2294499

Teslas Elektro-LKW soll 480 km mit einer Akkuladung schaffen

25.08.2017 | 11:20 Uhr |

Im September will Tesla seinen ersten Elektro-LKW vorstellen. Mit bis zu 480 Kilometer Reichweile mit einer Akku-Ladung, wie US-Medien spekulieren.

Tesla plant für September seinen nächsten Coup. Dann soll das Unternehmen von Elon Musk nämlich den Prototyp seines ersten Elektro-LKWs vorstellen: Den Tesla Semi Truck. Das hatte Tesla-Boss Elon Musk schon vor längerer Zeit getwittert. Semi-Truck ist die US-Bezeichnung für die Kombination aus Zugmaschine und Auflieger/Sattelschlepper.

Neu ist jetzt aber diese Information: Der Tesla Semi Truck soll mit einer Reichweite von 200 bis 300 US-Meilen kommen, wie Reuters von einem Kenner der Szene erfahren haben will. Das wären dann zwischen 322 und 483 Kilometer, die der E-LKW mit einer Akku-Ladung zurücklegen soll.

Mit dieser Reichweite zielt Tesla auf Unternehmen, die Tagestransporte stemmen müssen. Also Lieferfahrten, bei denen der LKW am Abend wieder zum Abfahrtsort zurückkehrt. Eine Schlafkoje und andere Vorrichtungen, die in Langstrecken-LKWs vorhanden sind, muss der erste E-LKW von Tesla also nicht besitzen.

Mit seinem E-Truck würde Tesla das Premium-Segment endgültig verlassen. Bereits mit dem Model 3 verlässt Tesla das Premiumgefilde und wird zum Volumenhersteller, doch mit einem Transporter auf E-Basis würde das Unternehmen nun völlig neue Märkte erschließen. Elon Musk hat angekündigt, dass der E-Laster mit konventionellen Diesel-LKWs konkurrieren soll. Wobei sich diese Aussage nur auf das Ladevolumen und das Transportgewicht beziehen kann, nicht aber auf die Reichweite. Hier sind die Diesel-Trucks derzeit konkurrenzlos.

Tesla selbst wollte sich zu dem Reuters-Artikel nicht äußern. Von Tesla selbst gibt es also noch keine Angaben zu Reichweite, Erscheinungstermin, Transportkapazität und Preis. Elon Musk hatte bisher nur gesagt, dass er einen LKW mit Elektroantrieb für möglich hält. Details waren dem umtriebigen Unternehmer aber nicht zu entlocken.

Völlig unbekannt ist, wie Tesla die vermutlich riesigen Akkus in dem LKW unterbringen will, ohne dass dadurch die Transportfläche und das Ladegewicht zu stark reduziert würden. Obendrein würde so ein Riesen-Akku sehr schwer sein.

Doch Teslas Pläne sind keinesfalls aussichtslos. Der in Deutschland entwickelte und gebaute Streetscooter zeigt, dass E-Transporter möglich und alltagstauglich sind. Zwar liegt die Reichweite des Streetscooters deutlich unter den für den Tesla-LKW kolportierten Zahlen und auch das Transportvolumen des Streetscooters dürfte geringer sein. Doch der Streetscooter muss ja auch nicht die für die USA typischen langen Distanzen zurücklegen, sondern durch enge deutsche Gassen fahren.

Den Streetscooter produziert übrigens die Deutsche Post. Entwickelt haben ihn Wissenschaftler der RWTH Aachen.




0 Kommentare zu diesem Artikel
2294499