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Sunway TaihuLight bleibt schnellster Supercomputer der Welt

14.11.2017 | 11:20 Uhr |

Die neue Top 500 der schnellsten Supercomputer ist da. China drängt nach vorne und verdrängt die USA.

Die Sunway TaihuLight bleibt der aktuell schnellste Supercomputer der Welt. Das geht aus der am Montag präsentierten Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt hervor, die alle sechs Monate aktualisiert wird. Der Sunway TaihuLight steht im National Supercomputing Center in Wuxi.

Die aktualisierte Liste offenbart: Die China verdrängt die USA zum ersten Mal was die Anzahl der Supercomputer angeht. In China stehen nunmehr 202 Supercomputer, während es in den USA nur noch 143 Supercomputer sind. Exakt vor einem Jahr herrschte hier noch ein Gleichstand von 171 zu 171 Supercomputern. Vor sechs Monaten lag die USA mit 169 zu 160 System sogar leicht vorne. Unterm Strich sinkt damit im November 2017 die Anzahl der Supercomputer in den USA auf den niedrigsten Stand seit der Einführung der Top500-Liste vor 25 Jahren.

Auch was die Gesamtrechenleistung angeht, hat China die Nase vorne. 35,4 Prozent der Rechenleistung in der Top500 gelisteten Rechner kommt aus China, während die USA mit 29,6 Prozent den zweiten Platz belegt.

Die beiden schnellsten Supercomputer stehen in China

Mit Sunway TaihuLight kann sich China auch bei der 50sten Aktualisierung der Liste erneut die Spitzenposition sichern. Und das mit einem Supercomputer, bei dem alle Komponenten komplett in China entwickelt und gebaut wurden. Bei dem Rechner kommen nämlich die von NRCPC gefertigten CPUs Sunway SW26010 260C zum Einsatz, deren 260 Kerne mit 1,45 Gigahertz getaktet sind. Als Betriebssystem wird Sunway RaiseOS verwendet. Der Sunway TaihuLight besitzt insgesamt 10.649.600 Prozessor-Kerne. Die Performance wird mit 93.014,6 Teraflops pro Sekunde im Linpack-Benchmark angegeben. Das entspricht 93 Petaflops, also 93 Billiarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Die theoretisch maximale Leistung soll bei 124.436 Teraflops pro Sekunde liegen. Der Stromverbrauch liegt bei 15.371 kW und die Speicherausstattung liegt bei 1.310.720 Gigabyte (DDR3-Speicher).

Auf dem zweiten Platz landet auch dieses Mal der Tianhe-2 (Milchstraße-2), der im National Super Computer Center in Guangzhou steht. In diesem Supercomputer kommen Intel Xeon E5-2692 12C (2,2 GHz) zum Einsatz. Die 3.120.000 Kerne sorgen für eine Leistung von 33.862,7 TFLOP/s (Linpack-Benchmark) bei einer theoretischen Maximalleistung von 54.902,4 TFLOP/S.

Der in der Schweiz im Swiss National Supercomputing Centre (CSCS) stehende Supercomputer Piz Daint landet auf dem dritten Platz mit einer Rechenleistung von 19,6 Petaflops. Er ist damit auch der schnellste in Europa im Einsatz befindliche Supercomputer. Im vergangenen Jahr wurde das Cray XC50 System mit Nvidias Tesla P100 GPUs aufgerüstet und dadurch seine Leistung verdoppelt.

Premiere in der Top 10 der Supercomputer

Interessant ist auch die Tatsache, dass zum ersten Mal alle in der Top 10 gelisteten Supercomputer jeweils eine Leistung von mindestens 10 Petaflops besitzen. 181 Systeme besitzen eine Leistung von jeweils einem Petaflop, während es im Juni 2017 nur 138 Systeme waren. In den letzten sechs Monaten ist die Gesamtleistung aller Systeme in der Top 500 von 749 Petaflops auf 845 Petaflops angestiegen. Vor einem Jahr lag die Gesamtleistung der Top-500-Supercomputer bei 672 Petaflops.

Und Deutschland?

Nach China (202 Systeme) und USA (143 Systeme) folgt Japan mit 35 Supercomputern auf dem dritten Platz. Auf den weiteren Plätzen landen Deutschland (20), Frankreich (18) und Großbritannien (15). Vor einem Jahr belegte Deutschland noch mit 31 Supercomputer hinter USA und China den dritten Platz.

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