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Tabakkonzern Philip Morris testet Gesichtserfassung am Kiosk

03.07.2018 | 15:45 Uhr |

Mit personalisierter Werbung will Philip Morris die Verkäufe von Zigaretten ankurbeln, zumindest testweise.

Der Tabakkonzern Philip Morris will an österreichischen Kiosken neue Formen des Direktmarketings ausloten. Dazu wurden an zwei Verkaufsstellen in Wien Werbedisplays mit Kameras installiert. Diese analysieren das Gesicht des Kunden, um dessen Geschlecht und Alter herauszufinden. Mit diesen gewonnenen Daten werden auf der Anzeigetafel unterschiedliche Zigarettenmarken vorgeschlagen. Der Test soll vorerst nur vier Wochen lang laufen. Dennoch hagelt es Kritik von Datenschützern.

Philip Morris verweist darauf, dass die gewonnenen Bilddaten nicht gespeichert würden. Zudem würden sie ohne Zuordnung zu einer Person verarbeitet. Eine Identifizierung oder Wiedererkennung sei nicht Teil des Systems. Personenbezogene Daten würden nicht gewonnen, vielmehr würde das Unternehmen von seinem Dienstleister nur anonymisierte Zahlenreihen erhalten. Problematisch ist jedoch, dass sich an den Kiosken kein entsprechender Hinweis auf die Gesichtserfassung findet. In Österreich sind Kameras zu Marktforschungszwecken schon weit verbreitet. In vielen Tabak-Verkaufsstellen wird damit die Aufmerksamkeit der Kunden analysiert. Die Systeme messen die Zeit, die ein Kunde für das Erfassen der Werbeflächen benötigt und wie lange sein Blick darauf verharrt. 

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