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Tesla soll für Model-3-Produktionsziel getrickst haben

05.07.2018 | 14:24 Uhr |

Aktuellen Gerüchten zufolge soll Tesla einen wichtigen Test gestrichen haben, um das Model-3-Produktionsziel zu erreichen.

Anfang der Woche verkündete Tesla, erstmals sein Produktionsziel für das Model 3 erreicht zu haben . Firmenchef Elon Musk twitterte stolz, dass nun wie zum Produktionsstart im Juli 2017 geplant, 5.000 Fahrzeuge vom Typ Model 3 in einer Woche vom Band gerollt seien. In der letzten Juni-Woche habe das Unternehmen sogar weitere 2.000 Wagen fertigen können.

Um das lange angestrebte Produktionsziel zu erreichen, scheint Tesla jedoch getrickst zu haben. Wie aus einem firmeninternen Dokument hervorgeht, in dessen Besitz das Branchenmagazin Business Insider gelangt ist, sei in den letzten Wochen bei Tesla ein wichtiger Qualitätstest gestrichen worden, um die Wagen schneller in den Verkauf zu bringen. Bei dem wichtigen Verfahren soll es sich um den Brems-und-Roll-Test handeln, der zu den Standards in der Autoproduktion zählt. Das Testverfahren wird zum Ende der Produktion angewendet. Dabei wird getestet, ob die vier Räder des Wagens korrekt ausgerichtet sind. Mit Hilfe von Diagnostik-Tools werden außerdem die Bremsen bei unterschiedlichen Drehzahlen überprüft.

Laut dem internen Tesla-Dokument wurde dieses Verfahren am 26. Juni 2018 ausgesetzt. Ob der Test mittlerweile wieder angewendet wird, ist unklar. Auf Nachfrage von Business Insider antwortete Tesla-Sprecher Dave Arnold nur ausweichend, dass jeder Tesla „strenge Qualitätschecks“ durchlaufen müsse, darunter auch Bremsentests. Die Frage, ob Elon Musk persönlich den Brems-und-Roll-Test auf Eis gelegt habe, wollte Arnold nicht beantworten. Wie viele E-Autos das Tesla-Werk in Fremont, Kalifornien verlassen haben, ohne diesen wichtigen Test zu bestanden zu haben, ist unklar.

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