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Tesla: Vorgesetzter soll Homosexuellen bedroht haben

20.10.2017 | 12:00 Uhr |

Bei Tesla soll ein Vorgesetzter einen homosexuellen Mitarbeiter gemobbt und bedroht haben. Als dieser sich beschwerte, soll ihn Tesla gefeuert haben.

Erst waren es Frauen, die sich über sexuelle Belästigungen bei Tesla beklagten. Jetzt läuft ein weiteres Verfahren gegen Tesla wegen sexueller Belästigung beziehungsweise um Benachteiligung aus sexuellen Gründen: Dieses Mal geht es um einen homosexuellen ehemaligen Tesla-Mitarbeiter, der seinen Angaben zufolge bei Tesla wegen seiner Homosexualität gemobbt, bedroht und schließlich entlassen wurde, wie The Guardian berichtet.

„Pass ja auf“, soll angeblich ein Vorgesetzter zu dem Mann gesagt haben und sich zudem über dessen „Gay-artig enge“ Kleidung lustig gemacht haben. Später sollen auch Formulierungen wie „sei vorsichtig“ und „etwas könnte mit deinem Auto passieren“ gefallen sein. Der Mann hat in Teslas Fabrik im kalifornischen Fremont gearbeitet. Dort fertigt Tesla Model S, Model X und Model 3. Wobei die Produktion von Letzterem noch deutlich dem Zeitplan hinterherhinkt.

Der Mann verklagt jetzt Tesla, weil er glaubt, dass Tesla ihn als „Rachemaßnahme“ entlassen habe, nachdem er um Schutz gegen Belästigungen wegen seiner Homosexualität gebeten habe. Der Kläger hatte sich nämlich wegen der oben genannten Verspottungen an die Personalableitung von Tesla gewandt. Tesla ließ den Mann daraufhin abwechselnd an unterschiedlichen Fließbändern arbeiten, doch die Belästigungen wegen seiner sexuellen Orientierung hörten deshalb nicht auf, so der Mann.

Nachdem die Personalabteilung von einer Narbe an seinem Handgelenk erfahren habe, soll sie ihm schließlich mitgeteilt haben, dass „kein Platz für Behinderte bei Tesla sei“. Tesla schickte den Mann nach Hause und entließ ihn schließlich, obwohl der Mann betonte, dass er dadurch körperlich nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. So die Darstellung des Klägers.

Dieser neuen Klage wegen Mobbing aufgrund der sexuellen Orientierung beziehungsweise sexueller Belästigung gingen Klagen wegen Diskriminierung aus rassistischen Gründen und sexueller Belästigung sowie Benachteiligung von Frauen voraus.

Tesla hat die Vorwürfe des Klägers in deutlichen Worten zurückgewiesen. Tesla betont, dass Tesla bis jetzt in keinem einzigen Verfahren wegen sexueller Belästigung oder Diskriminierung verurteilt worden sei. Zudem würden bei Tesla rund 33.000 Menschen arbeiten. Da ließen sich einige wenige Vorfälle dieser Art nicht von vornherein ausschließen. Tesla würde aber allen Vorwürfen intensiv nachgehen und sie sehr ernst nehmen. Gegen ungerechtfertigte Vorwürfe würde sich Tesla aber entschieden wehren. In dem Fall wegen der Diskriminierung eines Homosexuellen wären beide Betroffenen – der Gemobbte und dessen Vorgesetzter – nicht einmal direkt bei Tesla angestellt gewesen. Stattdessen hätten beide Männer für ein Subunternehmen gearbeitet, das wiederum für Tesla arbeitete, wie Tesla erklärt.

Jeder Rechtsanwalt, so Tesla, wüsste, dass ein Prozess gegen den bekannten Autobauer maximale Aufmerksamkeit erzielen würde und ein gefundenes Fressen für die Medien seien. Teslas Name würde regelrecht missbraucht für solche Verfahren, so Tesla.












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