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Terra: iRobots erster Rasenmäh-Roboter braucht kein Kabel

30.01.2019 | 12:38 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

iRobot hat seinen ersten Rasenmäh-Roboter vorgestellt. Anders als die Konkurrenz benötigt der Terra kein Markierungskabel. iRobot verkauft den Roboter als erstes in Deutschland!

Saugroboter-Pionier iRobot hat seinen ersten autonomen Rasenmäh-Roboter vorgestellt. Er hört auf den Namen Terra (lateinisch für Erde), wie The Verge schreibt. Die Erwartungshaltung an iRobot ist groß, dementsprechend hat sich iRobot viel Zeit mit der Entwicklung gelassen: Laut eigenen Angaben hat das US-Unternehmen seit zehn Jahren an seinem ersten Rasenmäh-Roboter gearbeitet.

Keine Kabel nötig: Der Terra unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt von den bekannten Rasenmäh-Robotern von Husqvarna, Gardena, Bosch oder Honda: Der Nutzer muss keinen Draht auf oder unter dem Rasen verlegen, um das Einsatzgebiet des Rasenmäh-Roboters einzugrenzen. Stattdessen verwendet iRobot mindestens zwei kleine Beacons zur Markierung des zu mähenden Bereichs. Diese Beacons, also kleine Sender, die in den Rasen gesteckt werden und per Funk mit dem Rasenmäh-Roboter kommunizieren, helfen dem Roboter bei der Standortbestimmung.

Dann fahren Sie zunächst mit dem Roboter und der App mindestens einmal den gesamten zu mähenden Bereich ab, damit der Terra eine digitale Karte des Rasens erstellen kann. Bereiche, die der Roboter nicht mähen soll, markieren Sie bei dieser Initialisierungsfahrt in der App. Danach soll der Roboter automatisch nur den erfassten Bereich mähen.

So soll die erstellte Karte aussehen.
Vergrößern So soll die erstellte Karte aussehen.
© iRobot

Der Vorteil gegenüber der Draht/Kabellösung herkömmlicher Rasenmäh-Roboter: Die Beacons lassen sich viel schneller und leichter verlegen. Sie müssen den Rasen nicht mühsam aufgraben und es gibt auch kein Kabel, das Maulwürfe oder andere Nagetiere durchknabbern können – denn dadurch wird der Rasenmäh-Roboter außer Gefecht gesetzt.

Der Terra braucht zudem kein Führungskabel, um den Weg zurück zur Ladestation zu finden. Er findet sich dank der App von überall aus zurecht und den Weg zur Ladestation, so lange der sich innerhalb des kartografierten Bereichs befindet.

Den Terra-Rasenmäh-Roboter können die Nutzer wie gehabt per App steuern. In der App lässt sich die Schnitthöhe für das Gras einstellen, der Zeitplan für den Einsatz des Roboters anpassen und dessen Route überwachen. Die Verbindung zum Terra soll via WLAN erfolgen, wobei iRobot aber nicht sagt, wie sich der Roboter bei schwachem WLAN-Signal verhält. Außerdem legt iRobot eine Fernbedienung bei.

Laut iRobot soll der Terra mit einer Akku-Ladung eine Stunde lang mähen. Das komplette Aufladen des Akkus dauert rund zwei Stunden. Sobald der Terra während des Mähens bemerkt, dass sich die Akku-Kapazität dem Ende zuneigt, fährt er selbstständig zur Ladestation. Ist er wieder aufgeladen, fährt er selbstständig zu der Stelle zurück, an der er das Mähen unterbrochen hat und setzt dort seine Arbeit fort.

Der Roboter soll wasserfest sein und zwei modulare Scheren besitzen, die federnd gelagert sind. Stoßen die Messer auf ein festes Hindernis wie einen Stein, sollen sie zurückfedern und nicht kaputtgehen. Eine Art Stoßfänger an der Vorderseite soll Schäden am Terra vermeiden helfen.

Verkaufsstart in Deutschland: iRobot will den Terra als erstes in Deutschland auf den Markt bringen. Ab dem dritten Quartal 2019 soll der Terra in Deutschland exklusiv erhältlich sein, wie uns die zuständige deutsche Werbeagentur auf Nachfrage bestätigte . Das wäre dann aber fast zu spät für die Rasenmäh-Saison 2019. Auf dem iRobot-Heimatmarkt USA soll der Terra zunächst nur im Rahmen eines Beta-Programms erprobt werden. Der weltweite Verkaufsstart ist dann für 2020 geplant. Zum Preis gibt es noch keine Angaben, wie uns die Werbeagentur auf Nachfrage sagte.

Das Video zeigt die Funktionsweise.

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