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Tesla-Produktionsprobleme: Händler übernehmen Endmontage

06.11.2017 | 14:15 Uhr |

Um die Produktionsprobleme beim neuen Tesla Model 3 zu beheben, greift der E-Auto-Hersteller mittlerweile zu kreativen Methoden.

Tesla hatte in den vergangenen Monaten große Probleme, die nötigen Produktionskapazitäten für sein neues, günstigeres Model 3 aufzubauen. Bis Ende des Jahres sollten eigentlich ganze 5.000 Fahrzeuge pro Woche in der Gigafactory in Nevada gefertigt werden. Von den vorbestellten 400.000 Model-3-E-Autos hat Tesla bislang jedoch nur 222 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert . Elon Musk bezeichnete die Zustände bei der letzten Quartalsbericht-Präsentation als „Produktionshölle“.

Um die Nachfrage der E-Auto-Vorbesteller trotz Schwierigkeiten irgendwie befriedigen zu können, greift der Konzern zu immer kreativeren Mitteln. So berichtete die Financial Times am Wochenende , dass viele Model-3-Wagen ohne wichtige Teile wie Sitze und Displays aus der Fabrik rollen. Die Endmontage dieser Teile müssen Tesla-Händler übernehmen. Das fertige Auto wird dann von ihnen aus weiter zu den Kunden geliefert. Wie eine anonyme Quelle gegenüber der Financial Times berichtet, sei das bei Tesla bereits seit Jahren Gang und Gäbe. Diese Handhabe weckt bei Branchenexperten jedoch Zweifel an der Sicherheit der bei Händlern fertig montierten Wagen. Auch bei Tesla gebe es laut einem Insider sehr viel Handarbeit in den Produktionsstraßen. Das Ziel, 5.000 Model 3 pro Woche fertigen zu wollen, hat Tesla mittlerweile auf März 2018 verschoben.  

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