispiel nicht das Know-How besitzt, sich selbst einen Rechner zu konfigurieren und zusammenzubauen oder schlichtweg weder Zeit noch Lust dazu hat, fällt genau ins Beuteschema dieser Spiele-PCs - denn mit einem Omen X sollen sie „dominieren“. Zum Preis von 2499 Euro (bei 32 GB RAM und 512 GB SSD kostet er sogar über 4000 Euro ) darf man aber auch Gaming-Luxus erwarten!

TEST-FAZIT: HP Omen X

Der HP Omen X ist definitiv ein Hingucker! Neben der coolen Optik ermöglicht das würfelige Design auch den komfortablen Zugriff auf die Hardware. Das Drei-Kammern-Design trennt hitzige Hardware voneinander und sorgt im Inneren für ein ordentliches Aussehen. Doch auch die Leistung ist eines Gaming-PCs würdig und genügt sogar fürs Zocken aufwendiger Titel in Virtual Reality und Ultra-HD: Witcher 3 läuft beispielsweise mit durchschnittlich 40 Bildern pro Sekunde! Dabei hält sich der Stromverbrauch sogar in vergleichsweise niedrigen Grenzen. Etwas enttäuscht waren wir allerdings von den Kühleigenschaften: Trotz einer CPU-Flüssigkühlung liegt die Prozessortemperatur bei 73 Grad Celsius unter Last. Auch die Grafikkarte klettert auf 83 Grad Celsius. Wir hätten hier tatsächlich niedrigere Temperaturen erwartet.

Mit einem Preis von 2499 Euro (UVP) ist der Omen X selbst für Komplett-PC-Verhältnisse ziemlich teuer, was wohl eindeutig der größte Kritikpunkt an diesem System ist. Die gleiche Leistung (aber nicht Optik!) gibt es bei anderen Shops schon für weniger Geld - und wer selbst baut kommt sowieso am günstigsten davon. Übrigens: Mittlerweile gibt es die Omen X auch mit den neuen CPUs der Intel-Skylake-Architektur wie dem Core i7-7700K.

+ stylisches, durchdachtes Design

+ hohe Rechenleistung

+ problemloser Zugriff auf Hardware

- moderate Betriebstemperaturen

- hoher Preis

Dank des durchdachten, ungewöhnlichen Aussehens erhält der HP Omen X den offiziellen PC-WELT-Award "Top Design".
Vergrößern Dank des durchdachten, ungewöhnlichen Aussehens erhält der HP Omen X den offiziellen PC-WELT-Award "Top Design".

HP Omen X: Durchdachtes Würfel-Design

Das Design punktet nicht nur in Sachen Optik, sondern auch Funktionalität: Der Würfel ist im „45-Grad-Winkel-Design“ angeordnet und setzt sich allein schon dadurch von typischen Desktop-PCs ab. Gleichzeitig ermöglicht die schräg nach oben gerichtete Öffnung den komfortablen Zugriff auf die Hardware.

Die Anordnung im 45-Grad-Winkel-Design erlaubt einen komfortablen Zugriff auf die Hardware.
Vergrößern Die Anordnung im 45-Grad-Winkel-Design erlaubt einen komfortablen Zugriff auf die Hardware.

Zusätzlich hat HP die Hardware in drei voneinander abgetrennten Kammern untergebracht, damit sich die Komponenten in Sachen Thermik nicht negativ gegenseitig beeinflussen. Das ermöglicht zudem auch noch ein ordentliches Kabelmanagement und somit eine aufgeräumte Optik.

Der HP Omen X ist ein echter Blickfang. Der PC richtet sich auf jeden Fall an Freunde ausgefallener Gehäuse. Aber auch die inneren Werte können sich sehen lassen: Ein wassergekühlter Intel-Core-i7 6700K, eine GTX 1080, 16 GB DDR4-RAM und eine M.2-SSD mit 512 GB. Wie sich der 3000 Euro teure HP Omen X mit dieser Ausstattung beim 4K-Gaming und in verschiedenen Benchmarks schlägt, haben wir in diesem Video getestet. Natürlich werfen wir auch einen Blick auf den Stromverbrauch sowie die Lautstärke und die Temperatur.

Programmierbare RGB-Beleuchtung

Das Gehäuse ist an den Außenseiten mit einer programmierbaren RGB-Beleuchtung ausgestattet. Erwähnenswert ist an dieser Stelle die Möglichkeit, die LED-Streifen temperatursensitiv einzustellen. So lässt sich mit einem Blick erkennen, ob die Hardware sich stark aufheizt. An der Frontseite befindet sich auch noch ein verstecktes Werkzeugfach, in dem sich Schrauben, ein passender Schraubendreher und ein Sechskantschlüssel befinden.

In der Front versteckt sich hinter einer Klappe ein kleines Werkzeugfach.
Vergrößern In der Front versteckt sich hinter einer Klappe ein kleines Werkzeugfach.
© HP

Neben den obligatorischen Frontanschlüssen verbaut der Hersteller auch zweimal USB-Typ-C und einen Multi-Speicherkartenleser. Darunter befinden sich vier Hot-Swap-Schächte für 2,5- oder 3,5-Zoll-Festplatten. Die Handhabung dieser Schächte ist komplett werkzeugfrei, weshalb ein schneller und komfortabler Wechsel respektive Einbau möglich ist.

Dank vier integrierter Hot-Swap-Schächte lassen sich Festplatten (2,5 und 3,5 Zoll) werkzeuglos einbauen und entnehmen.
Vergrößern Dank vier integrierter Hot-Swap-Schächte lassen sich Festplatten (2,5 und 3,5 Zoll) werkzeuglos einbauen und entnehmen.
© HP

Starke, übertaktbare Hardware im Inneren

Als Prozessor kommt in unserem Testgerät ein Intel Core i7-6700K (4 / 4,2 GHz) zum Einsatz, dem auf zwei Speichermodule verteilte 16 GB DDR4-2133-RAM zur Seite stehen. Das „K“ im CPU-Namen steht für einen entsperrten Multiplikator, der das simple Übertakten erlaubt. Passend dazu verbaut HP die Hardware auf einem Micro-ATX-Mainboard mit Intel-Z170-Chipsatz.

Die Grundausstattung des HP Omen X in HWiNFO im Überblick.
Vergrößern Die Grundausstattung des HP Omen X in HWiNFO im Überblick.

Die Kühlung des Rechenchips übernimmt eine geschlossene, wartungsfreie Flüssigkühlung, die mit einem 120 Millimeter großen Radiator und Lüfter arbeitet. Das gewährt ein gewisses Übertaktungspotenzial und niedrige Betriebstemperaturen.

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Leistungsstarke Nvidia-Geforce-Grafikkarte

Bei der Grafikkarte setzt HP auf die Nvidia Geforce GTX 1080 Founders Edition, die mit 8 GB GDDR5X und einer energieeffizienten Grafikchip-Architektur namens „Pascal“ ausgestattet ist. Mehr Informationen zur Karte erhalten Sie in unserem Test. Das Grafikmodell ist sogar gestützt, damit die Karte nicht durchhängt und den PCI-Express-Anschluss beschädigt.

An Speicher stehen Ihnen eine M.2-SSD von Samsung mit 512 GB Bruttokapazität und eine drei Terabyte große HDD von Seagate zur Verfügung. Erstere ist sogar vernünftigerweise über das schnelle NVMe-Protokoll ans System angebunden. Zur restlichen Ausstattung zählen noch WLAN-ac, Bluetooth, ein DVD-Brenner und ein 600 Watt starkes Netzteil. Im Preis inbegriffen ist auch ein bereits installiertes und eingerichtetes Windows 10 Home 64 Bit.

Der Blick ins Innere des Gaming-PCs HP Omen X.
Vergrößern Der Blick ins Innere des Gaming-PCs HP Omen X.

HP verkauft natürlich mehrere Konfigurationen des Omen-X-PCs, die besser oder auch leistungsreduzierter sein können und sich deshalb auch im Preis unterscheiden. Schön ist auf jeden Fall, dass sich das System problemlos erweitern oder umbauen lässt.

HP Omen X in Leistungstests

Wir haben den PC durch verschiedene Tests gejagt, um ihn auf seine Performance zu prüfen. Los geht es mit dem synthetischen Benchmark 3D Mark, bei dem wir den aufwendigen Testlauf namens Fire Strike wählen. Der PC kommt auf eine Gesamtpunktzahl von 16857 Punkten. Zum Testzeitpunkt im März 2017 war das Ergebnis sogar knapp 1000 Punkte unterhalb eines 4K-Gaming-PCs - nicht schlecht!

Diese Explosions-Darstellung gibt einen guten Überblick über das auffällige Gehäuse des Omen X.
Vergrößern Diese Explosions-Darstellung gibt einen guten Überblick über das auffällige Gehäuse des Omen X.
© HP

Als nächstes testen wir die Leistung in Virtual Reality mit VR Mark und dem Test „Orange Room“. Dieser stellt fest, ob und wie gut ein PC die beiden populären HMDs (Head Mounted Displays) HTC Vive und Oculus Rift betreiben kann. Der Omen X kommt hier auf satte 9571 Punkte und erreicht eine durchschnittliche Bildrate von rund 209. Zum Vergleich: Die Rift setzt ein Minimum von 81Bildern pro Sekunde voraus.

Die besten VR-Brillen

Härtetest: Witcher 3 in Ultra-HD

Der nächste Test ist die Bildratenmessung in Witcher 3. Wir spielen in Ultra-HD (3840 x 2160 Pixel) mit den höchsten Voreinstellungen und messen zwischen 35 und 45 Bilder pro Sekunde. Keine schlechte Leistung bei so einer hohen Auflösung!

Stromverbrauch und Betriebstemperaturen

Während unserer Witcher-3-Partie messen wir auch den maximalen Stromverbrauch, der zwischen 273 und 283 Watt pendelt. Für ein System mit dieser Gaming-Leistung ist das definitiv in Ordnung. Die Betriebstemperaturen belaufen sich bei der CPU auf 73 Grad Celsius, was für einen Prozessor ebenfalls vollkommen im Rahmen ist. Bei der Grafikkarte messen wir allerdings satte 83 Watt. Wenn der Spieler über mehrere Stunden zockt, dann könnte es nach einer gewissen Zeit zum Thermal Throtteling kommen. Sprich die Grafikkarte taktet sich zum eigenen Schutz herunter, was sich natürlich negativ auf die Leistung auswirkt.

Technische Daten

HP Omen X

Prozessor: Hersteller Bezeichnung (Takt)

Intel Core i7-6700K (4,0 / 4,2 GHz)

Mainboard: Herstellerbezeichnung (Chipsatz)

HP 81B6 (Intel Z170)

Grafikkarte: Herstellerbezeichnung / Speicher

Nvidia Geforce GTX 1080 Founders Edition / 8096 MB GDDR5X

Netzteil

600 Watt

Ausstattung

HP Omen X

Speicher (Bruttokapazität): SSD / HDD

512 (M.2) / 3000 GB

Arbeitsspeicher

16 GB DDR4-2133

Optisches Laufwerk

DVD-Brenner

Speicherkartenleser

ja

Sound-Lösung

Onboard

Netzwerk: Kabel / WLAN (Standard)

Gigabit Ethernet / 802.11ac

Anschlüsse

8x USB 3.0, 2x USB-Typ-C, Ethernet, DVI, 2x HDMI, 3x Displayport, Optisch, Line-out, Kopfhörer, Mikrofon

Kabelmanagement

sehr gut

Allgemeine Daten

Garantiedauer

24 Monate (inklusive Pickup & Return)

Internetseite

www.hp.com

Preis (UVP)

2499 Euro

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