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Tesla: Whistleblower veröffentlicht Fotos von beschädigten Batterien

16.08.2018 | 16:01 Uhr | Denise Bergert

Der ehemalige Tesla-Techniker Martin Tripp deckt eigenen Angaben zufolge über Twitter Missstände bei Tesla auf.

Martin Tripp, ein ehemals bei Tesla angestellter Verfahrenstechniker nutzt Twitter in dieser Woche als Enthüllungsplattform. Über den Micro-Blogging-Dienst twittert er Fotos, E-Mails und interne Tesla-Dokumente, die belegen sollen, dass Tesla mit Produktionsfehlern das Leben von Tesla-Besitzern gefährdet

Tripp ist kein Unbekannter . Er veröffentlicht bereits seit einigen Monaten besorgniserregende Interna von Tesla. Aus diesem Grund hatte der E-Auto-Hersteller den Ex-Mitarbeiter im Juni auf eine Million US-Dollar Schadenersatz verklagt. Das Unternehmen beschimpft Tripp als verärgerten Saboteur, der dem Ruf des Unternehmens schade. Er soll außerdem falsche Informationen über die Tesla-Produktion an die Presse gegeben und interne Systeme gehackt haben. Grund für seine wütenden Aktionen sei die Tatsache, dass die Tesla-Chefetage ihn bei einer Beförderung übergangen habe. Tripp hingegen beharrt darauf, dass Tesla bei der Produktion seiner E-Autos schlampt und CEO Elon Musk von den Missständen in den Fertigungsstätten weiß.

Mit seinen heutigen Tweets veröffentlicht Tripp Fahrgestellnummern von Tesla-Modellen, in denen Batterien mit beschädigten Zellen verbaut wurden, die nie hätten installiert werden dürfen. Tripps Fotos sollen außerdem zeigen, dass Tesla in seiner Gigafactory Abfälle und Schrott auf einem Parkplatz im Freien anstatt in einer klimatisierten Lagerhalle unterbringt.

Tesla reagierte umgehend auf Tripps Anschuldigungen. Von einem offiziellen Sprecher hieß es, Tripps Anschuldigungen seien schlichtweg falsch. In allen genannten Fahrzeugen seien sichere und unbeschädigte Batterien verbaut. Bislang habe es bei keinem einzigen Model 3 Batterie-Sicherheitsprobleme gegeben.

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