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Neues Surface Pro im ersten Test – plus Video!

23.05.2017 | 14:16 Uhr |

Schneller, ausdauernder, besser: Wir haben das neue Surface Pro bereits ausprobiert. Hier alle Infos plus Video!

Der Nachfolger vom Surface Pro 4 heißt… Surface Pro . Microsoft verzichtet bei dem neuen Gerät auf eine Ziffer im Namen. Statt Surface Pro 5 heißt das neue Modell damit einfach nur Surface Pro. Im Vergleich zum Vorgänger erhält das neue Surface Pro ein äußerlich kleines und im Inneren dafür größeres Update. Das neue Surface Pro wird ab dem 15. Juni erhältlich sein. Zeitgleich starten übrigens in Deutschland auch das bereits im Oktober 2016 vorgestellte Surface Studio und das kurzlich präsentierte Surface Laptop, welches mit dem neuen Windows 10 S ausgeliefert wird.

Video: Surface Pro im ersten Hands-On

Microsoft hat das neue Surface Pro am Dienstag in Shanghai vorgestellt. Wir konnten bereits das neue Surface Pro in der Top-Variante (Core i7-7660U 2,50 GHz Kaby-Lake, 16 GB RAM und 1 TB SSD) antesten. Ebenso durften wir bei der Gelegenheit auch einen Blick auf die neuen Alcantara-Type-Cover und das Surface Dial werfen. Mehr Details zum neuen Surface Pro und dem Zubehör folgen im weiteren Verlauf des Artikels.

Microsoft bringt den Nachfolger des Surface Pro 4 auf den Markt. Der heißt nicht Surface Pro 5, sondern schlicht Surface Pro. Und damit ist eigentlich schon klar: Echte Neuerungen darf man nicht erwarten, die Neuauflage bringt vor allem das Upgrade auf die Kaby-Lake-CPUs von Intel und damit mehr Performance und eine längere Akkulaufzeit. Daneben hat Microsoft den Kickstand und das Gehäuse leicht überarbeitet. Außerdem gibt's einen neuen Eingabestift und die Unterstützung für das Surface Dial - ein kreisrundes Eingabegerät, das schon vom Surface Studio bekannt ist. Wir haben das neue Surface Pro in diesem Video ausprobiert.
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Surface Pro jetzt mit Kaby-Lake-CPUs und ohne Lüfter

Im neuen Surface Pro stecken Intel Kaby-Lake-CPUs der siebten Generation. Die Prozessoren sind nicht nur schneller als die im Surface Pro 4 verbauten Skylake-CPUs, sondern auch deutlich energieeffizienter. Auch das neue Surface Pro wird in Varianten mit Core m3, Core i5 und Core i7 erhältlich sein. Durch den Austausch der Skylake- durch Kaby-Lake-CPUs steigt die Leistung um 20 Prozent  Im Vergleich zum Surface Pro 3 gar um das 2,5fache, wie Microsoft verspricht.

Neues Surface Pro: Das Top-Modell ist mit einem Core i7-7660U (Kaby Lake) ausgestattet, der mit 2,5 GHz getaktet ist
Vergrößern Neues Surface Pro: Das Top-Modell ist mit einem Core i7-7660U (Kaby Lake) ausgestattet, der mit 2,5 GHz getaktet ist
© PC-WELT

Zugleich verlängert sich auch die Akkulaufzeit von bisher 9 Stunden bei der Videowiedergabe auf bis zu 13,5 Stunden. Für einen (auch mal) längeren Arbeitstag sollte das Surface Pro also genug Saft haben, ehe ein neues Aufladen notwendig wird.

Die Hardware-Ingenieure bei Microsoft haben für den Einsatz der Kaby-Lake-CPUs das Innenleben des Surface Pro komplett neugestaltet. Durch den geringeren Stromverbrauch und weniger Abwärme kommen die Core-m3- und Core-i5-Modelle des neuen Surface Pro komplett ohne Lüfter aus und sind somit komplett lautlos. Nur das Core i7, dessen CPU mit 2,5 GHz getaktet ist, benötigt noch einen Lüfter.

Neues Surface Pro: Äußerlich hat sich das Surface Pro kaum zum Surface Pro 4 verändert
Vergrößern Neues Surface Pro: Äußerlich hat sich das Surface Pro kaum zum Surface Pro 4 verändert

Surface Pro Gehäuse erhält nur dezentes Update

An dem Magnesium-Gehäuse vom nur 8,5 Millimeter dünnen und etwa 768 Gramm leichten Surface Pro, welches bereits beim Surface Pro 4 eine schicke Figur macht, wurden kaum Änderungen vorgenommen. Die Ränder sind nun etwas eleganter abgerundet und die Kamera-Linsen auf der oberen Vorderseite sind kaum noch zu sehen.

 

Neues Surface Pro: Über Surface Connect wird das Gerät aufgeladen oder an eine Docking-Station angeschlossen
Vergrößern Neues Surface Pro: Über Surface Connect wird das Gerät aufgeladen oder an eine Docking-Station angeschlossen

Im Vorfeld war darüber diskutiert worden, dass das neue Surface Pro über einen USB-Typ-C-Anschluss verfügen könnte, der auch zum Aufladen des Geräts zum Einsatz kommt. Die Gerüchte waren falsch: Das neue Surface Pro verfügt über keinen USB Typ-C-Anschluss, sondern „nur“ über alle Anschlüsse, die auch das Surface Pro 4 besitzt. Sprich: Auch das neue Surface Pro besitzt einen USB 3.0 Anschluss in Originalgröße und wird über den Microsoft-proprietären Surface Connect Anschluss aufgeladen.

Das hat aber auch den Vorteil, dass das gesamte bisher beim Surface Pro 4 erworbene Zusatzzubehör problemlos auch in Verbindung mit dem neuen Surface Pro eingesetzt werden kann. Wie etwa das Surface Dock. Vor allem Unternehmen, die eine größere Anzahl von Geräten und Zubehör anschaffen, dürfte dies freuen.

Hinzukommen – wie bereits beim Vorgänger – ein MicroSD-Kartenleser, eine Kopfhörerbuchse, ein Mini-DisplayPort und ein Coveranschluss.

Neues Surface Pro: Neuer Studio Mode - 165 Grad geneigt
Vergrößern Neues Surface Pro: Neuer Studio Mode - 165 Grad geneigt

Den an der Rückseite des Surface Pro integrierten Ständer hat Microsoft verbessert und mit neuen Scharnieren ausgestattet. Das neue Surface pro kann damit um bis zu 165 Grad gekippt werden. In diesem sogenannten Studio Mode kann der Nutzer einfacher zeichnen, als wenn das Gerät ganz auf dem Untergrund liegen würde.

Endlich eine LTE-Version des Surface Pro

Das neue Surface Pro wird es auch in einer LTE-Version geben. Allerdings nicht bereits ab dem 15. Juni, sondern erst später im Jahr. Einen genauen Termin verrät Microsoft derzeit noch nicht, wahrscheinlich, weil man es selber noch nicht weiß. Bei Geräten mit LTE dauert die Zertifizierung einfach länger…

Display, Kameras und Sensoren

Der 12,3 Zoll PixelSense-Display im 2:3-Format bietet eine Auflösung von 2.736 x 1.824 Pixeln bei einer Pixeldichte von 267 PPI. Er unterstützt die 10-Punkt-Multitouch-Eingabe.

Die Frontkamera unter Windows Hello zur biometrischen Authentifizierung des Gesichts, löst mit unveränderten 8 Megapixeln auf und erlaubt die Erstellung von 1080p-Videos. Auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Autofokuskamera. Dazu gesellen sich Stereomikrofone, ein Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Audio-Premium und neben einem Magnetometer und Gyroskop auch Sensoren für Umgebungslicht und Beschleunigung.

Neues Surface Pro ab 15. Juni verfügbar

Das neue Surface Pro wird ab dem 15. Juni weltweit zeitgleich in allen Ländern verfügbar sein, in denen bereits jetzt das Surface Pro 4 erhältlich ist. Also auch in Deutschland. Österreich und der Schweiz. Der Preis: Ab 949 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) in der günstigsten Core-m3-Variante. Im Vergleich zum Start vom Surface Pro 4 ändert sich also beim Preis nichts – dafür aber etwas beim Lieferumfang. Dazu aber gleich mehr.

Neues Surface Pro: Windows 10 Pro Creators Update ist vorinstalliert
Vergrößern Neues Surface Pro: Windows 10 Pro Creators Update ist vorinstalliert

Alle Modelle des neuen Surface Pro werden inklusive Windows 10 Pro Creators Update ausgeliefert. Konkret sind ab sofort folgende Varianten vorbestellbar:

  • Surface Pro mit Core m3, 128 GB SSD, 4 GB RAM für 949 Euro (Universitäten-Preis: 854,10 Euro)

  • Surface Pro mit Core i5, 128 GB SSD, 4 GB RAM für 1.149 Euro (Studenten-Preis: 1.034,10 Euro)

  • Surface Pro mit Core i5, 256 GB SSD, 8 GB RAM für 1.449 Euro (Studenten-Preis: 1.304, 10 Euro)

  • Surface Pro mit Core i7, 256 GB SSD, 8 GB RAM für 1.799 Euro (Studenten-Preis: 1.619,10 Euro)

  • Surface Pro mit Core i7, 512 GB SSD, 16 GB RAM für 2.499 Euro (Studenten-Preis: 2.249,10 Euro)

  • Surface Pro mit Core i7, 1 TB SSD, 16 GB RAM für 3.099 Euro (Studenten-Preis: 2.789,10 Euro)

Das neue Surface Pro kann hier im Microsoft Store vorbestellt werden.

Wir durften das neue Surface Pro bereits ausprobieren
Vergrößern Wir durften das neue Surface Pro bereits ausprobieren

Erste Einschätzung zum neuen Surface Pro

Als 2-in-1-Gerät ist das Surface Pro ein hervorragend verarbeitetes Gerät, welches nun das verdiente Kaby-Lake-Update erhält. Dadurch entfallen beim Core-m3- und Core-i5-Modellen die Lüfter, so dass ein geräuschloser Betrieb möglich ist. Erfreulich ist auch die deutlich gesteigerte Akku-Laufzeit.

Das Surface Pro macht als vollwertiger Windows-10-Pro-Rechner nicht nur als Tablet eine gute Figur, sondern auch immer dann, wenn man auch damit arbeiten möchte. Erfreulich ist, dass es künftig auch eine LTE-Funktion geben wird.

Die hohe Qualität hat allerdings auch ihren - je nach Modell hohen - Preis. Wer die Kombination und Flexibilität von Tablet und Notebook nicht missen möchte, der erhält auch mit dem neuen Surface Pro ein hervorragendes, leichtes und schnelles 2-in-1-Gerät.  Im Langzeittest muss das Surface Pro aber noch seine Ausdauer unter Beweis stellen.

Wir werfen jetzt auch noch einen Blick auf das neue Zubehör. Was den Lieferumfang beim neuen Surface Pro angeht, gibt es im Vergleich zu den Vorgängern auch einen Rückschritt…

Neuer Surface Pen nicht im Lieferumfang

Den Surface Pen spendiert Microsoft zum Start des neuen Surface Pro ein Update. Die Anzahl der Druckpunkte erhöht sich von 1.028 auf 4.096. Hinzu kommt eine Neigungswinkel-Erkennung, durch die beispielsweise in Zeichnen-Apps das Schraffieren erkannt wird.

Die schlechte Nachricht: Das neue Surface Pro wird ohne Surface Pen ausgeliefert. Der Eingabestift muss künftig also als Extra-Zubehör dazu gekauft werden. Dafür gibt es den Stift aber künftig nicht nur in Silber und Schwarz, sondern auch in diversen anderen Farben. Der neue Surface Pen kann auch mit den Vorgängermodellen verwendet werden, die Verbesserungen sind aber nur auf dem neuen Surface Pro verwendbar.

Der neue Surface Pen kommt nicht zeitgleich mit dem neuen Surface Pro auf den Markt, sondern „kurze Zeit“ später. Den Preis reichen wir nach, wir gehen aber von um die 50 bis 60 Euro aus.

Neues Surface Pro: Das neue Surface Dial
Vergrößern Neues Surface Pro: Das neue Surface Dial

Surface Dial wird unterstützt

Ein weiteres Extra-Zubehör ist das Surface Dial, welches Microsoft bereits mit dem All-in-One-PC Surface Studio vorgestellt hatte. Mit dem Start des neuen Surface Pro kommt das Surface Dial auch in Deutschland auf den Markt. Das Surface Dial versteht sich als zusätzliches Eingabegerät neben Maus und Tastatur. Dabei handelt es sich um ein drehbares Eingabegerät mit haptischem Feedback, welches über Bluetooth mit dem Surface Pro gekoppelt wird. Besonders praktisch ist Surface Dial beim Bearbeiten von Videos oder Zeichnen.

Neues Surface Pro. Das Surface Dial erleichtert die Eingaben etwa während des Zeichnens
Vergrößern Neues Surface Pro. Das Surface Dial erleichtert die Eingaben etwa während des Zeichnens

Das Eingabegerät erlaubt es beispielsweise, durch das Drehen die Farbe oder den Pinsel zu wechseln oder die Lautstärke zu verändern. Per Druck auf das Dial wird durch die zur Verfügung stehenden Befehle gewechselt. Beim neuen Surface Pro wird das Surface Dial auch erkannt, wenn es nicht neben dem Gerät, sondern auf dem Display des Geräts genutzt wird. Je nach Anwendung und Positionierung auf dem Display liefert Surface Dial dann passende Befehle.

Das Surface Dial in Aktion - beim neuen Surface Pro kann es auch direkt auf dem Display abgelegt werden und bietet dann passende Funktionen zur aktuellen App an
Vergrößern Das Surface Dial in Aktion - beim neuen Surface Pro kann es auch direkt auf dem Display abgelegt werden und bietet dann passende Funktionen zur aktuellen App an

Das Surface Dial kann über Bluetooth mit jedem PC und auch dem Surface Pro 4 verbunden werden. Die „auf das Display legen“-Funktion wird aber nur beim neuen Surface Pro unterstützt. Und natürlich beim Surface Studio.

Die genaue Funktionsweise von Surface Dial erläutern wir auch in unserem Video-Beitrag zum neuen Surface Pro.

Das Surface Dial ist als Zubehör für 99 US-Dollar ab dem 15. Juni erhältlich. Den deutschen Preis reichen wir in Kürze nach.

Neues Surface Pro: Die drei neuen Alcantara-Type-Cover funktionieren auch mit älteren Surface-Pro-Modellen
Vergrößern Neues Surface Pro: Die drei neuen Alcantara-Type-Cover funktionieren auch mit älteren Surface-Pro-Modellen

Drei neue Alcantara Type-Cover: Surface Pro Signature Type Cover

Für das neue (und natürlich auch alte) Surface Pro wird es drei neue Alcantara Type-Cover in den Farben Platin-Grau, Bordeaux-Rot und Kobalt-Blau geben. Offiziell heißen sie Surface Pro Signature Type Cover. Bei den neuen Type-Covern hat Microsoft die LED-Hintergrundbeleuchtung der Tasten verbessert und über eine neue Funktionstaste kann die Helligkeit des Surface-Pro-Displays reguliert werden.Sie besitzen ein großes und präzises Trackpad aus Glas.

Das Alcantara Type Cover fühlt sich gut an und die Oberfläche ist schmutzabweisend
Vergrößern Das Alcantara Type Cover fühlt sich gut an und die Oberfläche ist schmutzabweisend

Alcantara ist ein Kunststoffüberzug, der besonders edel ausschaut und bisher vor allem in der Autoindustrie bei Armaturen zum Einsatz kam. Der Mikrofaservliesstoff sieht nicht nur besonders schick aus, sondern fühlt sich auch „wärmer“ an, ist weniger anfällig für Schmutz und lässt sich einfach reinigen.

Die neuen Alcantara Type-Cover werden etwas teurer als die „normalen“ Type-Cover sein. Dafür erhalten die Käufer ein weiteres Zubehör, um ihrem Surface Pro einen persönlichen Touch zu verleihen. Das dürfte dann die 10 bis 15 Euro Aufpreis durchaus rechtfertigen.

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