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Surface Laptop im Test: Schickes Arbeits-Notebook mit Einschränkungen

29.08.2017 | 13:25 Uhr |

Das Microsoft Surface Laptop sieht gut aus und besitzt gute Hardware, ist aber durch Windows 10 S eingeschränkt. Für die Zielgruppe zu teuer.

Mit dem Surface Laptop hatte Microsoft im Frühjahr 2017 seine Surface-Familie (Surface Pro, Surface Book und Surface Studio) erweitert. Beim Surface Laptop handelt es sich um ein Notebook speziell für Schüler, das zudem mit einem Touchscreen ausgestattet ist. Es ist außerdem das erste Gerät der Surface-Reihe, das ein echtes Notebook ist. Der Touchscreen lässt sich nämlich nicht abnehmen.

Ausstattung des Surface Laptop

Das aus einem Aluminium-Block gefräste Surface Laptop besitzt einen 13,5-Zoll-Pixelsense-Touchscreen mit 3,4 Millionen Pixel, 2256x1504 Pixel Auflösung und 3:2-Format. Der Bildschirm ist angenehm hell und zeigt einen ordentlichen Kontrast, lässt sich aber nicht sehr weit öffnen.

Als Betriebssystem kommt Windows 10 S zum Einsatz, außerdem gibt es Office 365 dazu. Dabei handelt es sich um die lange Zeit als Windows Cloud bezeichnete Version von Windows 10, auf der sich ausschließlich Apps aus dem Windows-Store installieren lassen. Spezielle Cloud-Komponenten besitzt dieses Windows-System nicht. Es wäre also mit dem früheren Windows RT vergleichbar. Edge ist als Browser voreingestellt und Bing als Suchmaschine festgelegt.

US-Preise für das Surface Laptop.
Vergrößern US-Preise für das Surface Laptop.

Windows 10 S ist aber Upgrade-fähig zu Windows 10 Pro. Das Update ist bis Ende 2017 kostenlos. Sobald Sie versuchen ein Nicht-Windows-Store-Programm zu installieren, weist Sie Windows S auf diese Gratis-Upgrade-Möglichkeit hin.

Gute Performance

Das Surface Laptop misst 14,48 Millimeter an der dicksten und 9,9 Millimeter an der dünnsten Stelle. 1,25 Kilogramm ist das Surface Laptop schwer. Microsoft bietet das Surface Laptop mit i5- und i7-Prozessoren der siebten Generation an.

Akku-Laufzeit im Vergleich mit Apple Macbooks.
Vergrößern Akku-Laufzeit im Vergleich mit Apple Macbooks.

Nach dem Aufklappen des Bildschirms soll Windows 10 S sofort startbereit sein. Schüler können also sofort losschreiben. Bei Multimediaaufgaben bleibt das Surface Book aber etwas hinter gleich teuren Konkurrenten zurück. Grund: Der eingebauten 256 GB großen Toshiba-SSD fehlt es etwas an Tempo.

Das Surface Laptop ist hochwertig gefertigt, der Benutzer findet nirgends störende Schrauben oder Kanten. Es soll sich ganz leicht anfühlen, und den Bildschirmdeckel soll man mit einem Finger öffnen können.

Als Anschlüsse sind nur ein USB-Port und ein Mini-Display-Port sowie der der Surface-Power-Connector vorhanden. Dazu gibt es einen Kopfhörerausgang.

Vier verschiedene Farben.
Vergrößern Vier verschiedene Farben.

Sie können darauf auch den Surface Pen benutzen und damit Notizen und Markierungen auf Screenshots zeichnen.

Akku-Laufzeit

Mit einer Akku-Ladung soll das Surface Laptop laut Microsoft 14,5 Stunden durchhalten, Schüler können also das Ladegerät zu Hause lassen. Microsoft verspricht damit eine längere Akku-Laufzeit als es Macbook Pro 13, Macbook und Macbook Air bieten. Im Test hält eine Akkuladung acht Stunden durch. Das ist sehr ordentlich.

Vier Farben

Microsoft verkauft das Surface Laptop in vier Farben: Platin, Burgunderrot, Kobaltblau und Gold-Graphit. Wobei allerdings nur Platin für alle Ausstattungsvarianten zur Verfügung steht. Die anderen drei Farben stehen nur für die i5-Variante des Surface Laptop zur Verfügung.

Das Aluminiumgehäuse rund um das beleuchtete Tastaturfeld ist mit Alcantara überzogen. Das fühlt sich angenehm warm und weich an. Auch nach längerem Tippen sieht man weder Schweißflecken noch Fingerabdrücke. Es gibt keine Lautsprecher-Öffnungen an der Oberfläche - die Lautsprecher sind unterhalb der Tastatur angebracht.

Das Surface Laptop wird im Publikum begutachtet. Panos Panay.gibt es ausgerechnet einer Macbook-Nutzerin.
Vergrößern Das Surface Laptop wird im Publikum begutachtet. Panos Panay.gibt es ausgerechnet einer Macbook-Nutzerin.

Preis und Verfügbarkeit

Seit dem 15. Juni 2017 verkauft Microsoft das Surface Laptop in Deutschland. Die Preise beginnen bei 1149 Euro für die preiswerteste Ausführung. Das Einstiegsmodell des Surface Laptop besitzt einen Intel Core i5, 4 GB Arbeitsspeicher und eine 128 GB große SSD. Berechtigte Studenten, Dozenten oder Mitarbeiter an Universitäten und Hochschulen bekommen das Einstiegsmodell für 1.034,10 Euro, müssen dafür aber einen Berechtigungsnachweis vorlegen.

Die Variante mit Intel Core i5-7200 (2,5 Ghz), 8 GB RAM, 256 GB SSD kostet 1449 Euro. Das Top-Modell mit i7, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD kostet dagegen 2499 Euro.

Fazit: Elegant, aber mit eingeschränktem Betriebssystem

Ein schickes, ultramobiles Arbeits-Notebook mit Touchscreen, sofern Sie auf Windows 10 Pro umsteigen. Für die eigentliche Zielgruppe, nämlich Bildungseinrichtungen, ist das Gerät aber viel zu teuer.
Hinweis: Unsere Test- und Benchmarksoftware kann man unter Windows 10 S nicht installieren. Deshalb fehlen diese Werte.

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