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Techniker Krankenkasse nutzt App mit Chat-Bot und KI zur Diagnose

21.12.2018 | 09:44 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Die Techniker Krankenkasse verwendet eine App mit Chat-Bot für eine erste Diagnose bei ihren Versicherten. Mit künstlicher Intelligenz.

Die Techniker Krankenkasse verwendet die kostenlos App Ada für eine erste Diagnose bei ihren Versicherten. Die App soll einen ersten Symptomcheck bei Versicherten vornehmen, die sich krank fühlen oder nicht wissen, wie sie Symptome bewerten sollen.
Ada, die es sowohl für iOS als auch für Android gibt, verwendet künstliche Intelligenz für ihre Diagnose. Jeder Interessierte kann sich Ada unabhängig von seiner Krankenversicherung herunterladen. Die Besonderheit der Techniker Krankenkasse besteht darin, dass sie Ada ihren Versicherten zur Benutzung empfiehlt und künftig sogar in ihre eigene „TK-Doc"-App integriert.

Nutzer der App "Ada", die bei der Techniker Krankenkasser versichert sind, können dort ihre Beschwerden eingeben, erhalten eine persönliche Analyse und werden auf Wunsch über passende digitale Versorgungsangebote der TK informiert. Passend zu dem Symptomcheck erhalten die Versicherten Versorgungsangebote der TK, wie beispielsweise die Allergie-App "Husteblume".

In der zweiten Ausbaustufe, die voraussichtlich Anfang 2019 startet, können TK-Versicherte den Symptomcheck direkt über die neue "TK-Doc"-App nutzen, ohne dass ein gesonderter Log-in bei Ada notwendig ist. Hierzu wird der Symptomcheck von "Ada" direkt in die neue "TK-Doc"-App integriert. Nach der Bewertung mittels künstlicher Intelligenz können die Versicherten auf Wunsch das Ergebnis über die App unmittelbar telefonisch, per Mail, per Text- oder Video-Chat mit einem Arzt besprechen. Die Gespräche führen Mediziner des TK-Ärzte-Zentrums.

„Ada funktioniert im Prinzip wie ein Chat. Der Nutzer beantwortet Fragen zu seinen Symptomen bis genügend Informationen für eine qualifizierte Einschätzung vorliegen. Ada informiert die Nutzer direkt über mögliche Ursachen ihrer Beschwerden und zeigt ihnen mögliche nächste Schritte auf - zum Beispiel, ob sie einen Arzt konsultieren sollten", erklärt Dr. Martin Hirsch, Mitgründer und Chief Scientific Officer von Ada Health, das die KI-Technologie "Ada" entwickelt hat.

Darauf basiert Ada: „Sieben Jahre Forschung stecken in der Künstlichen Intelligenz von Ada. Mehr als hundert Ärzte haben tausende medizinische Fälle in die Datenbank eingepflegt, zudem lieferten Studien und Fachliteratur weitere Informationen. Mittlerweile kennt Ada mehrere tausend Krankheiten und Symptome. Täglich kommen durch die Nutzer der Ada-App rund 30.000 neue Fälle hinzu. Es werden dauerhaft Qualitätssicherungen von Adas Ärzte-Team sowie externen Spezialisten durchgeführt. Dank Künstlicher Intelligenz wird Ada täglich schlauer, denn jeder einzelne Symptomcheck sichert die Datengrundlage und ist damit die Basis der Analyse für den Einzelnen", so Hirsch.

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