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Test: Asus ROG Strix GeForce RTX 2070 OC - Grafikkarte mit robustem Custom-Design

23.01.2019 | 11:15 Uhr |

Schon bei der Herstellung der Grafikkarte führt Asus jede Menge Neuerungen ein, die sich beispielsweise auch auf die Umwelt auswirken sollen. Aber auch in Sachen Gaming macht die Grafikkarte eine gute Figur.

Bei der Asus ROG Strix RTX 2070 OC führt das taiwanische Unternehmen sogar einen neuen Herstellungsprozess ein. Der hört auf die Bezeichnung "Auto-Extreme-Technologie" und fasst die Lötvorgänge für bestimmte Komponenten in einen Schritt zusammen. Das reduziert die thermische Belastung dieser Teile und der Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln wird vermieden. Damit soll die Herstellung umweltfreundlicher werden, weniger Strom verbrauchen und einen zuverlässigeren Betrieb gewährleisten. Doch auch in Sachen Kühlung und Taktraten tut sich einiges: Ab Werk arbeitet die Grafikkarte im Gaming-Modus mit einem Boost-Takt von 1815 MHz, und die Kühlplatte liegt noch direkter auf der GPU auf. Kostenpunkt: ab 629 Euro.

Mehr Infos über den verbauten TU106-Grafikchip auf Basis der Turing-Architektur erhalten Sie in unserem Test der EVGA Geforce RTX 2070 Black Gaming. Die technischen Daten der Asus-Grafikkarte zeigt folgender Screenshot:

Die technischen Daten der Asus ROG Strix RTX 2070 OC.
Vergrößern Die technischen Daten der Asus ROG Strix RTX 2070 OC.

Leistung in Spielen und synthetischen Benchmarks

Die Asus ROG Strix RTX 2070 OC ordnet sich etwas unter der aktuell stärksten 2070 ein, der ZOTAC RTX 2070 AMP Extreme . Denn ab Werk boostet die Asus nicht so hoch wie der Mitbewerber. Dadurch wird der Leistungsabstand zu einer RTX 2080 auch etwas größer.

Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Full-HD.
Vergrößern Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Full-HD.
Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Ultra-HD.
Vergrößern Im Vergleich: Die durchschnittliche Bildrate in Spielen in Ultra-HD.
Im Vergleich: Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks.
Vergrößern Im Vergleich: Die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks.

Raytracing-Leistung in Battlefield 5

Battlefield 5 ist aktuell das einzige Spiel, in dem sich Raytracing nutzen lässt. Dieses innovative und auch recht realistische Grafik-Feature geht aber auf Kosten der Bildrate: Bei unseren 1080p-Mesungen fällt die durchschnittliche Bildrate von 124 (maximale Grafikdetails ohne Raytracing) auf 71 Bilder pro Sekunde ("Ultra"-Raytracing). Das dürfte für die meisten Gamer schon ausreichen, wer aber dreistellige Bildraten mit der Asus-Karte erzielen möchte, muss die Technik deutlich zurückschrauben, wenn nicht sogar deaktivieren.

Die durchschnittlichen Bildraten bei verschiedenen Raytracing-Einstellungen im Vergleich in Battlefield 5.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten bei verschiedenen Raytracing-Einstellungen im Vergleich in Battlefield 5.
Asus stattet die ROG Strix 2070 OC auch mit einer stabilen Backplate aus.
Vergrößern Asus stattet die ROG Strix 2070 OC auch mit einer stabilen Backplate aus.
© Zotac

Asus ROG Strix RTX 2070 OC: DLSS im Test

Im ersten Moment kann die Technik DLSS (Deep Learning Super Sampling) beeindrucken, denn die Kantenglättungstechnik liefert eine durchaus vergleichbare Bildqualität wie TAA (Temporal Anti-Aliasing), benötigt dafür aber spürbar weniger Ressourcen. Doch die Demo, mit der wir die Bildratenmessungen vorgenommen haben, stammt direkt von Nvidia. Eventuell bedeutet das, dass die Testsequenz extra auf DLSS optimiert wurde, um die Vorzüge der Technik extra positiv zu beleuchten. Leider gibt es bisher noch keine Spiele, die DLSS unterstützen, aber es sind bereits eine Menge angekündigt.

Die durchschnittlichen Bildraten mit DLSS und TAA im Vergleich.
Vergrößern Die durchschnittlichen Bildraten mit DLSS und TAA im Vergleich.

GPGPU-Tests

Die Asus ROG Strix RTX 2070 OC liefert auch in Sachen GPGPU-Tests ordentlich ab. Die hohe Übertaktung sorgt für gute Egebnisse, nur eine 2080 oder eine noch stärker übertaktete 2070 können der Asus-Karte Paroli bieten.

Die Ergebnisse der Computing-Tests im Vergleich.
Vergrößern Die Ergebnisse der Computing-Tests im Vergleich.
Gleich drei Lüfter kühlen die Asus-Grafikkarte.
Vergrößern Gleich drei Lüfter kühlen die Asus-Grafikkarte.
© Zotac

Umwelt-Eigenschaften der Asus ROG Strix RTX 2070 OC

Die Werksübertaktung sorgt dafür, dass die Asus-Grafikkarte deutlich über 200 Watt unter Volllast benötigt. Zum Vergleich: Modelle mit einer geringerer Übertaktung kommen nur auf 181 Watt, leisten dafür aber auch nicht ganz so viel. Für den Betrieb müssen Sie übrigens noch einen 8- und einen 6-poligen Stecker ans Netzteil anschließen. Die Temperaturen hingegen sind mustergültig. Wir messen maximal 63 Grad Celsius unter Last, was sehr viel Raum für manuelles Übertakten lässt.

Der Grafikkarten-Stromverbrauch im Vergleich.
Vergrößern Der Grafikkarten-Stromverbrauch im Vergleich.
Die GPU-Temperaturen im Vergleich.
Vergrößern Die GPU-Temperaturen im Vergleich.
Ein 8- und ein 6-poliger Stromanschluss vom Netzteil sind zusätzlich nötig, um die Grafikkarte in Betrieb zu nehmen.
Vergrößern Ein 8- und ein 6-poliger Stromanschluss vom Netzteil sind zusätzlich nötig, um die Grafikkarte in Betrieb zu nehmen.
© Zotac

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