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Südkorea: Automatische Abschaltung von Arbeits-PCs

26.03.2018 | 10:44 Uhr |

Im Kampf gegen zu viele Überstunden setzt Südkorea nun auf ein neues Mittel: Arbeits-PCs werden automatisch abgeschaltet.

In Südkorea sammeln Büroarbeiter zu viele Überstunden an. Daher hat sich die Regierung entschieden, aber dieser Woche Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Beginnend ab dem 30. März werden die Rechner in den Büros automatisch jeden Freitag um 20 Uhr am Abend abgeschaltet. Das berichtet die BBC. Im April dürfen die Angestellten freitags nur noch bis 19:30 Uhr arbeiten und ab Mai dann nur noch bis 19 Uhr. Die Regelung gilt nur für staatliche Mitarbeiter in Südkoreas Hauptstadt Seoul.

Laut Regierungsangaben arbeiten die eigenen Angestellten im Jahr im Schnitt um die 2.739 Stunden und damit 1.000 Stunden mehr als Mitarbeiter in anderen entwickelten Ländern. Oder mit anderen Worten: Die Angestellten machen einfach zu viele Überstunden. Alle bisherigen Maßnahmen zur Reduzierung der Überstunden schlugen offenbar fehl. DIe Notabschaltung der Arbeits-PCs soll die Angestellten nun dazu bringen, früher Feierabend zu machen. Nur bei einer guten Begründung soll es eine Ausnahme geben. Laut Angaben aus Seoul haben 67,1 Prozent aller staatlichen Mitarbeiter eine solche Ausnahmegenehmigung bereits beantragt. Seit Anfang des Monats gilt in Südkorea außerdem ein neues Geetz, welches die maximale wöchentlichen Arbeitsstunden von bisher 68 auf 52 herabsetzt.

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