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Test: Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC - Grafikkarte mit innovativer Kühl-Technik

19.01.2019 | 11:20 Uhr |

Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC ist ein wahres Flaggschiff. Nicht nur in Sachen Leistung und Ausstattung, sondern auch in Sachen Preis. Knapp 800 Euro kostet die Grafikkarte. Was Sie fürs Geld bekommen, klärt unser Test.

Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC ist ab Werk nicht nur mit einer selbstentwickelten Kühlung ausgestattet, sondern auch mit höheren Taktraten. Der Boost-Takt beläuft sich standardmäßig schon auf 1815 MHz, im manuell umschaltbaren Gaming-Modus sind es sogar 1830 MHz. Zum Vergleich: Der Standard-Boost beläuft sich nur auf 1710 MHz. Der mittige Lüfter dreht in eine andere Richtung, was sich Gigabyte unter "Alternate Spinning" auch hat patentieren lassen: Auf diese Weise strömt die Luft zwischen den drei Lüftern in dieselbe Richtung und sorgt somit für weniger Turbulenzen. Semi-passiv laufen die Lüfter übrigens auch. Und ja, eine synchronisierbare RGB-Beleuchtung ist integriert.

Mehr Infos über den verbauten TU104-Grafikchip auf Basis der Turing-Architektur erhalten Sie in unserem Test der Nvidia Geforce RTX 2080 Founders Edition. Die technischen Daten der Gigabyte-Grafikkarte zeigt folgender Screenshot:

Die technischen Daten der Zotac Gaming Geforce RTX 2070 AMP Extreme.
Vergrößern Die technischen Daten der Zotac Gaming Geforce RTX 2070 AMP Extreme.

TEST-FAZIT: Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC

Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC ist eine Grafikkarte für Anspruchsvolle: Die Lüfter arbeiten effektiv und stoppen sogar bei geringer Auslastung, man kann exklusive und wirklich innovative Grafik-Techniken wie DLSS und Raytracing nutzen und die 3D-Leistung ist konstant auf oberstem Niveau.

Dass das nicht ganz billig sein kann, sollte klar sein. Aber für die 2080 von Gigabyte werden fast 800 Euro fällig, was sich fast schon als astronomisch bezeichnen lässt. Damit ist die Grafikkarte nur Enthusiasten mit fettem Geldbeutel vorbehalten, die unbedingt die neuste Technik haben wollen.

Pro:

+ Sehr starke Gaming-Leistung

+ semi-passive Kühlung

+ innovative Grafik-Techniken…

Contra:

- …die bisher nur wenig verbreitet sind und teilweise auch Leistung fressen

- sehr teuer

Leistung in Spielen und synthetischen Benchmarks

Dank der Werksübertaktung liefert die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC astreine Bildraten und ist die bisher schnellste 2080, die wir im Test hatten. Auch bei den synthetischen Tests kann sich die Gigabyte-Grafikkarte an die Spitze setzen.

Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Full-HD.
Vergrößern Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Full-HD.
Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Ultra-HD.
Vergrößern Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Ultra-HD.
Im Vergleich: Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks.
Vergrößern Im Vergleich: Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks.

Raytracing-Leistung in Battlefield 5

Battlefield 5 unterstützt bereits seit geraumer Zeit Raytraicing, mit dem letzten großen Update hat sich die Leistung sogar massiv verbessert. Dennoch muss klar sein, dass die realistischen Reflexionen ihren Preis haben. So fällt selbst bei einer übertakteten 2080 die durchschnittliche Bildrate von 141 auf 87 Bilder pro Sekunde, wenn wir die Qualitätseinstellung fürs Raytracing auf "Ultra" stellen (getestet in Full-HD). Dennoch, selbst mit dieser Bildrate ist das Spiel mehr als lfüssig spielbar.

Die durchschnittlichen Bildraten bei verschiedenen Raytracing-Einstellungen im Vergleich in Battlefield 5.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten bei verschiedenen Raytracing-Einstellungen im Vergleich in Battlefield 5.
Gigabyte spendiert der RTX 2080 eine stabile Backplate an der Unterseite.
Vergrößern Gigabyte spendiert der RTX 2080 eine stabile Backplate an der Unterseite.
© Gigabyte

Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC: DLSS im Test

Die Nvidia-exklusive Kantenglättung DLSS (Deep Learning Super Sampling) kann im Test beeindrucken, denn sie liefert eine ähnlich hohe Bildqualität wie das ressourcenhungrige TAA (Temporal Anti-Aliasing). Ganz vertrauen können wir den unteren Ergebnissen aber nicht, denn die Demo wurde von Nvidia selbst entwickelt.

Die durchschnittlichen Bildraten mit DLSS und TAA im Vergleich.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten mit DLSS und TAA im Vergleich.

GPGPU-Tests

Auch bei Anwendungen, die die parallele Rechenkraft des Grafikprozessors nutzen, macht sich die Übertaktung ab Werk bemerkbar. Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC liefert auch hier vorbildliche Resultate.

Die Ergebnisse der Computing-Tests im Vergleich.
Vergrößern Die Ergebnisse der Computing-Tests im Vergleich.
Gleich drei Lüfter kühlen die Gigabyte-Grafikkarte.
Vergrößern Gleich drei Lüfter kühlen die Gigabyte-Grafikkarte.
© Gigabyte

Umwelt-Eigenschaften der Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC

Der Strombedarf ist aufgrund der erhöhten Taktraten natürlich etwas üppiger. Doch für die gezeigte Leistung sind 230 Watt (Maximalwert beim Gaming, nur Grafikkarte) unserer Meinung nach noch zu verkraften. Auch die Betriebstemperatur der GPU geht mit höchstens 72 Grad Celsius vollkommen in Ordnung. FPS-Jäger können hier also noch weiter übertakten, ohne gleich auf eine Wasserkühlung umbauen zu müssen.

Der Grafikkarten-Stromverbrauch im Vergleich.
Vergrößern Der Grafikkarten-Stromverbrauch im Vergleich.
Die GPU-Temperaturen im Vergleich.
Vergrößern Die GPU-Temperaturen im Vergleich.
Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC benötigt weitere Energie über einen 8- und 6-poligen Stromanschluss.
Vergrößern Die Gigabyte Geforce RTX 2080 Gaming OC benötigt weitere Energie über einen 8- und 6-poligen Stromanschluss.
© Gigabyte

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie im folgenden Artikel:  Wie PC-WELT Grafikkarten testet

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