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Telekom: Oberirdischer Glasfaserausbau über Masten

07.09.2018 | 11:31 Uhr |

Durch eine mit der US-Firma Corning entwickelte Technik ist die Deutsche Telekom in der Lage Glasfaser über Masten zu verlegen.

Mit einer Technik des auch für Gorilla-Glas für Smartphones bekannten Herstellers Corning, will die Deutsche Telekom den Glasfaserausbau vorantreiben. Und zwar oberirdisch. Die Technik trägt den Namen „Multiport-Box“ und ermöglicht einen Ausbau des Glasfasernetzes mit Hilfe von Holzmasten. Damit hat die Telekom eine Altenative zur Verlegung unter der Erde und kann so auch abgelegene Dörfer oder teils schwieriges Gelände erreichen.

Die Multiportbox wird dabei als Plug-and-Play-System verwendet, neue Leitungen können eingesteckt und dann auf der anderen Seite zu den entsprechenden Häusern geführt werden. Über eine der Boxen können dann sogar mehrere Haushalte bedient werden. In einem Blogbeitrag spricht die Deutsche Telekom von einer Verwendung ähnlich dem einer „Mehrfach-Stockdose“ wie zuhause. Zudem ist die Box vor Regen und Staub geschützt, kann unter Wasser getaucht werden und selbst Blitzeinschläge können die Multiport-Box nicht beschädigen. Eine Mast-Höhe von ca. fünf bis sieben Meter soll von Eingriffen durch außen schützen.

Die Multiport-Box soll aber kein Ersatz für den herkömmlichen Glasfaserausbau unter der Erde darstellen. Sondern nur um Versorgungslücken zu schließen und unrentable Projekte doch noch zu realisieren. Die Methode soll hauptsächlich abgelegenere Gemeinden auf dem Land erreichen und dafür bereits vorhandene Holzmasten nutzen. So bleibt das Verlegen der Technik kostengünstig und zeitsparend.

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