2357436

Sabotage-Vorwurf: Ex-Mitarbeiter verklagt Tesla wegen Verleumdung

02.08.2018 | 12:18 Uhr |

Tesla hat Klage gegen einen Ex-Mitarbeiter eingereicht. Der Beschuldigte soll Trojaner auf Tesla-PCs installiert, vertrauliche Unternehmensdaten gestohlen und an Fremde weitergegeben haben. Update: Der Beschuldigte reagiert mit einer Gegenklage.

Update 2.8.: Ex-Mitarbeiter verklagt Tesla

Der Ex-Mitarbeiter, dem Elon Musk öffentlich Sabotage vorgeworfen hat, verklagt Tesla im Bundesstaat Nevada nun seinerseits auf Schadenersatz, wie arstechnica berichtet. Er will eine Million US-Dollar Schadenersatz wegen Verleumdung. Er habe lediglich auf Missstände aufmerksam machen wollen und keine Sabotage betrieben. Update Ende

Tesla hat vor einem Gericht im US-Bundesstaat Nevada Klage gegen einen Ex-Mitarbeiter eingereicht, wie The Verge berichtet. Der Beschuldigte habe als Prozess-Techniker in Teslas Gigafactory in Nevada gearbeitet.

Die Anklagepunkte umfassen laut der Klageschrift zunächst einmal das Hacken und Stehlen von vertraulichen Unternehmensdaten und deren Weitergabe an Dritte. Dabei soll es sich um mehrere Gigabytes von Daten handeln, wobei Tesla weder den genauen Umfang des Schadens noch die Empfänger der gestohlenen Daten nennen kann. In einer Mail an alle Tesla-Mitarbeiter hatte Elon Musk darüber spekuliert, dass möglicherweise Wall-Street-Spekulanten, Öl- und Gas-Produzenten oder die Hersteller von Benzin- und Diesel-Autos in den Fall verwickelt sein könnten.

Außerdem habe der Beschuldigte Code geschrieben, der Daten aus dem Tesla-Netzwerk an fremde Dritte übertragen habe. Diesen Schadcode habe der Beschuldigte auch auf den Rechnern von anderen Tesla-Mitarbeitern installiert, so dass auch dann noch von Tesla-Rechnern zu fremden Rechnern gestohlene Daten übertragen worden wären, wenn der Mitarbeiter Tesla längst verlassen hätte. Es handelt sich bei diesem Code also offensichtlich um Trojaner beziehungsweise Backdoors.

Außerdem gab der Beschuldigte laut Meinung von Tesla bewusst falsche Informationen an US-Medien weiter. So soll er behauptet haben, dass Tesla fehlerhafte Akkus in einige Exemplare des Model 3 eingesetzt habe. Außerdem soll der Beschuldigte Medien gegenüber Probleme bei der Tesla-Fertigung übertrieben oder falsch dargestellt haben. In der Tat berichteten US-Medien Anfang 2018 darüber, dass Tesla angeblich fehlerhafte Akkus in das Model 3 einbaue.

Tesla sagt zwar nicht explizit, dass es sich bei dem jetzt angeklagten Ex-Mitarbeiter um die gleiche Person handelt, die Elon Musk vor einigen Tagen der Sabotage beschuldigt hat. Doch die Vorwürfe klingen derart identisch, dass es sich dabei offensichtlich um dieselbe Person handelt.

Ex-Mitarbeiter: Tesla verschwieg umfangreiche Reparaturen






PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2357436